Bundesliga 2009/10, 9. Spieltag
16:12 - 42. Spielminute

Tor 0:1
T. Müller
Rechtsschuss
Vorbereitung Toni
Bayern

16:51 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Targamadze
für Schuster
Freiburg

16:52 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Reisinger
für Makiadi
Freiburg

16:56 - 68. Spielminute

Tor 0:2
Cha
Eigentor, Linksschuss
Vorbereitung T. Müller
Bayern

16:58 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Ottl
für van Bommel
Bayern

16:57 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Gomez
für Toni
Bayern

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Bektasi
für Flum
Freiburg

17:15 - 88. Spielminute

Spielerwechsel
Hamit Altintop
für T. Müller
Bayern

17:18 - 90. + 2 Spielminute

Tor 1:2
Reisinger
Rechtsschuss
Vorbereitung Idrissou
Freiburg

SCF

FCB

3. Heimniederlage für den SC - Saisondebüt für Toni

Müller beendet die Durststrecke

Toni, Müller und Schweinsteiger

Der Jubel nach der Führung: Luca Toni, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger. picture-alliance

Freiburgs Coach Robin Dutt musste nach der 2:5-Pleite in Hannover auf den verletzten Bechmann (Dehnung Syndesmose) verzichten. Schuster rückte dafür in die Startelf und ins Mittelfeld, Idrissou sollte als einzige Spitze agieren.

Bei den Bayern veränderte Trainer Louis van Gaal sein Team im Vergleich zum 0:0 gegen Köln auf drei Positionen: Tymoshchuk sowie die wiedergenesenen van Bommel und Toni (erstes Saisonspiel) durften für Ottl, Sosa und Ribery ran.

Es war ein munterer Beginn der beiden Kontrahenten, die auf rutschigem Rasen den Weg nach vorne suchten. Nach Tonis Warnschuss (4.) riss zunächst der SC die Initiative an sich. Die beste Chance durch Schusters Schulterkopfball entsprang aber eher dem Zufall, weil Butt an Banovics Ecke vorbeisprang und der Mittelfeldmann zu überrascht war, um zu reagieren (7.).

Auf der Gegenseite zeigte Pouplin eine Wahnsinnstat: Der SC-Keeper tauchte bei einem harten Volleyschuss des zu Beginn sehr aktiven Schweinsteiger vom Elfmeterpunkt blitzschnell ab und lenkte das Leder um den Pfosten (11.).

Nach dieser Szene kontrollierten die Münchner das Geschehen gegen nun tiefer stehende Breisgauer, die den Gegner zunächst spätestens am eigenen Strafraum stoppen und so brenzlige Situationen vermeiden konnten.

Bayerns spielerische Überlegenheit vor allem im Mittelfeld war augenscheinlich. Langen Ballstaffetten folgte das letzte Zuspiel in die Spitze aber mit zu hohem Risiko und war so für die beiden Spitzen Toni und Klose nur schwer zu verarbeiten. Pouplin verbrachte in der Folge bis kurz vor Pause einen gemütlichen Nachmittag, lediglich bei einigen Flanken und bei Müllers Distanzschuss musste der Franzose noch einmal zupacken (28.).

Es war ein Geduldsspiel. Der Rekordmeister ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, ließ den Ball gegen den offensiv fast nicht mehr stattfindenden Aufsteiger weiter laufen und schlug kurz vor dem Wechsel zu: Lahms Flanke segelte von rechts auf den Kopf des ungedeckten Klose, der quer zu Toni ablegte. Der Italiener kam gegen Krmas aus fünf Metern zum Schuss, Pouplin konnte noch retten, war aber gegen Müllers Nachschuss aus zehn Metern machtlos (42.).

Freiburgs Einzelkämpfer an der Offensivfront, Idrissou, sendete Sekunden vor dem Pausenpfiff noch einmal ein Lebenszeichen, traf aber aus 18 Metern nur das Außennetz.

Der 9. Spieltag

Personell unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Wieder war der SC zunächst initiativer, kam aber gegen die in der Deckung sehr sichere van Gaal-Elf nicht zu zwingenden Chancen.

Die fast etwas zu lässig agierenden Bayern lauerten auf Fehler der Breisgauer: Cha verlor den Ball an Schweinsteiger, dessen Flanke Toni in der Mitte knapp über den Balken köpfte (59.).

Ansonsten passierte nicht allzu viel - der SC spielte ohne Durchschlagskraft, was Dutt zu einem Doppelwechsel veranlasste: Targamadze und Reisinger kamen für Schuster und Makiadi (64.).

Doch der Schuss ging nach hinten los, im wahrsten Sinne des Wortes: Müller spitzelte den Ball in den Strafraum, wo Cha unbedrängt zu Pouplin zurückspielen wollte, seinen Keeper aber aus elf Metern überraschte: Das Leder landete flach im rechten Eck ... (68.).

Damit war das Spiel gelaufen. Souverän spielten die Münchner die Uhr herunter, wobei sich Freiburg auch in sein Schicksal ergab, so dass die Gäste auch nicht mehr tun mussten als nötig. Echte Gelegenheiten blieben auf beiden Seiten bis kurz vor dem Abpfiff Fehlanzeige, auch wenn der FCB dem dritten Tor näher war als die Dutt-Schützlinge dem Anschlusstreffer. Der fiel dann aber in der Nachspielzeit doch, weil Idrissou links gegen van Buyten zur Flanke kam und Reisinger in der Mitte vor Braafheid einnetzte (90.+2).

Direkt nach dem Anspiel war aber Schluss: Bayerns Serie gegen den SC hielt - der Rekordmeister holte den zwölften Sieg aus den letzten 13 Partien gegen Freiburg und schob sich im Tableau ins erweiterte Verfolgerfeld vor.

Freiburg muss am kommenden Samstag in Mainz ran, Bayern empfängt die Frankfurter.