Bundesliga 2009/10, 6. Spieltag
15:56 - 25. Spielminute

Tor 0:1
Freis
Kopfball
Vorbereitung Ehret
Köln

16:04 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Petit
Köln

16:08 - 37. Spielminute

Gelbe Karte
Podolski
Köln

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Elson
für Hilbert
Stuttgart

16:36 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Elson
Stuttgart

16:43 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Kuzmanovic
Stuttgart

16:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Rudy
für Kuzmanovic
Stuttgart

16:49 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Boka
Stuttgart

17:00 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Gebhart
Stuttgart

17:01 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Pezzoni
für Ehret
Köln

17:04 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Marica
für Gebhart
Stuttgart

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Sanou
für Podolski
Köln

17:16 - 89. Spielminute

Tor 0:2
Sanou
Rechtsschuss
Vorbereitung Ishiaku
Köln

17:17 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
McKenna
für Ishiaku
Köln

VFB

KOE

Nur ein VfB-Sieg gegen die "Geißböcke" in den letzten 13 Spielen

Sanou bestraft Lehmanns Ausflug

Mohamad (li.) und Petit nehmen Cacau in die Zange

Mohamad (li.) und Petit nehmen Cacau in die Zange. picture-alliance

Stuttgarts Coach Markus Babbel veränderte das Gesicht seiner Startelf nach dem 1:1 gegen Glasgow in der Champions League auf zwei Positionen: Für Hitzlsperger und Hleb durften Kuzmanovic und Gebhardt ran.

Kölns Trainer Zvonimir Soldo musste nach der 1:2-Heimniederlage gegen Schalke auf Chihi (Sprunggelenksoperation) und Kapitän Novakovic (Adduktoren-Probleme) verzichten, für die Freis und Ishiaku begannen.

Der VfB erarbeitete sich von Beginn an klare optische Vorteile. Geromel und Mohamad standen in der Innenverteidigung gleich im Blickpunkt, erledigten ihre Defensivaufgaben aber klasse (4., 6.).

Doch der Elan der Schwaben ebbte nach gut zehn Minuten wieder ab. Köln stand defensiv gut geordnet. Die Kombinationen der Hausherren wurden von den Rheinländern spätestens Mitte der eigenen Hälfte gestoppt, wobei auch bei der Soldo-Elf Akzente Richtung gegnerisches Tor Fehlanzeige blieben.

Mittelfeld-Duelle waren so an der Tagesordnung. Stuttgart fehlte im Zentrum der Taktgeber, der die beiden Spitzen Cacau und Pogrebnyak mit Pässen hätte füttern können. Für die Gäste mit den beiden abgeklärten Portugiesen Petit und Maniche vor der Abwehr war es in dieser Phase ein leichtes, die umständlichen und zu statischen Offensivbemühungen zu unterbinden.

Bis Mitte des ersten Abschnitts tat sich nicht viel. Langsam aber sicher wurde das Schlusslicht mutiger, die Führung wie aus dem Nichts resultierte jedoch aus einem kapitalen Abwehrschnitzer Träschs: Der Verteidiger vertändelte gegen Ehret auf der rechten Abwehrseite den Ball. Der Franzose flankte sofort in die Mitte, wo Freis vollkommen ungedeckt gegen die Laufrichtung Lehmanns ins linke Eck einnickte (25.).

Der VfB war geschockt, der Motor stotterte auch in der Folge erheblich. Köln war frischer, spritziger - und hatte die Riesenchance zum 0:2: Ehret enteilte bei einem Konter Träsch am linken Flügel und steuerte auf Lehmann zu. Der Franzose traf aus sechs Metern halblinker Position nur den linken Pfosten (35.).

Zwar gaben die Babbel-Schützlinge kurz vor der Pause nochmal Gas, doch Gebhart hatte sein Visier in aussichtsreicher Strafraumposition nicht richtig eingestellt (41.). Zudem klärte Petit mit etwas Glück per Kopf knapp übers eigene Gehäuse (45.). Zurecht begleitete die Schwaben nach einer äußerst überschaubaren Vorstellung ein gellendes Pfeifkonzert der eigenen Fans in die Kabine.

Der 6. Spieltag

Aus der kam der Champions-League-Teilnehmer mit Elson an Stelle von Hilbert. Der Brasilianer startete gleich mit einer Verwarnung (49.) - und konnte auch dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Die nach wie vor disziplinierten Gäste arbeiteten als Kollektiv weiterhin vorbildlich und stoppten die Offensivaktionen des VfB meist schon weit vor dem eigenen Strafraum.

Der zog sich zudem mit einer wahren Fehlpass-Orgie und vielen Missverständnissen den Unmut der Zuschauer zu. Erst Khedira gelang mit einem Fernschuss knapp links vorbei etwas Produktives (61.).

Die Rheinländer kontrollierten die Partie mit ihrer sicheren Defensive, gingen nach vorne nur wenig Risiko, setzten aber immer wieder Nadelstiche. Ishiaku wurde in letzter Sekunde ausgebremst (64.), Mohamads Kopfball aus zwei Metern rauschte Zentimeter vorbei (68.).

Was war mit Stuttgart los? Einfallslosigkeit stand weiter Pate bei den Offensivbemühungen der Schwaben, die zwar durch Gebharts Kopfball nach einer Elson-Ecke Gefahr versprühten (70.), sich ansonsten aber immer wieder festrannten.

In der Schlussphase versuchte der VfB den Druck zu erhöhen und packte die Brechstange aus. Doch gegen die an diesem Tage höchst aufmerksame Abwehr des FC bissen sich die Hausherren bis zum Schlusspfiff die Zähne aus, weil auch Khedira (85.) drüberschoss und Sanou Lehmanns Ausflug bestrafte: Der Keeper verlor den Ball weit vor dem Tor an Ishiaku, der auf den für Podolski eingewechselten Mann aus Burkina Faso querlegte - und der Stürmer traf aus 45 Metern ins leere Gehäuse (89.).

Damit erwies sich Köln einmal mehr als Angstgegner der Stuttgarter, die nur eine der letzten 13 Partien siegreich gestalten konnten.

Spieler des Spiels

Fabrice Ehret Abwehr

2,5
Spielnote

Ein von Taktik und vor den Toren von Stuttgarter Fehlern bestimmtes Spiel mit wenigen Höhepunkten.

4,5
Tore und Karten

0:1 Freis (25', Kopfball, Ehret)

0:2 Sanou (89', Rechtsschuss, Ishiaku)

Stuttgart

Lehmann 5 - Träsch 5, Tasci 4,5, Delpierre 4, Boka 5 - Khedira 3,5, Kuzmanovic 4,5 , Hilbert 5 , Gebhart 5 - Pogrebnyak 4,5, Cacau 3,5

Köln

Mondragon 3 - Schorch 3,5, Geromel 3,5, Mohamad 3,5, Brecko 4 - Maniche 4, Petit 3,5 , Freis 3 , Ehret 2,5 - Ishiaku 3 , Podolski 4

Schiedsrichter-Team

Michael Weiner Hasede

2
Spielinfo

Stadion

Mercedes-Benz-Arena

Zuschauer

41.000

Der VfB spielt am kommenden Wochenende samstags in Frankfurt, Köln duelliert sich am selben Tag mit Leverkusen.