Bundesliga 2009/10, 1. Spieltag
15:50 - 19. Spielminute

Tor 0:1
Arango
Linksschuss
Vorbereitung Colautti
Gladbach

15:57 - 26. Spielminute

Tor 0:2
Colautti
Kopfball
Vorbereitung Levels
Gladbach

16:00 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Maltritz
Bochum

16:01 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Bradley
Gladbach

16:11 - 41. Spielminute

Tor 0:3
Brouwers
Kopfball
Vorbereitung Arango
Gladbach

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Freier
für Dabrowski
Bochum

16:39 - 51. Spielminute

Tor 1:3
Azaouagh
Rechtsschuss
Vorbereitung Sestak
Bochum

16:39 - 52. Spielminute

Tor 2:3
Azaouagh
Rechtsschuss
Vorbereitung Sestak
Bochum

16:47 - 59. Spielminute

Rote Karte
Dante
Gladbach

16:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Kleine
für Bobadilla
Gladbach

16:50 - 63. Spielminute

Tor 3:3
Sestak
Kopfball
Vorbereitung Fuchs
Bochum

16:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Jantschke
für Bradley
Gladbach

16:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Reus
für Matmour
Gladbach

17:03 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Imhof
Bochum

17:04 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Ono
für Azaouagh
Bochum

17:09 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Hashemian
für Klimowicz
Bochum

17:12 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Epalle
Bochum

BOC

BMG

Bochum eine Halbzeit vorgeführt - Rot für Dante

Azaouaghs Wahnsinn in 48 Sekunden

Fußball, Bundesliga: Dante wird mit Rot wegen einer Notbremse vom Platz gestellt.

Einer von vier Nackenschlägen in Durchgang zwei: Dante wird mit Rot wegen einer Notbremse vom Platz gestellt. picture-alliance

Bochum erreichte nach einem dürftigen Auftritt im DFB-Pokal die nächste Runde. Gegen die Sportfreunde Lotte gewann der VfL auswärts mit 1:0. VfL-Trainer Marcel Koller ließ gegen die Borussia exakt die selbe Startelf auflaufen, die auch gegen die Sportfreunde begann.

Gladbach setzte sich am vergangenen Wochenende im Pokal gegen den FSV Frankfurt mit 2:1 durch. Damals mit von der Partie: Oliver Neuville. Der einstige Nationalstürmer musste in Bochum auf die Bank, da Neuzugang Bobadilla seine Muskelprobleme auskuriert hatte und neben Colautti stürmte.

Beide Mannschaften spielten vom Start weg flott nach vorne. Die Gladbacher setzten aus einer sicheren Defensive auf Konter, die Bochumer suchten mit weiten Bällen den langen Klimowicz. Chancen waren in der intensiven Anfangsphase Mangelware, dennoch war es ein interessantes Spiel.

Vor allem dank der körperlichen Präsenz von Stürmer Bobadilla war die Bochumer Abwehr unter Dauerstress. Mit der ersten großen Chance ging Gladbach dann auch gleich in Führung. Bobadilla setzte sich auf links durch und flankte mit letztem Einsatz nach innen. Colautti legte perfekt ab zu Arango, der dem herausstürzenden Keeper Heerwagen aus sechs Metern keine Abwehrmöglichkeit ließ (19.). Mit diesem Tor kippte das Match im ersten Abschnitt zugunsten der Borussen. Die Bochumer agierten ab sofort völlig verunsichert, zudem war viel zu wenig Bewegung im Spiel der Koller-Elf.

Ganz anders die Frontzeck-Elf. Nach jedem Ballgewinn schaltete sie blitzschnell um und kam über Einfädler Arango immer wieder zu guten Gelegenheiten. Das 2:0 war nur eine FRage der Zeit, auch wenn die Bochumer durch Dabrowskis Kopfball und Epalles Knaller aus 15 Metern kurzfristig wieder mitspielten. Als Levels aber den völlig indisponierten Dabrowski auf rechts stehen ließ und flankte, war es passiert. Colautti stieg unbedrängt hoch und wuchtete das Leder unhaltbar in die Maschen (26.). Bochum wankte nun und zeigte schon richtige Auflösungserscheinungen. Brouwers nutzte diese Verunsicherung mit dem 3:0. Arango konnte von rechts in aller Ruhe flanken, und Keeper Heerwagen patzte dann auch noch im Luftkampf gegen Colautti (41.). Die Bochumer sehnten den Halbzeitpfiff herbei und kamen ohne weitere Gegentore in die Kabine.

Der 1. Spieltag

Dort muss es dann richtig gekracht haben, denn die Bochumer Elf des zweiten Abschnitts hatte nichts mehr mit der gemein, die am Anfang auf dem Platz stand. Bochums Trainer Koller brachte Freier für den ganz schwachen Dabrowski, doch die erste große Chance hatte zunächst die Frontzeck-Elf. Wieder war es ein perfekter Konter über Bobadillo, doch Matmour vergab die Riesenchance zum vierten Gladbacher Tor (47.).

Offensichtlich dachten die Gladbacher nun, dass es so locker weitergehen würde, aber der Schuss ging komplett nach hinten los. In der 50. Minute vergab Azaouagh die Riesenchance zum ersten Tor, doch dann folgte der große Auftritt des kleinen Mittelfeldmannes. Erst schlenzte Azaouagh die Kugel aus 18 Metern in den Winkel (51.) und ließ 48 Sekunden später ein weiteres Traumtor folgen, als er den Ball aus 22 Metern in den Winkel drosch (52.). Mit dem 2:3-Anschlusstreffer wachte auch wieder das Bochumer Stadion auf und peitschte die Heimelf nach vorne.

In der 59. Minute gab es dann ein packendes Laufduell zwischen Dante und Sestak, bei dem der slowakische Stürmer nach Körperkontakt zu Boden ging. Schiedsrichter Kempter wertete dies als Notbremse und stellte den Gladbacher Innenverteidiger mit Rot vom Platz. In der verbleibenden halben Stunde war das Geschehen nun klar vorgezeichnet: Gladbach verteidigte mit Mann und Maus (und mit Kleine für Bobadilla), die Bochumer warfen alles nach vorne und schossen Gladbachs Keeper Heimeroth die Hände heiß. Gegen den Kopfball von Sestak in der 63. Minute war er dann aber chancenlos. Nach Ballverlust Bradley flankte Fuchs nach innen, und der Slowake setzte sich gegen Kopfballspezialist Brouwers entscheidend zum 3:3 durch (63.).

In der packenden Schlussphase war Bochum dem Siegtreffer mehrfach sehr nach. Doch hätte Gladbach in der 87. Minute beinahe durch Arango nochmal gejubelt, aber Pfertzels Ellenbogen und Heerwagens Blitzreaktion verhinderten gegen Arango den möglichen Siegtreffer.

Bochum tritt kommendes Wochenende zum Ruhr-Derby auf Schalke an, Gladbach empfängt kommenden Sonntag die Hertha aus Berlin.