UEFA-Cup 2008/09, 1. Runde

Hinspiel: 0:1

Ergebnis nach Hin- und Rückspiel: 1:2

16:18 - 16. Spielminute

Tor 0:1
Grafite
Rechtsschuss
Wolfsburg

16:34 - 33. Spielminute

Gelbe Karte
Riether
Wolfsburg

17:05 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Grigore
für M. Constantin
Rapid Bukarest

17:21 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Joao Paulo
für Juliano Spadacio
Rapid Bukarest

17:23 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Dejagah
für Gentner
Wolfsburg

17:30 - 70. Spielminute

Tor 1:1
Maftei
Linksschuss
Vorbereitung Pitbull
Rapid Bukarest

17:32 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Julio Cesar
für Maftei
Rapid Bukarest

17:36 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Ricardo Fernandes
Rapid Bukarest

17:42 - 81. Spielminute

Gelbe Karte
Pitbull
Rapid Bukarest

17:44 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
M. Schäfer
Wolfsburg

17:46 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Hasebe
Wolfsburg

17:48 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Madlung
für Misimovic
Wolfsburg

17:50 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Zaccardo
für Hasebe
Wolfsburg

RBU

WOB

Wolfsburg übersteht 20-minutige Endspurt-Phase der Bukarester

Grafite sichert Gruppenphase

Grafite im Kopfball-Duell mit Rapids Constantin

Augen zu und durch: Torschütze Grafite und seine "Wölfe" sind in der UEFA-Cup Gruppenphase dpa

Wolfsburgs Trainer Felix Magath veränderte die VfL-Startformation nach der ersten Saisonniederlage der "Wölfe", dem 1:2 beim KSC, auf zwei Positionen: Ricardo Costa agierte an der Stelle von Madlung in der Innenverteidigung. Dzeko kam als zweiter Stürmer neben Grafite von Beginn, dafür musste Dejagah auf der Bank Platz nehmen.

Rapid-Coach José Peseiro stand nach drei Niederlagen in den letzten vier Ligaspielen und einem enttäuschenden elften Tabellenplatz in der Divizia Nationala A vor dem Rückspiel erheblich zur Disposition. Der Portugiese nahm im Vergleich zum knappen 0:1 im Hinspiel gleich vier personelle Änderungen vor: Torhüter Elinton, Lazar, Joao Paulo II und der bullige Kameruner Boya kamen somit in die Startformation des dreimaligen rumänischen Meisters.

Wolfsburg fand im engen, stimmungsvollen Stadion Giulesti-Valentin Stanescu gut in die Partie und zeigte schwungvolles Direktspiel und sichere Ballzirkulation. Nahezu zwangsläufig hatten die Wölfe eine erste Gelegenheit durch Grafite, dessen Kopfball jedoch am rechten Pfosten des Rapid-Gehäuses vorbeistrich (7.). Doch auch die Gastgeber versteckten sich in der höhepunktarmen Anfangsphase nicht. So hatte etwa der brasilianische Angreifer Claudio Pitbull nach einer scharfen, flachen Hereingabe vom linken Flügel die Möglichkeit, verzog aber in aussichtsreicher Position (15.). Fast im Gegenzug gingen die "Wölfe" in Führung: Grafite setzte sich robust gegen Ricardo Fernandes durch und hämmerte das Leder fulminant und unhaltbar für Elinton mit rechts in die Maschen (16.).

Kurz darauf stand bei den geschockten Gastgebern Torhüter Elinton wieder im Blickpunkt, als er einen fein gezirkelten Freistoß von Misimovic um den Pfosten lenken musste (18.). Wolfsburg hatte in der Folge die Partie sicher im Griff, zeigte die reifere Spielanlage und war auch bei Offensivansätzen gefährlicher als das deutlich verunsicherte Peseiro-Team. Rapids Bemühen wieder mehr Spielkontrolle zu bekommen war zwar ersichtlich, aber der Tabellenelfte der rumänischen Liga agierte zu ideenlos und ohne nötiges Tempo in der Vorwärtsbewegung.

Das an sich schon höhepunktarme Spiel verflachte in der Folge immer weiter, so dass das Spiel sicher verwaltende und im Abwehrverbund gut sortierte Wolfsburger bis zur Halbzeit nicht mehr in Bedrängnis kamen.

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"Wölfe"-Coach Magath verzichte auf einen Wechsel zu Beginn des zweiten Durchgangs. Schnell hatte seine Elf die Chance zum 2:0: Misimovic bediente Landsmann Dzeko maßgenau in den Lauf. Dieser lief aufs Tor zu, scheiterte jedoch aus 12 Metern am herauslaufenden Rapid-Keeper Elinton (52.) Während in dieser Phase die Bukarester keine Torgefahr und Durchschlagskraft zeigten, vergab Wolfsburg einige gute Konteransätze und Chancen etwa durch Josué (61.). So plätscherte das Spiel vor sich hin.

Ausgehend von der 70. Spielminute entschieden sich die Peseiro-Schützlinge noch einmal zu einem mutigen Endspurt. Startpunkt hierfür war ein Freistoß an die Latte durch den fortan aufdrehenden und schussstarken Claudio Pitbull: Seinen klasse gezirkelten Ball auf das Tor konnte Benaglio mit den Fingerspitzen nur an die Latte lenken. Im Nachschuss war dann Maftei erfolgreich (70.).

Der Ausgleich lähmte das Spiel des nun konfus wirkenden VfL in dem Maße, in dem es Rapid Auftrieb gab. Die "Wölfe" verloren gegen engagiert nach vorne spielende Gastgeber vollkommen den spielerischen Faden. Doch agierte der rumänische Hauptstadtklub in den letzten Minuten zu kopflos, so dass Tormöglichkeiten durch den eingewechselten Julio Cesar (78.) und Boya (86.) ungenutzt blieben. In der Nachspielzeit brachte Magath noch Madlung für Misimovic, um das Ergebniss zu sichern, was letztlich auch gelang.

Während auf die Rumänen nun wieder der Ligaalltag wartet, kann der VfL Wolfsburg gespannt der Auslosung für die Gruppenphase des UEFA-Cups entgegen sehen. Diese findet am 7.Oktober in Nyon statt. In der Bundesliga haben die "Wölfe" am kommenden Spieltag ein schwieriges Auswärtsspiel vor der Brust. Die Magath-Schützlinge gastieren kommenden Sonntag bei Schalke 04.