Bundesliga 2008/09, 28. Spieltag
16:08 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Baumjohann
Gladbach

16:10 - 40. Spielminute

Tor 1:0
Meier
Kopfball
Vorbereitung Steinhöfer
Frankfurt

16:34 - 47. Spielminute

Tor 2:0
Liberopoulos
Linksschuss
Vorbereitung Fenin
Frankfurt

16:41 - 54. Spielminute

Spielerwechsel
Lamidi
für Baumjohann
Gladbach

16:51 - 65. Spielminute

Foulelfmeter
Bradley
verschossen
Gladbach

16:52 - 66. Spielminute

Spielerwechsel
Neuville
für Matmour
Gladbach

16:55 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Chris
Frankfurt

16:55 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Korkmaz
für Steinhöfer
Frankfurt

17:01 - 74. Spielminute

Gelbe Karte
Russ
Frankfurt

17:02 - 75. Spielminute

Tor 2:1
Daems
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Marin
Gladbach

17:07 - 80. Spielminute

Tor 3:1
Russ
Kopfball
Vorbereitung M. Fink
Frankfurt

17:08 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Kleine
für Dante
Gladbach

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Bajramovic
für Fenin
Frankfurt

17:15 - 88. Spielminute

Tor 4:1
M. Fink
Rechtsschuss
Frankfurt

17:17 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Caio
für Bajramovic
Frankfurt

SGE

BMG

Frankfurt macht großen Schritt Richtung Klassenerhalt

Eintracht nutzt Abwehrfehler

Frankfurter Jubel: Mit dem Sieg über Gladbach machen die Hessen einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt.

Frankfurter Jubel: Mit dem Sieg über Gladbach machen die Hessen einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt. picture-alliance

Nach dem 0:4 in München gab es bei Friedhelm Funkels Eintracht vier Änderungen: Im Tor ersetzte Pröll den verletzten Nikolov (Muskelfaserriss). Inamoto und Spycher kamen für Bellaid und Köhler in der Defensive, zudem kehrte Fenin für Korkmaz in die Startelf zurück. Keine personellen Änderungen nahm Hans Meyer bei Borussia Mönchengladbach und ließ nach dem 1:2 gegen Wolfsburg in der Vorwoche die gleiche Elf beginnen.

Beide Teams begannen vorsichtig und standen solide in der Abwehr. Dies machte es den jeweiligen Offensivkräften schwer zur Entfaltung zu kommen und Torchancen herauszuspielen.

Der 28. Spieltag

Es dauerte bis zur 16. Minute bis die erste Torchance zu verzeichnen war. Chris hatte einen Schussversuch von Dante vor die Füsse von Marin abgefälscht. Der grätschte in den Ball, doch Eintracht-Keeper Pröll reagierte großartig und rettete.

Wenige Minuten später hatten auch die Funkel-Schützlinge ihre erste Möglichkeit, doch Meier hämmerte den Ball aus der Drehung über das Tor von Bailly (20.).

Schnell bekamen die Abwehrreihen das Geschehen aber wieder in den Griff. In der Folgezeit zogen sich die Gladbacher bei Frankfurter Ballbesitz weit zurück und ließen den Frankfurtern kaum Raum für Angriffe. Da auch die Borussia mit ihren Konterversuchen immer wieder im Aufbau hängen blieb, sah es nach einer geruhsamen ersten Hälfte für beide Torhüter aus.

Wie aus dem Nichts fiel aber in der 40. Minute die Führung für die Eintracht. Bei einer Ecke von Steinhöfer sahen Brouwers und Galasek zu wie sich Meier zum Kopfball hochschraubte und Torhüter Bailly keine Chance ließ.

Selbstbewußt begann die Eintracht mit der Führung im Rücken die zweite Hälfte, während die Borussia geistig noch in der Kabine zu sein schien.

Fast ohne Gegenwehr konnten Liberopoulos und Fenin sich in der 47. Minute vor dem Gladbacher Strafraum den Ball zuspielen. Während Brouwers, Dante und Daems zuschauten, verwandelte der Grieche aus zwölf Metern trocken ins rechte untere Eck.

Borussia Mönchengladbach zeigte sich in der Folgezeit geschockt. In der Offensive ging nicht mehr viel zusammen und die Eintracht kontrollierte ohne große Anstrengungen das Spiel.

In der 64. Minute schöpften die Gladbacher aber noch einmal Hoffnung, als Schiedsrichter Dr. Felix Brych auf den Elfmeterpunkt zeigte. Vorausgegangen war eine kuriose Szene: Marin hatte von der linken Seite geflankt, am langen Pfosten standen sich aber Bradley, Collauti und Matmour gegenseitig im Weg und brachten den Ball nicht auf das Tor. Marin konnte den Abpraller sichern, wurde aber von Chris gelegt. Galasek hämmerte den Ball anschließend zwar ins Tor, doch Schiedsrichter Dr. Brych hatte schon Elfmeter gepfiffen.

Bradley trat an, zielte auf die rechte untere Ecke, doch Pröll hatte den Braten gerochen und tauchte den Ball aus dem bedrohten Eck.

Der verschossene Strafstoß wirkte aber wie ein Weckruf für die Gladbacher. Immer wieder kamen die Gäste über Marin gefährlich vor das Frankfurter Tor. In der 73. Minute scheiterte der aufgerückte Stalteri am glänzend reagierenden Pröll. Sekunden später drang Marin mit Tempo in den Strafraum ein, wo ihn Russ mit der Schulter zu Fall brachte. Schiedsrichter Brych entschied zum zweiten Mal auf Strafstoß.

Diesmal trat Daems zur Exekution an und der ließ Pröll mit einem Schuss in die rechte Ecke keine Chance.

Die Borussia schien damit zurück im Spiel zu sein, doch auf die Abwehrfehler der Meyer-Elf konnten sich die Eintracht-Stürmer verlassen. Bei einer Ecke von Fink fühlte sich niemand für den aufgerückten Verteidiger Russ zuständig, der in aller Ruhe aus vier Metern einköpfen konnte (80.)

Damit war der Widerstand der Gladbacher gebrochen. Zumal nach einer weiteren Unachtsamkeit in der Gladbacher Abwehr Fink sogar noch auf 4:1 erhöhen konnte (88.).

Eintracht Frankfurt kann damit am nächsten Samstag ohne großen Druck in Stuttgart antreten, während Gladbach am kommenden Sonntag Bielefeld zum "Abstiegsendspiel" erwartet.