Bundesliga 2008/09, 23. Spieltag
15:50 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Daems
Gladbach

15:54 - 24. Spielminute

Tor 1:0
Friend
Rechtsschuss
Vorbereitung Marin
Gladbach

15:59 - 29. Spielminute

Tor 1:1
Petric
Linksschuss
Vorbereitung Trochowski
HSV

16:02 - 33. Spielminute

Spielerwechsel
Brouwers
für Gohouri
Gladbach

16:12 - 42. Spielminute

Tor 2:1
Levels
Rechtsschuss
Vorbereitung Baumjohann
Gladbach

16:37 - 50. Spielminute

Gelbe Karte
Tavares
HSV

16:40 - 53. Spielminute

Spielerwechsel
Pitroipa
für Trochowski
HSV

16:40 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Mathijsen
HSV

16:42 - 53. Spielminute

Tor 3:1
Brouwers
Linksschuss
Vorbereitung Daems
Gladbach

16:49 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Jarolim
HSV

16:51 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Rost
HSV

16:51 - 63. Spielminute

Gelbe Karte
Friend
Gladbach

16:53 - 65. Spielminute

Tor 4:1
Marin
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Matmour
Gladbach

16:54 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Neuville
für Marin
Gladbach

16:58 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Benjamin
für Jarolim
HSV

17:05 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Benjamin
HSV

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Colautti
für Friend
Gladbach

17:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
M. Ndjeng
für J. Boateng
HSV

BMG

HSV

Gohouri verletzt - Hamburg verliert zum zweiten Mal in Folge

Levels macht's im Fallen

Gladbachs Friend im Zweikampf mit Mathijsen (re.).

Torschütze zum 1:0: Gladbachs Friend, hier im Zweikampf mit Mathijsen (re.), brachte die Fohlen in Front. imago

Borussia Mönchengladbachs Trainer Hans Meyer tauschte nach dem 1:2 in Berlin auf einer Position: Galasek kehrte nach überstandenem Magen-Darm-Virus für Paauwe zurück in die Startelf. Hamburgers Coach Martin Jol musste im Vergleich zum 2:1-Pokalerfolg gegen Wehen Wiesbaden auf den Gelb-gesperrten Guerrero verzichten. Dafür stürmte Olic wieder von Beginn an. Zudem ersetzten Trochowski und Alex Silva, der sich nach seinen muskulären Problemen wieder fit gemeldet hatte, Benjamin und Pitroipa.

Mönchengladbach nahm zu Beginn das Heft in die Hand und erspielte sich mehr Ballbesitz, fand aber kein geeignetes Mittel gegen abwartend agierende Hamburger. Der HSV war aber das gefährlichere Team. Doch Olic konnte gleich zwei Mal Fehler seines Gegenspielers Gohouri nicht nutzen (5., 9.). Der Kroate war in dieser Anfangsphase ein echter Unruheherd im Gladbacher-Strafraum. So kam er nach 16 Minuten nach einer Ecke zum Abschluss, sein Schuss aus 14 Metern wurde aber von Daems geblockt.

Der 23. Spieltag

Die Fohlen blieben aber das aktivere Team, jedoch fehlte es zündenden Ideen, so dass klare Torchancen zunächst ausblieben. Dies änderte sich nach 24 Minuten: Marin entwischte auf der linken Seite Boateng und flankte butterweich in den Fünfer zu Friend. Der Kanadier bedankte sich und drückte den Ball aus zwei Metern über die Linie. Die Freude der Platzherren währte aber nicht allzu lange, denn der HSV gab prompt die Antwort. Nach einer Ecke von rechts landete eine verunglückte Kopfballabwehr vor den Füßen von Trochowski, der sofort abzog, den Ball aber nicht gut traf. Doch Petric stand goldrichtig und lenkte das Leder mit einem technisch sehr anspruchsvollen Direktschuss aus fünf Metern ins linke Eck (29).

Kurz darauf folgte für die Borussia die nächste Hiobsbotschaft: Gohouri verletzte sich am Oberschenkel und musste durch Brouwers ausgewechselt werden. In der Schlussphase der ersten Hälfte verlor die Partie an Fahrt und plätscherte lange vor sich hin. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken, wobei sich die Meyer-Elf häufiger individuelle Fehler leistete. Solch ein Lapsus hätte in der 39. Minute fast zur HSV-Führung geführt, doch Jansen jagte das Leder drüber.

Die Borussen dagegen zeigten sich in der Chancenverwertung in einem anderen Licht: Nach Zuspiel von Marin leitete Baumjohann auf Levels weiter. Der Linksverteidiger hatte freie Bahn und überwand vom linken Fünfer-Eck Hamburgs Schlussmann Rost, doch Mathijsen klärte vor der Linie. Der Abpraller landete aber erneut bei Levels, der das Leder schließlich im Liegen aus extrem spitzem Winkel über die Linie zum 2:1-Pausenstand drückte. Es war das erste Tor des 22-Jährigen in der Bundesliga.

Entfesselte Fohlen überrennen HSV

Hamburgs Jansen im Zweikampf mit Galasek (li.).

Zielorientiert: Hamburgs Jansen im Zweikampf mit Galasek (li.). picture-alliance

Ohne frisches Personal ging es im zweiten Durchgang zunächst weiter, dafür mit entfesselten Fohlen. Die Gladbacher erwischten den klar besseren Start und drängten auf die Entscheidung. Doch HSV-Keeper Rost stemmte sich zunächst gegen weitere Gegentore: So parierte er gegen Bradley (47.) und lenkte dann einen Daems-Schuss noch an den Pfosten (49.). Vier Minuten später war er dann machtlos: Nach einem Freistoß landete die Kugel auf der linken Seite bei Daems, der uneigennützig und mit viel Übersicht auf den besser postierten Brouwers flankte. Der Eingewechselte bedankte sich und erhöhte aus kürzester Distanz auf 3:1.

Für die Hanseaten kam es aber noch dicker! In der 65. Minute vernaschte Matmour Mathijsen, wurde dann aber vom Niederländer im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Michael Kempter entschied umgehend auf Strafstoß. Marin trat an und verwandelte sicher ins linke obere Eck.

Damit war die Entscheidung vorzeitig gefallen. Gladbach blieb in der Folge klar tonangebend, suchte aber nicht mehr mit letzter Konsequenz den Abschluss. Die Fohlen begnügten sich mit Ergebnisverwaltung und hatten dabei leichtes Spiel mit der Jol-Elf, die sich sichtlich aufgegeben hatte.

Mönchengladbach muss am kommenden Samstag zum 1. FC Köln reisen. Hamburg ist bereits am Donnerstag wieder gefordert. Am Donnerstag gastiert der türkische Spitzenklub Galatasaray Istanbul im Rahmen des UEFA-Cup-Achtelfinales in der HSH-Nordbank-Arena. In der Liga dürfen die Norddeutschen am Sonntag darauf gegen Energie Cottbus ebenfalls vor heimischen Publikum ran.