Bundesliga 2009/10, 12. Spieltag
16:00 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Sanchez
Schalke

16:02 - 31. Spielminute

Tor 1:0
van Buyten
Rechtsschuss
Bayern

16:04 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Kuranyi
Schalke

16:13 - 43. Spielminute

Tor 1:1
Matip
Kopfball
Vorbereitung Schmitz
Schalke

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Zambrano
für Höwedes
Schalke

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Robben
für Toni
Bayern

16:41 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Pliatsikas
für Sanchez
Schalke

16:44 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Schmitz
Schalke

16:45 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Robben
Bayern

16:51 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Schweinsteiger
Bayern

16:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Hamit Altintop
für Badstuber
Bayern

16:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Mineiro
für Rafinha
Schalke

17:03 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Gomez
für Klose
Bayern

17:07 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Zambrano
Schalke

FCB

S04

3. Saisontor für van Buyten - Rafinha verletzt raus

Youngster Matip trifft beim Debüt

Van Buyten trifft zum 1:0

Da war die Bayern-Welt noch in Ordnung: Daniel van Buyten trifft zum 1:0. picture-alliance

Nach der 0:2-Heimniederlage in der Champions League gegen Girondins Bordeaux tauschte Bayern-Coach Louis van Gaal zweimal Personal aus: Van Buyten und Müller ersetzten Braafheid und Pranjic, Badstuber rutschte auf die Linksverteidigerposition.

Bei Schalke überraschte Felix Magath im Vergleich zum 2:2 zu Hause gegen Bayer Leverkusen mit der Nominierung des A-Jugendlichen Joel Matip (Bundesliga-Debüt), jüngerer Bruder des Kölners Marvin Matip. Der 18-Jährige rückte für Zambrano ins Team und spielte im Mittelfeld. Des Weiteren durfte Sanchez für Holtby (Fußprellung) ran.

Lahms Interview in der "Süddeutschen Zeitung" ("Uns fehlt die Philosophie") sorgte schon vor dem Schlager für mächtig Wirbel. Auf dem Platz wirbelte zunächst aber Schalkes Kuranyi, der nach gewonnenem Laufduell gegen Demichelis Butt zu einer Glanztat zwang (5.). Überhaupt waren die "Königsblauen" zunächst besser im Spiel und zeigten die klareren Aktionen, während es die Bayern langsam angehen ließen und den Ball im Mittelfeld auf der Suche nach der Lücke oft quer schoben.

Klose sorgte für die erste Torannäherung des Rekordmeisters (12.), der ab diesem Zeitpunkt druckvoller und präziser agierte. Farfan bremste Badstuber in letzter Selunde, Müller nickte die folgende Ecke aufs Tordach (15.), Westermann, der in der Innenverteidigung spielte, war einen Tick schneller als Toni (18.).

Magaths Ankündigung, dass sein Team selbst seine Chance suchen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu erkennen. Wie so viele Mannschaften standen die Gäste defensiv äußerst kompakt, wohlwissend, dass die Bayern im Mittelfeld nicht gerade vor Ideenreichtum sprühen.

Was die van Gaal-Elf in der Folge auch unter Beweis stellte, denn es fehlte van Bommel & Co., die zwar ballsicher, aber ohne Dynamik agierten, der zündende Einfall, ihre beiden nahezu abgemeldeten Spitzen ins Spiel einzubinden.

Eine Standardsituation beendete die sich breitmachende Lethargie: Badstubers Freistoß aus dem rechten Halbfeld flog an den Fünfmeterraum, wo Klose Kuranyi eher versehentlich anköpfte. Der Ball segelte nach rechts, wo van Buyten aus kürzester Distanz nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte (31.).

Die Münchner bekamen nach der Führung deutlich Rückenwind. Klose scheiterte an Neuer (36.), bei Schweinsteigers direktem Freistoß konnten die Gäste kräftig durchatmen (42.).

Auf der Gegenseite zeigte sich die Magath-Elf nur selten in der Offensive, war aber ebenfalls nach einem Standard zurück im Spiel: Freistoß für S04 aus dem rechten Halbfeld. Schmitz brachte den Ball aus dem rechten Halbfeld hoch herein, ausgerechnet Debütant Matip schraubte sich am höchsten und verlängerte die Kugel mit dem Hinterkopf aus elf Metern ins linke Eck (43.).

Kurz vor der Pause Riesenglück für die "Königsblauen", als van Buyten im Fünfmeterraum den Ball nicht richtig traf, den Bordon und Neuer in Gemeinschaftsarbeit von der Linie kratzten (45.+1).

Der 12. Spieltag

Robben für Toni bei den Bayern, Zambrano für Höwedes Schalke - so die Umstellungen zur Pause. Der FCB agierte nun im 4-3-3, mit Robben und Müller am Flügel und Klose als zentraler Spitze. Magath reagierte und ließ nun Rafinha gegen den niederländischen Flügelflitzer spielen.

Bei den Münchner kamen die personellen Wechsel auf dem Platz zunächst nicht an. Viel Krampf, viel Kampf, der sich in nickligen Zweikämpfen ausdrückte. So zwischen Schmitz und Robben: Der Schalker fällte den Angreifer, der fuchsteufelswild aufsprang und seinen Gegenpart mit der Brust umräumte. Gelb für Schmitz war klar, während Robben es der Gnade von Referee Meyer zu verdanken hatte, dass es bei einer Verwarnung blieb (56.).

Nach einer Stunde wurde auch wieder Fußball gespielt, Schalke nahm am Geschehen allerdings fast nur noch defensiv teil. Kloses Flugkopfball (62.) leitete eine kleine Drangphase des Rekordmeisters ein, in der sich Neuer Robbens Hereingabe nach Sololauf schnappte (66.).

Zwischenzeitlich kam Altintop für Badstuber (64.), was eine von vielen taktischen Umstellungen zur Folge hatte, weil Lahm nun über links agierte. Bei den Gästen ersetzte Mineiro den angeschlagenen Rafinha (70.), vorher war schon Pliatsikas für Sanchez gekommen (54.).

Den Bayern war der Wille nicht abzusprechen. Mit Macht drängte die van Gaal-Elf auf den Siegtreffer, dem Tymoshchuk nach Ablage des eingewechselten Gomez ganz nahe kam (77.).

Die Schlussphase glich einem Belagerungszustand des Schalker Strafraums. Lahm hatte als Linksverteidiger mehr gute Szenen als zuvor im gesamten Spiel und schob immer wieder mächtig an. Am Ende aber biss sich der FC Bayern an der aufopferungsvoll verteidigenden Deckung um Bordon & Co. die Zähne aus - ein gellendes Pfeifkonzert begleitete den Rekordmeister in die Kabine.

Die Bayern empfangen am Sonntag (22. November) Leverkusen. Schalke spielt bereits am Samstag ebenfalls zu Hause gegen Hannover.