2. Bundesliga 2008/09, 11. Spieltag
18:40 - 40. Spielminute

Tor 0:1
Koen
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung De. Schmidt
Wehen

19:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Wörle
für Nehrig
Fürth

19:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Reisinger
für L. Haas
Fürth

19:04 - 47. Spielminute

Gelbe Karte
De. Schmidt
Wehen

19:07 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Koen
Wehen

19:11 - 54. Spielminute

Tor 1:1
Allagui
Linksschuss
Vorbereitung Ilicevic
Fürth

19:21 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
A. Öztürk
für Siegert
Wehen

19:22 - 65. Spielminute

Gelbe Karte
König
Wehen

19:35 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Lakicevic
für Koen
Wehen

19:38 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Sararer
für Takyi
Fürth

19:47 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
B. Hübner
für De. Schmidt
Wehen

FUE

WEH

Koen verwandelt etwas strittigen Elfmeter

Allagui ist erneut zur Stelle

Sami Allagui

Auf dem Weg zum zehnten Liga-Treffer: Fürths Torjäger Sami Allagui. dpa

Trotz des 2:1-Erfolges in Rostock baute SpVgg-Trainer Benno Möhlmann die Startelf um: Hinten rechts verteidigte Skeraj. Haas kam für den Auswärts-Sechser Wörle ins Team und spielte hinter den Spitzen. Als Heimsechser rückte Burkhardt zurück.

Der Wehener Coach Christian Hock baute die erste Elf auch um: Schwarz im Mittelfeld und Diakité im Sturm waren nicht dabei, dafür rückten Panandetiguiri und Koen nach dem 0:0 gegen Ingolstadt rein. Die Ex-Fürther Kokot und Simac waren von Anfang an dabei.

Die Fürther fanden über die gesamte erste Halbzeit überhaupt nichts ins Spiel. Offensichtlich nahmen die Franken die Aufgabe gegen den Tabellenletzten etwas zu sehr auf die leichte Schulter. Nach dem starken Auftritt an der Ostsee war die Möhlmann-Elf in den ersten 45 Minuten nicht wiederzuerkennen - entsprechend aufgebracht tigerte der Coach an der Linie herum. Nur einen Angriff trugen die Fürther flüssig vor, doch der endete mit einem von Takyi abgeblockten Schuss, der den Franken in der 33. Minute die erste Ecke bescherte. Speziell aus der Mitte heraus mit den sonst spielstarken Burkhardt und Haas kamen zu wenig Impulse, auch die Außen Nehrig und Ilicevic fanden im ersten Abschnitt praktisch nicht statt.

Wehen Wiesbaden machte dies wesentlich besser. Eben speziell über die Außenbahnspieler Koen und Siegert suchte das Schlusslicht den Weg nach vorne. Nach einem Sololauf von Siegert hatte Schmidt schon das 1:0 auf dem Fuß, doch SpVgg-Kapitän Felgenhauer warf sich in dessen Schuss aus sieben Metern und verhinderte so das Tor.

Wehens Youngster Schmidt war dann aber auch der Hauptdarsteller beim tatsächlichen Führungstor für die Hock-Elf. Der Mittelfeldmann sprang nach einer gut getimten Siegert-Flanke hoch zum Kopfball und wurde in der Luft leicht von Rechtsverteidiger Skeraj weggedrückt und kam so nicht mehr zum Abschluss. Dabei riss er die Arme ein wenig theatralisch hoch und Schiedrichter Thielert pfiff einen etwas strittigen Elfmeter. Routinier Koen ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte (40.). SpVgg-Keeper Loboué war in der richtigen, rechten Ecke, doch dem Ivorer fehlten zur Parade ein paar Zentimeter. Die Halbzeitführung war dennoch nicht unverdient, denn die Gäste waren einfach das klar aktivere Team bis zum Pausenpfiff.

Der 11. Spieltag

In der Halbzeitpause entschied sich Möhlmann zum Doppelwechsel. Der SpVgg-Coach brachte Wörle und Reisinger für Nehrig und Haas, die nicht gerade einen Schokoladentag erwischten. Sogleich wurde das Spiel der Franken zielgerichteter, zwei schnelle Gelbe Karten für Koen und Schmidt für Foulspiele rund um den eigenen Strafraum belegten den zunehmenden Druck der Franken.

Das flüssigere Offensivspiel der Möhlmann-Elf wurde dann auch recht schnell belohnt. Ilicevic hob das Leder gefühlvoll in die Sturmmitte, dort löste sich Allagui blitzschnell von den Innenverteidigern Kopilas und Simac und vollstreckte per Flachschuss aus 17 Metern. Der Linksschuss ins lange Eck war der zehnte Liga-Treffer für den Deutsch-Tunesier.

Nach dem flotten Beginn verflachte die Partie aber wieder. Die Wehener sortierten sich defensiv neu und waren bald wieder Herr der Lage. Und hatten die Riesenchance durch Schmidt zur erneuten Führung, doch SpVgg-Keeper Loboué lenkte den Kopfball-Aufsetzer aus kürzester Distanz um den Pfosten (77.). Auf der Gegenseite hatten die Fürther auch mit zwei Kopfbällen die Möglichkeit zur Führung, doch erst köpfte Reisinger aus drei Metern unbedrängt drüber (80.), dann fischte Keeper Walke Burkhardts Kopfstoß nach Sararers Flanke aus dem langen Eck (84.).

Das sollte es mit der Schlussoffensive der Möhlmann-Elf gewesen sein. Die SpVgg kann mit dem Remis den Abstand zu den Topmannschaften nicht verkürzen, Wehen Wiesbaden holt nach drei Auswärtspleiten in Folge mal wieder einen Zähler in der Fremde.

Fürth reist am nächsten Spieltag zum bayerischen Derby nach Augsburg, wo die SpVgg am Sonntag antritt. Erneut am Freitag bekommt es Wehen Wiesbaden mit dem nächsten Brocken zu tun, wenn die Hock-Elf sich mit dem 1. FC Kaiserslautern misst.