Bundesliga 2008/09, 32. Spieltag
20:12 - 11. Spielminute

Tor 1:0
Iashvili
Linksschuss
Karlsruhe

20:20 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Görlitz
Karlsruhe

20:25 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Drpic
Karlsruhe

20:33 - 32. Spielminute

Tor 2:0
Stindl
Rechtsschuss
Vorbereitung Eichner
Karlsruhe

20:36 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
da Silva Pinto
Hannover

20:35 - 35. Spielminute

Spielerwechsel
Herrmann
für Schlaudraff
Hannover

20:43 - 42. Spielminute

Tor 2:1
da Silva Pinto
Rechtsschuss
Hannover

20:46 - 45. Spielminute

Tor 2:2
Forssell
Rechtsschuss
Vorbereitung Krzynowek
Hannover

21:13 - 57. Spielminute

Spielerwechsel
Fahrenhorst
für B. Schulz
Hannover

21:21 - 64. Spielminute

Tor 2:3
Balitsch
Rechtsschuss
Vorbereitung Bruggink
Hannover

21:34 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Kapllani
für Engelhardt
Karlsruhe

21:40 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Franz
Karlsruhe

21:41 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Stajner
für da Silva Pinto
Hannover

KSC

H96

KSC-Abstieg rückt immer näher - 96 zum vierten Mal ungeschlagen

Pinto: Vorne hui, hinten pfui

KSC-Spieler bejubeln das 2:0 durch Stindl (2.v.l.).

Kurz Freude: Nach dem 2:0 durch Stindl (2.v.l.) war die Freude beim HSC Riesengroß, am Ende standen die Badener mit leeren Händen da. picture-alliance

KSC-Coach Edmund Becker musste im Vergleich zur 0:4-Schlappe bei Borussia Dortmund auf den verletzten Federico (Schienbeinkopfprellung) verzichten. Er wurde durch Stindl vertreten. Auf der anderen Seite sah Hannovers Trainer Dieter Hecking nach dem 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt keinen Grund, seine Startelf umzubauen.

Die Karlsruher wollten unbedingt den letzten Strohhalm im Kampf um den Klassenerhalt ergreifen und dies untermauerten sie gleich zu Beginn. Die Badener drückten mächtig auf die Tube und hatten bereits nach fünf Minuten die erste gute Möglichkeit: Engelhardt probierte es auf dem seifigen Boden - es regnete in Strömen - bei einem Freistoß vom rechten Strafraumeck schoss er aber knapp rechts vorbei.

Der 32. Spieltag

Die Niedersachsen warteten erst einmal ab und setzten über Konter Nadelstiche, doch Krzynowek jagte das Leder aus guter Position drüber (7.). An sich spielte zunächst aber nur eine Mannschaft, der KSC. Die Gastgeber waren bis in die Haarspitzen motiviert und wurden nach elf Minuten für ihre engagierte Spielweise belohnt: Eine Görlitz-Hereingabe von rechts köpfte Pinto direkt vor die Füße von Iashvili, der sich bedankte und aus 15 Metern ins rechte Eck einnetzte. Fast im Gegenzug hätte Pinto ausgleichen können, aber der Rechtsverteidiger scheiterte nach einem Sololauf an KSC-Schlussmann Miller.

Danach wurden die 96er jedoch besser und gestalteten das Duell deutlich offener, nur fehlte es ihnen an Durchschlagskraft. Bis auf einen Freistoß von Krzynowek, der knapp über die Latte segelte (25,), konnten die Gäste kaum Akzente setzen. Die Becker-Elf war in dieser Hinsicht besser! Nach 32 Minuten erkämpfte sich Kennedy gegen Pinto an der linken Eckfahne das Leder, legte dann zurück auf Eichner, der in den Strafraum eindrang und mit Überischt auf Stindl ablegte. Dessen abgefälschter Schuss aus 15 Metern führte zum 2:0. 96-Coach Hecking reagierte und nahm den unauffälligen Schlaudraff herunter, für den Herrmann kam. Die nächste Chance hatte aber erneut der KSC, Kennedy köpfte jedoch links daneben (37.).

Kurz vor der Pause schlug Hannover unter gütiger Mithilfe von KSC-Keeper Miller aber zurück: Der 27-Jährige leistete sich bei einem Pinto-Schuss aus 23 Metern einen groben Schnitzer - 2:1 (42.). Für die Gastgeber kam es aber noch dicker, denn in der 45. Minute passte Pinto wunderbar in die Gasse zu Krzynowek, der im Sechzehner Miller umkurvte und von der linken Grundlinie in die Mitte flankte. Dort stand Forssell, der den Ball aus kürzester Distanz zum 2:2-Halbzeitstand über die Linie drückte.

Hannover dreht das Spiel

Hannovers Pinto (li.) im Zweikampf mit Eichner.

Voller Einsatz: Hannovers Pinto (li.) im Zweikampf mit Eichner. picture-alliance

Auch im zweiten Durchgang blieb es eine rasante Partie, in der vor allem Karlsruhe weiter nach vorne spielte. Die Badener zeigten aber in der Chancenverwertung nun Schwächen. Die beste vergab Freis im Eins-gegen-Eins gegen Hannovers Schlussmann Enke (52.). In der Folge verflachte das Spiel ein wenig, zwar blieben die Gastgeber weiter bemüht, konnten sich aber gegen nun defensiv besser organisierte Hannoveraner nicht entscheidend durchsetzen.

Auf der Gegenseite hebelten die 96er mit einem einfachen Doppelpass die gesamte KSC-Defensive aus und drehten dadurch das Spiel: Nach einer Kombination über Pinto, Bruggink und Balitsch tauchte letzterer plötzlich freistehend vor Miller auf und traf aus elf Metern ins linke Eck (64.). Sechs Minuten später glich Iashvili wieder aus, der Treffer wurde dem Georgier aber nicht anerkannt. Kennedy befand sich zwar im Abseits, behinderte Enke aber nicht eindeutig - somit eine Fehlentscheidung von Gräfe.

Der Abstiegskandidat gab sich dennoch nicht geschlagen und warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, konnte eine erneute Wende aber nicht herbeiführen.

Am kommenden Samstag ist der Karlsruher SC zu Gast bei Werder Bremen, während Hannover zeitgleich den VfL Wolfsburg empfängt.