Bundesliga 2008/09, 20. Spieltag
15:40 - 9. Spielminute

Tor 0:1
Dzeko
Kopfball
Vorbereitung Gentner
Wolfsburg

15:58 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Steinhöfer
Frankfurt

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Kweuke
für Meier
Frankfurt

16:50 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Caio
für Liberopoulos
Frankfurt

16:52 - 65. Spielminute

Gelbe Karte
Pröll
Frankfurt

16:53 - 66. Spielminute

Tor 0:2
Misimovic
Handelfmeter,
Rechtsschuss
Wolfsburg

16:54 - 67. Spielminute

Gelbe Karte
Misimovic
Wolfsburg

16:56 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Ochs
Frankfurt

16:59 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
M. Fink
Frankfurt

17:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Madlung
für Gentner
Wolfsburg

17:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Okubo
für Misimovic
Wolfsburg

17:18 - 90. + 1 Spielminute

Spielerwechsel
Caiuby
für Hasebe
Wolfsburg

SGE

WOB

Wolfsburg feiert ersten Auswärtsieg

Misimovic bleibt cool

Dzeko trifft zur Wolfsburger Führung.

Die Wölfe-Führung: Dzeko überwindet per Kopf Eintracht-Keeper Pröll. picture alliance

Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel musste nach dem 2:2 gegen Köln einmal wechseln. Für den Rot-gesperrten Chris begann Bellaid in der Innenverteidigung. Der zuletzt fiebrige Fenin konnte spielen.

Auf Wolfsburger Seite änderte Coach Felix Magath seine Elf im Vergleich zum jüngsten 2:0-Sieg gegen Bochum auf zwei Positionen. Für den verletzten Riether (Innenbanddehnung) lief Hasebe auf, Schindzielorz ersetzte Okubo, der seinen Platz eigentlich für Grafite hätte freimachen sollen. Der am Knie verletzte Brasilianer brach unter der Woche aber das Training ab, wurde operiert und musste sein Comeback verschieben.

Nach ausgeglichenem Beginn war es der bislang auswärtsschwache VfL, der erste Vorteile verbuchen konnte und sich erstmals in der Hälfte der Hessen festsetzen konnte. Die Bemühungen trugen prompt Früchte. Gentner flankte von der linken Strafraumkante an den langen Pfosten, wo sich Dzeko von Bellaid löste und per Kopf zur Gästeführung traf (9.). Wolfsburg blieb zunächst das bestimmende Team und strahlte weiter Gefahr aus. Von Dzeko bedient, drang Hasebe in den Strafraum ein, wurde aber im letzten Moment von Fink vom Ball getrennt (15.), ehe Misimovic per Freistoß an Pröll scheiterte (16.).

Dann aber wurde Frankfurt stärker und näherte sich dem von Benaglio gehüteten Gehäuse an. Ein herrlicher Flankenwechsel von Köhler landete bei Fenin, der von einem Stellungsfehler Schäfers profitierte, Richtung Tor zog und schoss. Barzagli konnte das Leder gerade noch zur Ecke grätschen (19.). Wenig später passte Fenin von links zu Köhler, der im Strafraum aber einen Schritt zu schnell war und die Kugel sechs Meter vor dem Tor nicht richtig kontrollieren konnte (24.).

Die Eintracht blieb in der Folge das aktivere Team, hatte aber Mühe, den entscheidenden Pass an den Mann zu bringen. Die Wölfe traten offensiv kaum noch in Erscheinung. Das dicht gestaffelte Mittelfeld der Magath-Elf empfing die Eintracht zwar früh und unterband konstruktive Offensivversuche der Hessen immer wieder erfolgreich, vielversprechende Gegenangriffe resultierten daraus aber nicht. Erst kurz vor der Pause machte sich Wolfsburg wieder Richtung Eintracht-Tor auf, Gentner brachte den Ball nach einer Misimovic-Ecke aber ebensowenig auf den Kasten (39.) wie Dzeko, dessen Kopfball allerdings nur kanpp am rechten Pfosten vorbeistrich (40.).

Der 20. Spieltag

Im zweiten Abschnitt nahm die Partie dann etwas mehr Fahrt auf und hatte sofort eine strittige Szene parat. Die Eintracht konterte über Ochs und Steinhöfer, der das Leder nach innen brachte, wo Fenin im Laufduell mit Pekarik im Strafraum zu Boden ging. Referee Stark ließ weiterspielen (50.). Augenblicke später tauchte Fink alleine vor Benaglio auf, schob den Ball aber haarscharf links vorbei (52.). Auf der Gegenseite verfehlte ein Misimovic-Freistoß aus 25 Metern knapp den linken Torwinkel (58.).

Nach einem weiteren erfolglosen Standard-Versuch durfte es beim nächsten Mal Schäfer probieren - mit Folgen. Kweuke, der in der Mauer hochsprang, hielt sich beim Schuss des Wolfsburger Linksverteidigers die Arme vor das Gesciht und fälschte so die Kugel über das Tor ab. Zum Entsetzen der Hessen wertete Stark dies als absichtliches Handspiel und zeigte auf den Punkt (64.). Misimovic ließ sich von den heftigen Protesten der Hausherren nicht aus der Ruhe bringen und schob das Leder cool in die Tormitte (65.).

Diego Benaglio

Hielt seinen Kasten sauber: Diego Benaglio. picture alliance

Bei der Eintracht lagen in der Folge die Nerven blank. Viele Unterbrechungen und Verwarnungen prägten nun das Geschehen. Erst eine Viertelstunde vor dem Ende besann sich die Funkel-Elf wieder auf Konstruktives und wurde offensiver, musste sich aber vor Kontern in Acht nehmen. So eilte Dzeko auf Pröll zu, übersah aber den besser postierten Misimovic und scheiterte am Keeper (76.).

In der Schlussphase tat sich bis auf eine weitere strittige Szene nicht mehr viel. Starks Pfeife blieb nach einem neuerlichen Zweikampf im Strafraum zwischen Fenin und Pekarik jedoch abermals stumm, obwohl der Wolfsburger den Frankfurter am Fuß getroffen hatte (81.). Beide Teams beharkten sich teilweise jenseits der Grenze des Erlaubten und ließen bis zum Schlusspfiff kaum noch Platz für ansehnliche Spielzüge.

Frankfurt tritt am kommenden Samstag im Karlsruher Wildpark beim KSC an, Wolfsburg empfängt zeitgleich die Berliner Hertha.