Bundesliga 2009/10, 16. Spieltag
15:55 - 23. Spielminute

Tor 0:1
Gomez
Rechtsschuss
Vorbereitung Olic
Bayern

16:05 - 33. Spielminute

Tor 0:2
Mavraj
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung Gomez
Bayern

16:07 - 35. Spielminute

Spielerwechsel
Azaouagh
für Freier
Bochum

16:14 - 43. Spielminute

Tor 0:3
Olic
Rechtsschuss
Vorbereitung Schweinsteiger
Bayern

16:17 - 45. + 1 Spielminute

Gelbe Karte
Azaouagh
Bochum

16:38 - 50. Spielminute

Tor 0:4
Olic
Kopfball
Vorbereitung Badstuber
Bayern

16:44 - 56. Spielminute

Tor 0:5
Pranjic
Linksschuss
Vorbereitung Lahm
Bayern

16:45 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Robben
für Schweinsteiger
Bayern

16:51 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Breno
für van Buyten
Bayern

17:04 - 76. Spielminute

Tor 1:5
Fuchs
Linksschuss
Bochum

17:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Epalle
für Sestak
Bochum

17:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Hashemian
für Dedic
Bochum

17:05 - 77. Spielminute

Gelbe Karte
van Bommel
Bayern

17:11 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Pfertzel
Bochum

17:12 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Tymoshchuk
für T. Müller
Bayern

BOC

FCB

5. Gelbe Karte für Azaouagh und van Bommmel

Bayern-Schützenfest ohne Gegenwehr

Pranjic beglückwünscht Torschütze Olic

Sinnbild: Danijel Pranjic jubelt mit Doppeltorschütze Ivica Olic, während Bochums Mavraj frustriert ins Leere starrt. picture-alliance

Bochums Coach Heiko Herlich nahm gegenüber dem 1:1 beim VfB Stuttgart zwei Änderungen vor: Für Ono und Epallé durften Concha und Freier von Beginn an ran.

Bei Bayern hatte Trainer Louis van Gaal nach dem 4:1-Triumph in der Champions League bei Juventus Turin keinen Anlass, seine siegreiche Elf umzustellen.

Die Bayern ließen den Ball in den Anfangsminuten über viele Stationen ruhig durch die eigenen Reihen zirkulieren. Der VfL machte ab der Mittellinie dicht, spätestens in Strafraumnähe bremsten die Westfalen das Passspiel des Rekordmeisters aus.

Erst als Fuchs leichtfertig das Leder vertändelte, ergab sich die erste zwingende Gelegenheit der Partie, bei der Pranjic aus 18 Metern an Heerwagens starker Reaktion scheiterte (9.).

Ansonsten blieben die Aktionen überschaubar. Bochum startete zwar vereinzelte Entlastungsangriffe, blieb dabei aber zunächst harmlos. Die Münchner bestimmten das Geschehen klar, ließen es aber am Tempo fehlen und agierten vor allem beim finalen Zuspiel sehr fehlerhaft.

Bis zur 23. Minute, als die van Gaal-Elf den nächsten Patzer des Abstiegskandidaten ausnutzen sollte: Freier legte vor dem Strafraum Müller unfreiwillig den Ball per Kopf auf. Der Youngster spielte links raus zu Olic, der sofort in die Mitte flankte. Gomez war einen Tick schneller als Mavraj und netzte aus sechs Metern ein.

Der VfL legte seine defensive Haltung auch in der Folge nur sporadisch ab, die Abwehr des FCB wurde kaum gefordert. Wo waren die im Abstiegskampf gefragten Tugenden wie Leidenschaft und Einsatzfreude? Den Gästen konnte es recht sein. Locker und souverän spulte die van Gaal-Elf ihr Pensum ab, zog ab und zu das Tempo an und profitierte von einem zweiten krassen Abwehrfehler der Hausherren: Gomez kam gegen Maltritz fast von der Torauslinie von der linken Seite zur Flanke, in der Mitte misslang Mavrajs Abwehrschlag völlig und landete vom Fünfereck im eigenen Tor (33.).

Wer nun erwartet hätte, dass die Gastgeber, die Azaouagh für Freier gebracht hatten (35.), ihre Zurückhaltung ablegen würden, sah sich getäuscht. Wie das Kaninchen vor der Schlange verharrten Maltritz & Co. - Bayern hatte im ersten Durchgang 73 % (!) Ballbesitz - und erhielten eine weitere Quittung für ihre Passivität: Lahm steckte aus halbrechter Position durch auf den gestarteten Schweinsteiger, der im Strafraum querlegte. Olic brauchte in der Mitte nur noch den Fuß hinzuhalten (43.).

Der 16. Spieltag

Unverändert kamen die beiden Teams aus der Kabine. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Heerwagen sich bei einem Olic-Knaller ganz lang machen musste. Wenig später aber war der Keeper ohne Abwehrchance: Pfertzels Pass kam nicht an, Badstuber war links frei und flankte exakt auf den Kopf von Olic, der aus sieben Metern Heerwagen keine Chance ließ.

Die Westfalen präsentierten sich weiterhin wie ein Absteiger: Lahm spazierte durch die Bochumer Abwehrreihen in den Strafraum und legte eher unfreiwillig quer auf Pranjic, der aus acht Metern hoch unter die Latte sein erstes Bundesligator schoss 0:5 (56.)!

Klar, dass der Rekordmeister bei diesem Spielstand einen Gang zurückschaltete. Robben kam für Schweinsteiger (57.), wenig später Breno für van Buyten (64.). Dazwischen lag die erste echte Torchance für den VfL durch Sestak (61.).

Ansonsten aber stand zunächst wieder Heerwagen im Blickpunkt, der gegen Gomez (69.) und Robben (71.) weitere Treffer verhinderte.

Auf der Gegenseite zeigte Fuchs wie schon in Stuttgart seine Freistoßkünste und zirkelte das Leder aus halbrechter Position aus spitzem Winkel ins lange Eck - gleichzeitig der Schlusspunkt der einseitigen Partie (76.).

Bochum muss am Samstag bei Hannover 96 ran, die Bayern empfangen Schlusslicht Hertha BSC Berlin.