2. Bundesliga 2008/09, 13. Spieltag
14:05 - 4. Spielminute

Tor 1:0
Allagui
Kopfball
Vorbereitung Takyi
Fürth

14:10 - 10. Spielminute

Gelbe Karte
Bodzek
Duisburg

14:18 - 18. Spielminute

Tor 1:1
Makiadi
Kopfball
Vorbereitung Wagner
Duisburg

14:20 - 19. Spielminute

Spielerwechsel
Tararache
für Schlicke
Duisburg

14:29 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Allagui
Fürth

14:46 - 45. Spielminute

Tor 1:2
Sahan
Rechtsschuss
Duisburg

15:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Skeraj
für Felgenhauer
Fürth

15:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Kotuljac
für Reisinger
Fürth

15:10 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Karaslavov
Fürth

15:10 - 53. Spielminute

Foulelfmeter
Tararache
verschossen
Duisburg

15:11 - 54. Spielminute

Tor 1:3
Sahan
Rechtsschuss
Vorbereitung Makiadi
Duisburg

15:15 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Tararache
Duisburg

15:25 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Branco
Duisburg

15:32 - 75. Spielminute

Tor 2:3
Ilicevic
Rechtsschuss
Fürth

15:31 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Nehrig
für Wörle
Fürth

15:34 - 78. Spielminute

Tor 3:3
Kotuljac
Kopfball
Vorbereitung Karaslavov
Fürth

15:37 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Grlic
Duisburg

15:39 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Schildenfeld
für Sahan
Duisburg

15:42 - 86. Spielminute

Tor 4:3
Nehrig
Handelfmeter,
Rechtsschuss
Fürth

15:46 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Terodde
für Branco
Duisburg

15:48 - 90. + 2 Spielminute

Gelbe Karte
Mauersberger
Fürth

FUE

MSV

Sahan trifft doppelt - Umstrittener Handelfmeter entscheidet

Möhlmanns Joker richten es

Fußball, 2. Bundesliga. Charles Takyi von der SpVgg Greuther Fürth, gegen Adam Bodzek vom MSV Duisburg.

Intensive Partie: der Fürther Charles Takyi im Duell mit dem Duisburger Adam Bodzek. picture-alliance

Fürths Trainer Benno Möhlmann veränderte seine erste Elf auf einer Position gegenüber dem 1:1 in Augsburg. Schröck fehlte verletzungsbedingt, dafür rückte Mauersberger rein. Der Linksfuß spielte auf der linken Abwehrseite, Felgenhauer ging wieder nach rechts in der Abwehrkette.

MSV-Interimscoach Heiko Scholz baute nach dem 0:1 gegen Ahlen seine Anfangself auf drei Positionen um: Tararache, Christ und Kouemaha waren nicht dabei, dafür spielten Grlic, Sahan und Wagner.

Die Franken wollten von Anfang an die vermeintliche Verunsicherung der Duisburger ausnutzen und setzten den MSV sofort unter Druck. Vor allem Takyi, Allagui und Ilicevic stellten die Abwehr des MSV vor Probleme, weil sie sehr viel rochierten und flüssig kombinierten. Die Führung für die SpVgg fiel allerdings nach einer Standardsituation: Takyi brachte die Freistoßflanke von rechts rein, in der Mitte ließ Makiadi den SpVgg-Torjäger Allagui außer Acht und der Deutsch-Tunesier köpfte unbedrängt ein (4.). Es war sein elftes Saisontor.

Wer nun gedacht hätte, dass die Duisburger die Köpfe hängen lassen würden, sah sich getäuscht. Vor allem Grlic riss nun immer mehr das Spiel an sich, verteilte die Bälle und war auch bei Standards der gefragte Mann. Nach einer Grlic-Ecke zeigten sich die Fürther völlig desorientiert. Wagners Kopfball kratzte Felgenhauer erst noch von der Linie, doch dann schaltete Makiadi am schnellsten und drückte die Kugel per Kopf über die Linie (18.).

