Bundesliga 2009/10, 21. Spieltag
18:56 - 22. Spielminute

Tor 0:1
Gebhart
Rechtsschuss
Vorbereitung Khedira
Stuttgart

19:39 - 48. Spielminute

Gelbe Karte
Marica
Stuttgart

19:42 - 51. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Kuzmanovic
für Marica
Stuttgart

19:51 - 60. Spielminute

Tor 1:1
Bunjaku
Rechtsschuss
Vorbereitung Charisteas
Nürnberg

19:52 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Hilbert
für Hleb
Stuttgart

19:53 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Maroh
für A. Wolf
Nürnberg

20:05 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Risse
für Eigler
Nürnberg

20:10 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Gebhart
Stuttgart

20:10 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Breno
Nürnberg

20:19 - 87. Spielminute

Tor 1:2
Hilbert
Linksschuss
Vorbereitung Khedira
Stuttgart

20:18 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
R. Schäfer
Nürnberg

20:23 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel (Nürnberg)
Stephan
für R. Schäfer
Nürnberg

FCN

VFB

FCN bleibt im Keller stecken - 5. VfB-Sieg in Folge

Franke Hilbert lässt Nürnbergs Träume platzen

Pinola ist vor Gebhart am Ball

Javier Pinola ist hier vor Timo Gebhart am Ball - der Stuttgarter aber erzielte das Führungstor für die Schwaben. picture-alliance

Nürnberg lief im Vergleich zum 3:1-Auswärtserfolg bei Hannover 96 fast unverändert auf: Trainer Dieter Hecking hatte seinen Kapitän wieder an Bord und schickte Wolf nach abgelaufener Gelbsperre für Maroh aufs Feld.

Bei Stuttgart vertraute Coach Christian Gross nach dem 4:1-Heimsieg über Borussia Dortmund seiner siegreichen Elf.

Bei Temperaturen um den Nullpunkt sahen die Fans in der Anfangsphase wenig Erwärmendes. Zwar entschied der Club zunächst die Mehrzahl an Zweikämpfen zu seinen Gunsten, brachte aber wie die Schwaben wenig Konstruktives geschweige denn eine nennenswerte Chance zustande.

Nach einer knappen Viertelstunde nutzte der VfB seine spielerischen Vorteile zu ersten Angriffszügen vor allem über die linke Seite. Wolf rettete vor Pogrebnyak (14.). Beim FCN blieb vieles Stückwerk. Immerhin stimmte der Einsatz, der nach Diekmeiers Flanke eine Schusschance für Bunjaku ermöglichte - der Schweizer traf aber den Ball nicht richtig (20.).

Wie es besser geht, zeigten die Schwaben bei ihrem nächsten Angriff, wieder über links: Khedira spielte Doppelpass mit Marica und enteilte allen Gegenspielern. Seine Hereingabe in den Rücken der Abwehr nutzte Gebhart aus halbrechter Position zu einem trockenen Flachschuss ins rechte Eck (22.).

Nach der Führung legte Stuttgart sein Hauptaugenmerk auf eine stabile Defensive, was der Hecking-Elf eine optische Überlegenheit bescherte. Die Franken "arbeiteten" Fußball. immerhin gelang es, die Gäste bei einigen Angriffszügen in Verlegenheit zu bringen, im Abschluss allerdings blieben die Hausherren ohne Fortune: Weder Mintal (30.) nach Ablage des fleißigen, aber wenig durchsetzungsstarken Charisteas noch Eigler (41., 44.) hatten ihr Visier richtig eingestellt.

Auf der Gegenseite Glück für die Franken, dass die Pfeife des Referees bei Diekmeiers Handspiel nach Pogrebnyaks Flanke stumm blieb (42.).

Der 21. Spieltag

Beide Teams starteten zunächst unverändert in den zweiten Durchgang, in dem Marica halbrechts frei vor Schäfer lediglich ein Schüsschen zustande brachte (47.). Die vorletzte Aktion des Rumänen, der wenig später gelbverwarnt für Kuzmanovic Platz machte - der VfB stellte taktisch auf eine Spitze um (51.).

