Bundesliga 2008/09, 33. Spieltag
15:38 - 9. Spielminute

Gelbe Karte
Schindzielorz
Wolfsburg

15:38 - 9. Spielminute

Gelbe Karte
Balitsch
Hannover

15:41 - 12. Spielminute

Gelbe Karte
Fahrenhorst
Hannover

15:44 - 14. Spielminute

Tor 0:1
Dzeko
Rechtsschuss
Vorbereitung Hasebe
Wolfsburg

15:48 - 19. Spielminute

Spielerwechsel
Vinicius
für Fahrenhorst
Hannover

16:03 - 33. Spielminute

Tor 0:2
Grafite
Linksschuss
Vorbereitung Dzeko
Wolfsburg

16:06 - 36. Spielminute

Tor 0:3
Grafite
Rechtsschuss
Vorbereitung Gentner
Wolfsburg

16:37 - 50. Spielminute

Spielerwechsel
B. Schulz
für Herrmann
Hannover

16:41 - 54. Spielminute

Tor 0:4
Dzeko
Kopfball
Vorbereitung Misimovic
Wolfsburg

16:45 - 58. Spielminute

Spielerwechsel
Rausch
für Tarnat
Hannover

16:46 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Vinicius
Hannover

16:51 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Dejagah
für Gentner
Wolfsburg

17:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel
Okubo
für Misimovic
Wolfsburg

17:08 - 79. Spielminute

Tor 0:5
Dzeko
Kopfball
Vorbereitung Hasebe
Wolfsburg

17:10 - 81. Spielminute

Spielerwechsel
Simunek
für Grafite
Wolfsburg

H96

WOB

96 hält der VfL-Offensive nicht stand

Dzeko und Grafite treffen meisterlich

Grafite (VfL Wolfsburg) bejubelt das 2:0

Der Blick geht nach oben: Grafite war von Hannover nicht zu stoppen. picture-alliance

96-Coach Dieter Hecking brachte gegenüber dem 3:2-Sieg beim KSC gleich vier Neue: Christian Schulz fehlte wegen einer Grippe-Erkrankung, Fahrenhorst übernahm in der Innenverteidigung. Routinier Tarnat durfte in seinem möglicherweise letzten Heimspiel für Hannover von Beginn an ran, erstmals hingegen stand Herrmann in der Startelf. Rausch und Bastian Schulz mussten dafür auf die Bank und saßen neben Schlaudraff, dem Stajner vorgezogen wurde.

VfL-Trainer Felix Magath beließ es nach dem 3:0-Heimsieg gegen den BVB bei einer personellen Änderung, die er gezwungenermaßen vornehmen musste: Mittelfeld-Stabilisator Josué fehlte gesperrt (5. Gelbe Karte), den Platz des Brasilianers nahm Schindzielorz ein.

Von Beginn an lieferten sich beide Teams bei besten äußeren Bedingungen einen offenen Schlagabtausch: Die 96-Fans hatten den Torschrei bei einem abgefälschten Krzynowek-Freistoß, der am Pfosten landete, bereits auf den Lippen (10.). Die Gäste deuteten ihre Gefährlichkeit über Grafite (4.) und Dzeko (10.) an.

Der 33. Spieltag

Ein Tor lag entsprechend in der Luft – und es verwundert nicht, dass es ein Wolfsburger Angreifer war, der zuschlug: Dzeko nahm eine leicht abgefälschte Hasebe-Flanke mit der Brust an und jagte das Leder – von Eggimann beobachtet, aber nicht attackiert – per Dropkick aus 17 Metern genau ins rechte obere Eck. Enke war machtlos (14.).

Die 96er brauchten einige Minute, um diesen Schock zu verdauen, und mussten zudem noch den Ausfall von Fahrenhorst verkraften, der durch Vinicius ersetzt wurde. Ein Schuss von Bruggink, den Benaglio mit einer eindrucksvollen Flugeinlage aus dem Toreck fischte (26.), diente für den VfL als Weckruf. Die Gäste legten einen Zwischenspurt ein und sorgten für klare Verhältnisse. Gentners Schuss aus zehn Metern klatschte noch an die Latte (30.), aber Tore schießen in Wolfsburg ist Chefsache: Innerhalb von nur drei Minuten schraubte Grafite das Ergebnis auf 3:0 und sein persönliches Torkonto auf 26! Jeweils nach Angriffen über die linke Seite war Grafite gedankenschneller als Eggimann und vollstreckte beide Male aus kurzer Distanz (33., 36.).

Mit der klaren Führung im Rücken wurde die Magath-Elf etwas nachlässig, aber die „Roten“ aus der Landeshauptstadt konnten daraus kein Kapital schlagen. Nach Benaglios Irrlauf nach einer Ecke köpfte Vinicius drüber (39.), Forssell scheiterte freistehend am Schweizer Schlussmann (42.).

Wolfsburg-Fans mit einer Nachbildung der Meister-Schale

Eine Hand an der Schale: Der VfL steht knapp vor dem ersten Titel. picture-alliance

Routiniert spielten die "Wölfe" die Partie nach der Pause zu Ende. Sollte sich Hannover in der Pause noch vorgenommen haben, etwas Zählbares zu erreichen, waren diese vagen Hoffnungen nach wenigen Minuten zunichte gemacht: Misimovic flankte unbedrängt exakt in den Lauf von Dzeko, der aus wenigen Metern sicher zum 4:0 einköpfte (54.).

Die Luft war raus. Wolfsburg ließ die nötige Zielstrebigkeit vermissen, um durchaus mögliche weitere Treffer zu erzielen. Doch auch im Schongang reichte es noch zu einem fünften Treffer: Hasebe flankte hoch herein, Dzeko setzte sich gegen Vinicius durch und erzielte per Kopf seinen 25. Saisontreffer (79.). Der passende Schlusspunkt in einem letztlich einseitigen Spiel.

Hannover tritt am letzten Spieltag in Bielefeld an und greift so noch in den Abstiegskampf ein. Dann jedoch ohne Balitsch, der wegen der zehnten Gelben Karte gesperrt fehlen wird. Wolfsburg will mit einem Heimsieg gegen Werder Bremen die Meisterschaft perfekt machen.