Europa League 2008/09, Zwischenrunde

Hinspiel: 1:2

Ergebnis nach Hin- und Rückspiel: 2:4

21:18 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Danny
Zenit

21:28 - 43. Spielminute

Tor 0:1
Semshov
Rechtsschuss
Vorbereitung Danny
Zenit

21:29 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
Anyukov
Zenit

22:04 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
Elson
für Simak
Stuttgart

22:04 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
Gebhart
für Hilbert
Stuttgart

22:10 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Huszti
Zenit

22:16 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Fayzulin
für Huszti
Zenit

22:19 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Marica
für Khedira
Stuttgart

22:24 - 80. Spielminute

Tor 1:1
Gebhart
Linksschuss
Stuttgart

22:25 - 82. Spielminute

Gelbe Karte
Gomez
Stuttgart

22:30 - 86. Spielminute

Tor 1:2
Fayzulin
Rechtsschuss
Vorbereitung Danny
Zenit

VFB

ZEN

Zenit trifft nun auf Udinese Calcio

Fayzulin beendet Stuttgarts Träume

Stuttgarts Gomez im Duell mit Semshov (re.).

Mit Haken und Ösen: Stuttgarts Gomez im Duell mit Semshov (re.). picture-alliance

Im Vergleich zum 3:3 gegen Hoffenheim tauschte Stuttgarts Trainer Markus Babbel einmal. Für den verletzten Boka (Teilabriss im rechten Knie) rutschte Träsch in die Startformation. Auch Petersburgs Coach Dick Advocaat hatte mit Ausfällen zu kämpfen. Mittelfeldstratege und Kapitän Tymoshchuk sowie Linksverteidiger Sirl wurden beim 2:1-Hinspielsieg verwernt und fehlten somit Gelb-gesperrt. Ersetzt wurden sie durch Kim und Denisov.

Anfänglich wurde den Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena ein intensives, ansehnliches und offenes Spiel geboten. Beide Mannschaften zeigten ein gepflegtes Kombinationsspiel, doch bestimmt wurde das Geschehen zunächst durch die Abwehrreihen, die hüben wir drüben sehr aufmerksam agierten. Nach knapp zehn Minuten bekamen die Schwaben leichtes Übergewicht, waren aber vor allem im Torabschluss nicht konsequent genug. Die Babbel-Elf zögerte zu lange und machte stets einen Haken zu viel, so dass Zenit-Keeper Malafeev bis dato nicht eingreifen musste.

UEFA-Cup, Zwischenrunde

Nach 13 Minuten gab's dann die erste gute Möglichkeit zu verzeichnen. Zyryanov prüfte VfB-Keeper Lehmann mit einem Schuss aus 16 Metern, doch der 39-Jährige war auf seinem Posten. Etwas später musste Anyukov in höchster Not gegen den einschussbereiten Khedira klären (20.), zwei Minuten später fackelte Gomez nicht lange und probierte es direkt aus 19 Metern, jagte die Kugel aber über das Zenit-Gehäuse.

Stuttgart blieb tonangebend, aber zu harmlos im Angriff. Die besseren Chancen hatten die Gäste aus der Zarenstadt. So verhinderte VfB-Keeper Lehmann den Rückstand gegen Danny, der aus 17 Metern abgezogen hatte (28.). Sechs Minuten später wäre der VfB dann fast doch in Führung gegangen: Cacau hatte sich gegen Krizanac durchgesetzt, traf aber aus zwölf Metern nur den linken Pfosten. Kurz darauf hatte wieder der Brasilianer die Führung auf dem Fuß, freistehend konnte er die Richtung des Balls aber nicht entscheidend verändern (40.).

Zwei Minuten vor der Pause kam dann der Schock! Osorio ließ Danny auf der linken Außenbahn flanken, Semshov kam angerauscht und jagte das Leder aus sieben Metern in die Maschen zur 1:0-Halbzeitführung für die Russen.

Stuttgarter Aufholjagd misslingt

Cacau wird von Zenits Krizanac (li.) und Kim in die Mangel genommen.

Abgetaucht: Cacau wird von Zenits Krizanac (li.) und Kim in die Mangel genommen. picture-alliance

Der VfB hatte nur noch eine Halbzeit, um zwei Tore zu erzielen. Trainer Markus Babbel vertraute zu Beginn des zweiten Durchgangs dabei auf dasselbe Personal. Und seine Schützlinge legten engagiert los, rannten sich aber immer wieder in der dicht gestaffelten Abwehrreihe der St. Petersburger fest. Babbel reagierte und brachte eine halbe Stunde vor dem Ende mit Elson und Gebhart frische Offensivkräfte, die aber gegen die taktisch sehr clever agierenden Russen ebenfalls kaum Akzente setzen konnten.

In der Schlussphase kam mit Marica für Khedira ein Stürmer für einen defensiven Mittelfeldspieler. Die Stuttgarter mussten nun höheres Risiko gehen und wurde dafür belohnt: Gebhardt profitierte von einem russischen Stockfehler, zog in den Sechzehner, tanzte dabei gleich drei St. Petersburger Verteidiger aus und verwandelte aus sieben Metern kaltschnäuzig ins linke untere Eck (80.).

Hoffnung keimte auf, doch in er 86. Minute wurde ihr der garaus gemacht: Lehmann kam aus seinem Kasten und wollte gegen Danny klären, doch der 39-Jährige war zu spät dran. Der Portugiese passte mit viel Übersicht zu Fayzulin, der aus kürzester Distanz nur noch einzuschieben brauchte und damit die Schwaben mitten ins Herz traf. Die Niederlage hätte noch höher ausfallen können, aber Fayzulin nahm's in der Nachspielzeit zu genau und traf nur den linken Pfosten (90.+2).

Für den VfB Stuttgart wird's bereits am Sonntag wieder ernst. Dann geht's nach Karlsruhe, wo das Derbyfieber grassiert. Zenit St. Petersburg dagegen kann sich wieder in die Vorbereitung verabschieden. Die russische Premier Liga beginnt nämlich erst am 14. März. Zwei Tage zuvor geht es aber im Achtelfinalhinspiel des UEFA-Cups bei Udinese Calcio bereits darum, das Runde ins Eckige zu befördern.