Bundesliga 2008/09, 31. Spieltag
21:20 - 21. Spielminute

Tor 1:0
Kießling
Kopfball
Vorbereitung Renato Augusto
Leverkusen

21:23 - 22. Spielminute

Tor 1:1
Friedrich
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Kucera
Bielefeld

21:39 - 39. Spielminute

Tor 1:2
Tesche
Kopfball
Vorbereitung Marx
Bielefeld

21:43 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
Marx
Bielefeld

22:01 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Castro
Leverkusen

22:24 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Charisteas
für Vidal
Leverkusen

22:30 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Tesche
Bielefeld

22:32 - 76. Spielminute

Spielerwechsel
Wichniarek
für V. Munteanu
Bielefeld

22:33 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Barnetta
für Kroos
Leverkusen

22:35 - 79. Spielminute

Tor 2:2
Helmes
Linksschuss
Vorbereitung Barnetta
Leverkusen

22:43 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Lamey
für Tesche
Bielefeld

22:48 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel
Janjic
für Katongo
Bielefeld

LEV

BIE

Friedrich trifft ins eigene Tor

Bayers Heimkomplex besteht weiter

Kießling köpft das 1:0.

Die Bayer-Führung: Kießling überspringt Mijatovic und trifft zum 1:0. picture alliance

Leverkusens Trainer Bruno Labbadia hatte nach dem 2:1 auf Schalke keinen Grund, seine Startformation zu verändern und ließ exakt dieselbe Elf auflaufen. Ein Comeback gab es trotzdem. Bernd Schneider stand nach seiner langwierigen Rückenverletzung erstmals seit über einem Jahr wieder im Bayer-Kader.

Arminia-Coach Michael Frontzeck wechselte im Vergleich zum 2:2 gegen Stuttgart einmal. Munteanu kam für den Gelb-gesperrten Halfar ins Team.

Mit halbstündiger Verspätung - wegen eines Brandes in der Düsseldorfer U-Bahn wurde der Anstoß nach hinten verlegt - nahm die Partie in der LTU-Arena nur langsam Fahrt auf. Leverkusen verzichtete darauf, gleich zu Beginn ein Offensiv-Feuerwerk abzubrennen und beschränkte sich auf ein optisches Übergewicht im Mittelfeld. In der neutralen Zone spielte Bayer oft quer, während die Arminia das tempoarme Treiben aus einer dicht gestaffelten Defensive heraus beobachtete und kaum Mühe hatte, die Hausherren vom eigenen Tor fernzuhalten.

Die Labbadia-Elf schien gänzlich ihrer technischen Überlegenheit zu vertrauen und hatte mit ihrem Auftritt, den man sowohl als geduldig als auch pomadig interpretieren konnte, zunächst auch Erfolg. Nachdem Kirch auf der Gegenseite an einer Munteanu-Hereingabe vorbeigesegelt war (8.), und Eilhoff einen Kadlec-Freistoß entschärft hatte (17.), ging Leverkusen in Front. Castro bediente rechts Renato Augusto, der das Leder butterweich nach innen hob, wo sich Kießling im Luftduell gegen Mijatovic durchsetzte und zum 1:0 einköpfte (21.).

Lange konnte sich die Werkself allerdings nicht freuen, denn Bielefeld schlug umgehend zurück. Einen Munteanu-Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte Kucera zu Friedrich, von dessen Kopf das Spielgerät unhaltbar für Adler ins eigene Tor sprang - 1:1 (22.). Außer auf das Resultat hatten die beiden Treffer allerdings keine Auswirkungen. Im gewohnten Trott ging es im Mittelfeld weiter gemächlich zu. Leverkusen agierte bei seinen wenigen Chancen nicht zwingend genug - Kroos und Kießling behinderten sich gegenseitig (29.), Kroos schoss drüber (36.) -, während die Arminia bei eigenen Chancen ebenfalls kaum Gefahr entfachen konnte.

So war es kein Zufall, dass die Gäste in Folge einer weiteren Standardsituation in Führung gingen. Diesmal war es Marx, der den Ball hoch in den Strafraum brachte, wo der alleingelassene Tesche zum 1:2 einnickte. Der Treffer hätte allerdings nicht zählen dürfen, denn Tesche stand zum Zeitpunkt der Ballabgabe klar im Abseits (39.). Es war die letzte nennenswerte Aktion einer weitgehend unspektakulären ersten Halbzeit.

Der 31. Spieltag

Die Werkself kam deutlich engagierter aus der Kabine, zeigte nun deutlich mehr Zug zum Tor und erarbeitete sich Chancen. Die vorerst beste Gelegenheit vergab Kießling, als er eine Kadlec-Ecke freistehend aus fünf Metern über die Latte setzte (56.). Bielefeld kam nur noch selten nach vorne, dafür offenbarte Bayer-Keeper Adler wiederholt Unsicherheiten. Der Schlussmann hatte bei gleich zwei missratenen Klärungsversuchen Glück, dass diese folgenlos blieben.

Bayer gab auch in der Folge den Ton an und kam vereinzelt zu guten Möglichkeiten, tat sich aber weiter schwer, eine Vielzahl an Großchancen herauszuspielen. Kroos, der sich als Aktivposten hervortat, zielte wie schon vor dem Seitenwechsel von der Strafraumkante knapp drüber (65.), Vidal ebenso haarscharf vorbei (67.). Viel mehr war für die Hausherren vorerst aber nicht drin.

Labbadia reagierte und brachte mit Charisteas und Barnetta frisches Offensivpersonal. Der Schweizer stand gerade zwei Minuten auf dem Platz, als sich seine Hereingabe bereits bezahlt machte. Barnetta passte von der Grundlinie zurück zum völlig freistehenden, bis dahin aber absolut unauffälligen Helmes, der aus 13 Metern flach mit links zum 2:2 einschoss (79.).

Leverkusen suchte in der Schlussphase spielerisch die Entscheidung, hatte jedoch Glück, dass Katongo auf der Gegenseite nicht zum Gästesieg traf. Der Sambier scheiterte erst an Adler (82.), ehe er fünf Minuten später am etwas übermotiviert aus dem Tor stürzenden Keeper bereits vorbei war, jedoch von Castro geblockt wurde (87.). Weitere zwei Zeigerumdrehungen später verfehlte er das Gehäuse aus der zweiten Reihe nur knapp (89.). So blieb es letztlich beim 2:2, das sich die Arminia durchaus verdient hatte.

Leverkusen tritt am Dienstag bei den Bayern an, Bielefeld empfängt am Mittwoch Hoffenheim.