Bundesliga 2009/10, 8. Spieltag
17:42 - 9. Spielminute

Tor 1:0
Friedrich
Kopfball
Vorbereitung Ramos
Hertha

17:46 - 13. Spielminute

Gelbe Karte
Friedrich
Hertha

17:57 - 24. Spielminute

Tor 1:1
Kaka
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung J. Boateng
HSV

18:05 - 33. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Burchert
für Ochs
Hertha

18:12 - 38. Spielminute

Tor 1:2
Jarolim
Rechtsschuss
HSV

18:13 - 40. Spielminute

Tor 1:3
Zé Roberto
Linksschuss
HSV

18:45 - 55. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Cesar
für Nicu
Hertha

18:52 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Trochowski
für Petric
HSV

18:59 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Domovchiyski
für Raffael
Hertha

19:04 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Ebert
Hertha

19:07 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Pitroipa
für Berg
HSV

19:18 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Tavares
für Elia
HSV

BSC

HSV

Bundesliga

Burcherts Tag zum Vergessen

Muskelfaserriss bei Ochs - Petric ebenfalls

Burcherts Tag zum Vergessen

Jarolim bejublet mit Boateng, Torun und Zé Roberto (li.) sein Tor.

Hamburger Freude: Jarolim bejublet mit Boateng, Torun und Zé Roberto (li.) sein Tor. picture-alliance

Herthas neuer Trainer, Friedhelm Funkel, brachte nach dem 0:1 bei Sporting Lissabon drei neue Spieler: An Stelle von Cesar, Wichniarek und Janker spielten Friedrich, Ebert und Nicu. Kapitän Friedrich fiel dabei eine neue Rolle zu, er sollte die rechte Seite dicht machen, während Kaka und von Bergen als Innenverteidiger fungierten. Hamburgs Coach Bruno Labbadia dagegen beließ seine Startelf im Vergleich zum 4:2-Erfolg gegen Hapoel Tel Aviv in der Europa Liga unverändert.

Der 8. Spieltag

Beide Mannschaften begannen nervös, so dass anfangs kaum nennenswerte Aktionen zustande kamen. Die Berliner überließen den Hamburgern die Initiative und agierten vorwiegend aus einer gesicherten Deckung heraus. Über schnelle Konter und Standards sollte der Erfolg herbeigeführt werden. Und bereits nach neun Minuten klappte es: Eberts Ecke von rechts verlängerte Ramos per Kopf an den zweiten Pfosten, wo Friedrich sträflich frei stand. Der Kapitän nickte aus vier Metern problemlos ein und machte sich dann auf einen 100-Meter-Jubellauf zur eigenen Fankurve auf der anderen Seite des Feldes.

Der HSV musste nun kommen, tat dies auch, biss sich aber regelrecht die Zähne an engagierten und laufstarken Herthanern aus. Torchancen hatten die Hanseaten folglich keine, der Ausgleich fiel dennoch! Ein weiter Ball von Boateng segelte ungefährlich in den Berliner Sechzehner. Ochs kam heraus, um den Ball aufzunehmen, doch Kaka sah dies nicht. Der Brasilianer überwand seinen Schlussmann mit einem platzierten Kopfball aus elf Metern (24.). Im weiteren Verlauf blieb es eher eine zähe Angelegenheit, die "Alte Dame" lauerte weiter, während die Hanseaten vor allem in der Offensive zunächst einiges schuldig blieben.

Kuriositäten werfen die "Alte Dame" zurück

Friedhelm Funkel

Sein Einstand bei der Hertha war von kuriosen Toren geprägt: Friedhelm Funkel. picture-alliance

Nach einer halben Stunde musste dann Berlins Schlussmann Ochs wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel ausgewechselt werden. Burchert kam ins Spiel und sollte in den folgenden Minuten die Hauptrolle spielen: Innerhalb von 90 Sekunden kassierte der 19-Jährige zweimal fast das gleiche Tor: Bei einem Steilpass auf Berg musste er aus dem Sechzehner rauskommen, was er auch tat, um mit dem Kopf zu klären. Der Ball landete jedoch bei Jarolim, der ihn mit einem Lupfer aus 30 Metern überwand (38.). Kurz darauf die gleiche Situation, wieder wurde Berg freigespielt, wieder kam Burchert heraus und klärte per Kopf. Diesmal landete die Kugel bei Zé Roberto im Mittelkreis - 1:3 (40.).

Die beiden Treffer zeigten ihre Wirkung, die Berliner waren nach Wiederanpfiff sichtlich verunsichert, allerdings drängten die Hanseaten nicht konsequent auf die Entscheidung. Das Spiel verflachte somit zunehmend. Darüber hinaus schlichen sich zusehends Nickeligkeiten ein, durch die das Match deutlich härter wurde. Petric bekam dies als Erster zu spüren. Der Kroate verletzte sich bei einem Zweikampf mit Kaka am rechten Sprunggelenk und musste kurz darauf durch Trochowski ausgewechselt werden.

Fußballerisch gab's indes kaum mehr etwas zu sehen. Eine Ausnahme stellte hierbei die 61. Minute dar. In dieser ließ Ramos eine Ebert-Ecke von links zu Kacar durch. Der Serbe jagte das Leder aber aus sechs Metern knapp über den Querbalken. Ansonsten passierte bis zur Schlussphase überhaupt nichts. Erst nach 85 Minuten prüfte der zuvor eingewechselte Domovchiyski Rost mit einem satten Schuss aus 18 Metern, ehe Kacar den Abpraller knapp links vorbei köpfte.

Spieler des Spiels

David Jarolim Mittelfeld

3
Spielnote

Einzig die kuriosen Treffer hatten in einer spielerisch äußerst dürftigen Partie Unterhaltungswert. Ansonsten viel Leerlauf und eine hohe Fehlerquote.

4
Tore und Karten

1:0 Friedrich (9', Kopfball, Ramos)

1:1 Kaka (24', Eigentor, Kopfball, J. Boateng)

1:2 Jarolim (38', Rechtsschuss)

1:3 Zé Roberto (40', Linksschuss)

Hertha

Ochs 4 - Friedrich 3 , Kaka 6 , von Bergen 5, Pejcinovic 4 - Dárdai 4, Ebert 4 , Kacar 3,5, Nicu 5 , Raffael 4,5 - Ramos 3,5

HSV

Rost 3 - Demel 3, J. Boateng 3,5, Mathijsen 3, Aogo 3,5 - Jarolim 3 , Zé Roberto 3 , Torun 4,5, Elia 4 - Petric 4 , Berg 4

Schiedsrichter-Team

Günter Perl Pullach

3
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

49.208

Nach der Länderspielpause muss Berlin am Samstag, den 17. Oktober, in Nürnberg gegen einen direkten Konkurrenten um eminent wichtige Punkte kämpfen. Der HSV empfängt derweil am selben Tag Bayer Leverkusen zum Spitzenspiel.