Bundesliga 2008/09, 31. Spieltag
17:15 - 16. Spielminute

Spielerwechsel
Kobiashvili
für Pander
Schalke

17:22 - 23. Spielminute

Foulelfmeter
Marin
verschossen
Gladbach

17:32 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
van den Bergh
Gladbach

17:38 - 39. Spielminute

Spielerwechsel
Colautti
für van den Bergh
Gladbach

18:14 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Höwedes
für Kobiashvili
Schalke

18:19 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Neuville
für Baumjohann
Gladbach

18:30 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Rafinha
Schalke

18:35 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Marin
Gladbach

18:39 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Kuranyi
Schalke

18:40 - 84. Spielminute

Spielerwechsel
Callsen-Bracker
für Brouwers
Gladbach

18:45 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Asamoah
für Farfan
Schalke

18:46 - 90. Spielminute

Tor 1:0
Colautti
Rechtsschuss
Vorbereitung Neuville
Gladbach

BMG

S04

Gladbach feiert wichtigen Sieg - Schalke muss Europacup-Hoffnungen begraben

Colauttis später Schuss ins Glück

Levan Kobiashvili gegen Marko Marin

Viel Stückwerk: Schalke Levan Kobiashvili (re.) gegen Gladbachs Marko Marin. picture alliance

Hans Meyer nahm nach dem 1:2 in München drei Änderungen vor. Van den Bergh, der zuletzt gelbgesperrte Baumjohann und Marin begannen bei den Gastgebern anstelle von Callsen-Bracker, Levels und Pauwe. Bei Schalke wechselte Interimstrainer Mike Büskens im Vergleich zum 1:2 gegen Leverkusen zweimal. Jones kehrte nach Gelb-Rot-Sperre zurück ins Team, neben ihm spielte Engelaar im defensiven Mittelfeld erstmals unter Büskens von Beginn an. Kobiashvili und Höwedes mussten weichen.

Schalke übernahm gegen vorsichtige Gladbacher früh die Kontrolle in einem Spiel, dem über weite Strecken der nötige Schwung fehlte. Bei zwei Ecken von Farfan (4./12.) machte Borussia-Keeper Bailly keine gute Figur, nach Sanchez' gefühlvoller Hereingabe war er aber einen Tick vor Kuranyi zur Stelle (9.). Die Schalker, bei denen Pander früh verletzt ausschied, hatten die Partie weitgehend im Griff, doch zu selten machten die Gäste das Spiel schnell, zu ideenlos trugen sie ihre Angriffe vor. Nach Sanchez' Schuss ans Außennetz (18.) ließen gelungene Offensivaktionen der Königsblauen auf sich warten.

Der 31. Spieltag

Die Borussia fand in der Offensive so gut wie gar nicht statt. Aus dem Nichts bot sich dem Abstiegskandidaten nach 23 Minuten die große Chance zur Führung. Als Baumjohann nach einem weiten Ball in die Spitze im Duell mit Rafinha zu Boden ging, zeigte Schiedsrichter Sippel auf den Elfmeterpunkt. Eine harte Entscheidung, die jedoch keine Folgen hatte: Neuer parierte den halbhoch in die rechte Ecke getretenen Elfmeter von Marin. So schnell wie die Aufregung aufgekommen war, legte sie sich auch wieder. Außer einem Farfan-Freistoß, den Bailly über die Latte tippte (37.), blieben Torszenen in einer enttäuschenden ersten Hälfte aus.

Nach dem Wechsel verfiel das Spiel zunächst wieder in seinen alten Trott. Erst nach etwa einer Stunde zog Schalke das Tempo ein wenig an. Altintop tauchte frei vor Bailly auf, konnte den Belgier aber nicht überwinden (63.). Auch Jones fand wenig später im Gladbacher Schlussmann seinen Meister. In der 71. Minute hätte Bailly den Schalkern aber fast den Führungstreffer ermöglicht, als er den Ball nach Farfans Freistoßhereingabe fallen ließ. Dante klärte nach Kuranyis Heber auf der Linie.

In der Schlussphase entwickelte sich tatsächlich noch einmal so etwas wie ein Schlagabtausch. Colautti zwang Neuer mit einer Direktabnahme zu einer Glanztat (76.), Jones schoss nach beherztem Antritt weit drüber (81.). Nachdem Neuer einen wenig kontrollierten Ball Altintops fing, entschied Sippel auf Rückspiel - Daems jagte den indirekten Freistoß in die Mauer (84.).

Als schon alles auf ein torloses Unentschieden hindeutete, holte die Borussia doch noch zum finalen Schlag aus und überraschte die weit aufgerückten Schalker in letzter Minute mit einem Konter. Neuville legte quer zu Colautti, der aus zwölf Metern zum 1:0 vollendete. Sein erster Bundesligatreffer - und was für ein wichtiger!

Durch den Sieg springt die Borussia an den punktgleichen Cottbus und Bielefeld vorbei auf Platz 15. Am Mittwoch steht der Meyer-Elf nun ein wahrer Abstiegskrimi in der Lausitz bevor. Schalke, das seine Europacup-Ambitionen wohl ad acta legen muss, empfängt zeitgleich den VfB Stuttgart.