Bundesliga 2008/09, 27. Spieltag
15:38 - 8. Spielminute

Gelbe Karte
Ono
Bochum

15:40 - 10. Spielminute

Spielerwechsel
Freier
für Epalle
Bochum

16:07 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Imhof
Bochum

16:12 - 42. Spielminute

Tor 0:1
Sestak
Linksschuss
Vorbereitung Ono
Bochum

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Tobias Weis
für Vorsah
Hoffenheim

16:38 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Janker
Hoffenheim

16:43 - 55. Spielminute

Tor 0:2
Sestak
Rechtsschuss
Bochum

16:47 - 59. Spielminute

Rote Karte
Carlos Eduardo
Hoffenheim

16:48 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
Terrazzino
für Wellington
Hoffenheim

16:48 - 61. Spielminute

Rote Karte
Haas
Hoffenheim

16:49 - 62. Spielminute

Spielerwechsel
Özcan
für Nilsson
Hoffenheim

16:50 - 64. Spielminute

Spielerwechsel
Pfertzel
für Ono
Bochum

16:57 - 69. Spielminute

Tor 0:3
Sestak
Rechtsschuss
Vorbereitung Freier
Bochum

17:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Grote
für Bönig
Bochum

HOF

BOC

Epallé bricht sich das Jochbein - Zweimal Rot für Hoffenheim

Sestak im Alleingang

Carlos Eduardo (li.) und Sestak.

Sieger und Verlierer: Während Bochums Sestak (re.) dreimal traf, flog Carlos Eduardo vom Platz. picture alliance

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick wechselte nach dem 0:1 beim HSV dreimal. Haas ersetzte einmal mehr Hildebrand im Tor, der diesmal wegen einer Fleischwunde am Knie passen musste. Vorsah und Wellington verdrängten Teber und Sanogo auf die Bank.

Bochums Coach Marcel Koller änderte seine Startformation im Vergleich zur 1:2-Heimpleite gegen Stuttgart auf zwei Positionen. Ono und Concha (nach überstandenen Wadenproblemen) begannen an Stelle von Azaouagh (Bauchmuskelentzündung) und Grote.

Die Partie hatte noch nicht richtig begonnen, als Bochum bereits einen Rückschlag verkraften musste. Nach einem Zusammenprall mit Janker schied Epallé aufgrund einer Gesichtsverletzung, die sich später als Jochbeinbruch entpuppte, aus und wurde gegen Freier ausgetauscht (10.). Hoffenheim stellte in der Anfangsphase das aktivere Team, kam gegen die weitgehend stabile Defensive des VfL vorerst aber kaum zu Chancen. Lediglich Wellington tauchte nach einem tollen Salihovic-Pass vielversprechend vor Fernandes auf, Yahia konnte den Schuss des Brasilianers aber blocken (13.).

Es war wahrlich kein überaus spektakuläres Duell, dass sich 1899 und der VfL in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena lieferten. Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, agierten in Tornähe aber zu unpräzise und wurden nur ganz selten zwingend. Beck rutschte knapp an einer Ba-Hereingabe vorbei, ehe Wellington nicht vom darauffolgenden Patzer von Fernandes profitieren konnte (22.). Sechs Minuten später zielte Carlos Eduardo aus halblinker Position knapp vorbei.

1899 war das Bemühen nicht abzusprechen, die Rangnick-Elf fand in der Folge aber nur selten Zugang zum Gästestrafraum. Mit mehreren Distanzversuchen hatte Bochums Schlussmann Fernandes keine Probleme. Bochum trat offensiv kaum in Erscheinung, schlug kurz vor der Pause aber eiskalt zu. Nachdem Sestak nach einem Eckball per Kopf noch unglücklich am zu zögerlich aus dem Tor kommenden Haas gescheitert war (41.), klappte es nach dem nächsten Eckstoß. Haas wehrte die Hereingabe genau vor die Füße von Ono ab, der aus 16 Metern flach abzog. Sestak hielt den Fuß hinein und traf zum 0:1 (42.). Hoffenheim hatte postwendend die Möglichkeit zum Ausgleich, Fernandes lenkte Salihovics Rechtsschuss aber um den Pfosten (44.), so dass es zur Halbzeit bei der Gästeführung blieb.

Der 27. Spieltag

Bochum startete besser in den zweiten Durchgang. Sestak vergab aus der Drehung (48.), Maltritz köpfte neben das Tor (52.), bevor die Gäste ein zweites Mal erfolgreich waren. Einen Bönig-Einwurf verlängerte Compper im Duell mit Dabrowski unglücklich zu Sestak, der aus 16 Metern flach ins linke Eck traf (55.).

Und gerade als 1899 zur Aufholjagd blasen wollte, kam es noch dicker für die Rangnick-Elf. Carlos Eduardo schlug im Mittelfeld Bönig den Arm ins Gesicht und kassierte dafür glatt Rot (59.). Nur zwei Minuten später war auch für Keeper Haas die Partie beendet. Gegen den durchgebrochenen Sestak packte der Schlussmann außerhalb des Strafraums die Sense aus und folgte seinem brasiliansichen Teamkollegen völlig zu Recht unter die Dusche (61.).

Zu neunt bewies der Herbstmeister Moral, suchte weiter den Weg in die Spitze, stand aber auf verlorenem Posten. Der VfL wartete kurz ab, nutzte dann aber den sich bietenden Platz. Freier setzte sich erst gegen Janker, dann auch gegen Compper durch und passte vors Tor, wo Sestak das Leder vor Obasi über die Linie grätschte (69.).

Die Begegnung war frühzeitig entschieden, letztlich ging es nur noch um die Höhe des Bochumer Erfolgs. Gegen trotz aussichtsloser Lage weiter munter nach vorne spielende Hausherren ging die Koller-Elf aber etwas zu nachlässig mit ihren Möglichkeiten um und verpasste die Chance, das Torverhältnis etwas aufzupolieren. In der Schlussphase schien 1899 sogar dem Ehrentreffer näher als Bochum dem 0:4. Ba vergab dabei die größten Hoffenheimer Chancen, als er erst per Kopf (88.), dann aus zehn Metern mit rechts scheiterte (90.+1).

Hoffenheim tritt am kommenden Samstag beim KSC an, der VfL bittet zeitgleich den BVB in Bochum zum Derby-Tanz.