Der Club blieb bemüht, dabei freilich zunächst eher bieder. Die spielerischen Akzente setzten die zwar verhaltenen, aber reiferen Schwaben, die, wenn sie die Zügel anzogen, die Defensive der Gastgeber doch schnell ins Schwimmen brachten. Gebhart scheiterte aus ähnlicher Position wie zuvor Marica an Schäfer, der sein Team im Spiel hielt (55.).

Die Strafe für die Nachlässigkeit der Gross-Schützlinge sollte auf dem Fuße folgen: Charisteas spielte diagonal auf Bunjaku, der sich am linken Strafraumeck gegen Celozzi durchsetzte und abzog. Der Ball flog noch leicht touchiert von Lehmann, der dabei nicht gut aussah, ins lange Eck - 10. Saisontor des Schweizers (60.).

Der Ausgleich bescherte Nürnberg Rückenwind, auch spielerisch gelang nun vieles besser. Torschütze Bunjaku düpierte Celozzi ein zweites Mal, seine Flanke segelte an Freund und Feind vorbei durch den Fünfmeterraum (68.). Khedira & Co. fanden den Faden nur langsam wieder, Pogrebnyak setzte nach längerer Zeit mit einem Kopfball mal wieder ein Ausrufezeichen (73.).

In der Schlussphase warfen die Kontrahenten ihre Kampfkraft in die Waagschale. Beide wollten den Sieg. Auf Seiten des Club versemmelte Bunjaku in Rücklage aus 13 Metern zentraler Position (83.), auf der Gegenseite rettete Schäfer bei Gebharts per Schrägschuss einmal mehr (86.).

Die Schwaben hatten dann aber doch das glücklichere Ende auf ihrer Seite: Nach einem Konter des VfB über Khedira spielte der Nationalspieler einen Diagonalpass in den Strafraum auf den eingewechselten Ex-Fürther Hilbert. Schäfer verspekulierte sich etwas und kam nicht mehr ran, und der Joker schob die Kugel aus spitzem Winkel ins Netz (87.).

Der Club versuchte noch einmal alles - ohne Erfolg. Tasci hatte für die Gross-Elf zweimal binnen Sekunden sogar das 1:3 auf dem Fuß, traf aber jeweils nur den Pfosten. Nürnbergs Keeper Schäfer musste nach dieser Szene mit einer Wadenverletzung raus und wurde gegen Stephan ausgewechselt (90.+1).

Spieler des Spiels

Sami Khedira Mittelfeld

1,5
Spielnote

Ein kurzweiliger, unterhaltsamer Fußballabend mit hohem Tempo, Spannung bis zum Schluss und vielen Chancen.

2,5
Tore und Karten

0:1 Gebhart (22', Rechtsschuss, Khedira)

1:1 Bunjaku (60', Rechtsschuss, Charisteas)

1:2 Hilbert (87', Linksschuss, Khedira)

Nürnberg

R. Schäfer 4 - Diekmeier 4,5, A. Wolf 5 , Breno 3 , Pinola 2,5 - Ottl 3,5, Tavares 4, Mintal 4 - Eigler 4,5 , Charisteas 3, Bunjaku 3

Stuttgart

Lehmann 4 - Celozzi 4, Niedermeier 2,5, Tasci 2,5, Molinaro 3 - Träsch 3, Khedira 1,5, Gebhart 3 , Hleb 4 - Marica 3,5 , Pogrebnyak 3

Schiedsrichter-Team

Felix Zwayer Berlin

2
Spielinfo

Stadion

Easy-Credit-Stadion

Zuschauer

40.384

Ob er am nächsten Freitag bei Borussia Mönchengladbach dabei sein kann, ist fraglich. Auf den VfB Stuttgart wartet am Samstag mit dem Hamburger SV ein schwerer Brocken.