Bundesliga 2009/10, 3. Spieltag
15:55 - 25. Spielminute

Tor 1:0
Ivanschitz
Linksschuss
Vorbereitung Schürrle
Mainz

16:02 - 33. Spielminute

Spielerwechsel
T. Müller
für Hamit Altintop
Bayern

16:08 - 37. Spielminute

Tor 2:0
Bancé
Kopfball
Vorbereitung F. Heller
Mainz

16:09 - 39. Spielminute

Spielerwechsel
Olic
für Pranjic
Bayern

16:35 - 47. Spielminute

Tor 2:1
Noveski
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung T. Müller
Bayern

16:48 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Pekovic
für Svensson
Mainz

16:53 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Z. Löw
für Noveski
Mainz

16:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Sosa
für Klose
Bayern

17:08 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Hyka
für Ivanschitz
Mainz

M05

FCB

Ivanschitz überrascht Rensing - Klose auf der "10" fehlbesetzt

Grandioser Heinz Müller rettet den Sieg

Van der Heyden (Mainz) ist vor Altintop am Ball

Immer einen Schritt schneller: Peter van der Heyden (Mainz) ist vor Hamit Altintop am Ball. picture-alliance

Nach dem 1:1 Unentschieden am vergangenen Spieltag in Hannover stellte der Mainzer Coach Thomas Tuchel seine Elf auf zwei Positionen um: Svensson und Bancé kamen für Pekovic und Soto neu ins Team.

Bei den Bayern brachte Louis van Gaal nach dem 1:1 zu Hause gegen Werder Bremen einen Neuen: Braafheid (Startelf-Debüt in der Liga) kam als Linksverteidiger neu ins Team, Sosa musste auf die Bank. Pranjic rutschte eine Position nach vorne ins linke Mittelfeld, Schweinsteiger neben Tymoschuk auf die zweite "6", Klose sollte zentral hinter Gomez agieren.

Mainz stand zunächst unerwartet hoch, verwickelte den Gegner früh in Mittelfeldduelle. Schweinsteiger spielte sehr zurückgezogen, manchmal noch hinter Tymoschuk, Klose wiederum hielt sich des Öfteren auf der Zehnerposition auf. Den Münchnern schmeckte das laufintensive Spiel der Gastgeber, die durch Hoogland einen Warnschuss abgaben (8.), gar nicht. Das Starensemble fand keine Mittel, sich durch das dichte Mittelfeld zu kombinieren, verlor spätestens Mitte der gegnerischen Hälfte den Ball - ohne Tempo, pomadig, uninspiriert.

Dagegen überaus engagiert war der Auftritt der Tuchel-Elf, die nach Ballgewinn gut umschaltete. Mehr als Halbchancen durch Ivanschitz, Bancé und einen direkten Freistoß von Heller sprangen aber bis Mitte des ersten Durchgangs auch für den vom Publikum frenetisch angefeuerten Aufsteiger nicht heraus.

Dann aber schickte Schürrle halblinks Ivanschitz steil. Der Österreicher zog von der Strafraumgrenze ab, und das Leder flutschte unter Rensings Arm hindurch ins kurze Eck - der Keeper sah dabei alles andere als gut aus (25.).

Ab da war es bis kurz vor der Pause fast ein Spiel auf ein Tor. Die van Gaal-Elf, bei der Müller für Altintop kam (33.), hatte gegen nun entfesselte Mainzer zunächst Glück, keinen weiteren Treffer zu fangen, agierte in der Abwehr vogelwild: Bancés Fallrückzieher landete an der Latte (29.), wenig später köpfte der Mann aus Burkina Faso knapp drüber (33.).

Die Abstimmungsprobleme in der Deckung der Gäste waren weiterhin eklatant, die Rheinhessen nutzten das mit dem überfälligen 2:0 aus: Hoogland spielte rechts heraus auf Heller, der sofort flankte: Bancé gewann in der Mitte das Luftduell gegen den indisponierten van Buyten und nickte aus neun Metern ins linke untere Eck ein (37.).

Zweiter Wechsel beim FCB: Olic kam für Pranjic (39.). Die Münchner, nun mit wütenden Attacken, reklamierten nach Bungerts Einsatz im Strafraum gegen Gomez Elfmeter (40.), wenig später verhinderte 05-Keeper Müller gegen Gomez und Olic den Anschlusstreffer (43.).

Der 3. Spieltag

Mit einem Paukenschlag startete der zweite Durchgang: Lahm brachte den Ball von rechts nach innen auf Olic, dessen Schuss abgeblockt wurde. Müller setzte nach und flankte in die Mitte, wo Noveski das Sportgerät an Müller vorbei ins eigene Tor lenkte (47.).

Die Gäste entfachten nun mächtig Druck, Mainz hatte Mühe, die Ordnung zu halten. Die Bayern jubelten schon wenig später erneut, allerdings versagte Referee Kinhöfer dem Treffer von Olic zu Recht wegen Abseits die Anerkennung (51.). Es gab wenig Entlastung für die Hausherren, die sich der geballten Offensivpower des Rekordmeisters nach Kräften entgegenstemmten. Müller parierte gegen Schweinsteiger (56.), Bayerns Müller kam per Kopf nicht richtig hinter den Ball (60.).

Mit Pekovic für Svensson kam die etatmäßige "6" bei den Gastgebern ins Spiel (61.), wenig später Löw für den angeschlagenen Noveski (66.). Die Münchner drängten weiter, freilich ohne große Struktur. Olic scheiterte am Außenpfosten, Hoogland auf der Gegenseite an Rensing (68.). Ehe Sosa für den blassen Klose kam (72.), siegte Müller im Duell mit Müller: Der Mainzer Keeper lenkte einen 16-Meter-Knaller des Youngsters grandios über die Latte (70.).

Der Münchner Schlussspurt begann. Vor allem ein Mann stand weiter im Mittelpunkt: Heinz Müller! Der Schlussmann der Mainzer überragte auch in der Endphase und hielt zusammen mit seiner Abwehr dem stürmischen Anrennen der Gäste stand. Nach einigen turbulenten Szenen, die die Tuchel-Elf mit Glück und Können überstand (Gomez, 79., Olic, 90.), durfte der Aufsteiger den ersten Heimsieg feiern.

Am kommenden Wochenende spielen die Mainzer bereits am Freitag in Mönchengladbach. Für die Bayern kommt es am Samstag zu Hause zum Duell mit Meister Wolfsburg.