Zwar hätte Takyi fast im Gegenzug die Franken wieder in Front geschossen (19.), doch schien der Gegentreffer bei Fürth richtig Wirkung zu zeigen. In der Offensive lief nun nicht mehr viel zusammen, die Defensive der Duisburger stand ab der 20. Minute recht sicher. Und das, obwohl die Zebras Innenverteidiger Schlicke mit einer Sprunggelenksverletzung früh ersetzen mussten. Zudem spielte die Scholz-Elf jetzt viel mutiger nach vorne und hatte in der 26. Minute in Führung gehen müssen, als Heller und Schwarz alleine vor SpVgg-Keeper zu unentschlossen agierten.

Als sich kurz vor der Pause mal wieder Allagui für die Fürther bemerkbar machte - seinen Kopfball konnte Herzog sicher runterpflücken - schaltete der MSV blitzschnell um. Nach einem weiten Ball aus der Abwehr fand Sahan die SpVgg-Abwehr noch völlig unsortiert vor. Der linke Mittelfeldmann ließ Felgenhauer, der komplett falsch stand, stehen und tunnelte auch noch Burkhardt. Alleine vor Loboué behielt er die Nerven und schob flach ein (45.). Mit dieser verdienten Führung gingen die Zebras in die Halbzeitpause.

Der 13. Spieltag

In dieser wechselte Möhlmann aus, war offensichtlich von den Darbietungen von Reisinger und Felgenhauer ziemlich bedient. Für das Duo kamen Skeraj und Kotuljac. Besser wurde das Spiel der Franken nicht, ganz im Gegenteil. In der Offensive konnten sich die Fürther so gut wie gar nicht mehr in Szene setzen, und in der Defensive offenbarten sie größte Schwächen. So zum Beispiel in der 52. Minute, als Karaslavov den MSV-Stürmer Wagner laufen ließ und ihn im Straraum zu Boden drückte. Den etwas schmeichelhaften Elfmeter vergeigte Tararache in fast peinlicher Manier, als der Rumäne den Ball flach in die Arme von SpVgg-Keeper Loboué schob (53.).

Offensichtlich war dem MSV diese Elfmetermöglichkeit zu einfach, denn schon beim nächsten Angriff machten die Duisburger mit einer super Kombination dann doch das 3:1. Makiadi war einmal mehr über rechts durchgebrochen und legte genau zurück zu Sahan. Der Türke kam aus dem Rückraum angerauscht und versenkte die Kugel mit einem feinen Schlenzer ins Eck zur Zwei-Tore-Führung (54.).

Nach dieser Aktion schien die Möhlmann-Elf mausetot. Offensiv ohne Durchschlagskraft, defensiv anfällig, die SpVgg machte nicht den Eindruck, als könnte sie das Spiel nochmal drehen. Doch dann legte Duisburgs Abwehrmann Branco eine Kopfballabwehr genau vor die Füße von Ilicevic. Der Kroate stoppte den Ball am Elfmeterpunkt runter und schlenzte die Kugel in den rechten Winkel (75.).

Das sollte der Startschuss sein für eine fulminate Schlussphase. Nur drei Minuten später machte Joker Kotuljac nach einer Ecke aus dem Gefühl heraus den Ausgleichstreffer (78.). Die Fürther waren nun obenauf und wollten nach der weitestgehend verschlafenen zweiten Halbzeit nun doch noch den Dreier einfahren. Dies gelang auch, allerdings war die Entscheidung von Schiedsrichter Fischer in einer unübersichtlichen Situation mit Tararache und Schildenfeld auf Handelfmeter zu entscheiden, sehr gewagt. Joker Nehrig war es egal, er verwandelte sicher zum 4:3-Siegtreffer (86.). Unter dem Strich war es sehr glücklicher Sieg für die Franken, die Duisburger hätten einen Punkt verdient gehabt.

Die Fürther "reisen" am kommenden Sonntag über die Stadtgrenze zum Derby nach Nürnberg, die Duisburger empfangen am Freitag den Aufsteiger aus Frankfurt.