Bundesliga 2008/09, 17. Spieltag
15:53 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Schuler
Bielefeld

16:03 - 32. Spielminute

Tor 1:0
Stajner
Kopfball
Vorbereitung Bruggink
Hannover

16:40 - 54. Spielminute

Gelbe Karte
Rausch
Hannover

16:45 - 59. Spielminute

Tor 1:1
Wichniarek
Linksschuss
Vorbereitung Kauf
Bielefeld

16:56 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Schlaudraff
für Huszti
Hannover

16:57 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Eggimann
für C. Schulz
Hannover

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Forssell
für Rosenthal
Hannover

17:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Katongo
für Halfar
Bielefeld

H96

BIE

Christian Schulz verletzt - Bielefeld weiter ohne Auswärtssieg

Stajner mit Köpfchen

Hannovers Stajner im Duell mit Bollmann (re.).

Mit Köpfchen: Stajner erzeilte per Kopf die 1:0-Führung für Hannover. Hier im Duell mit Bollmann (re.). picture-alliance

Hannovers Coach Dieter Hecking musste im Vergleich zur 1:2-Schlappe in Wolfsburg auf seinen etatmäßigen Torwart Fromlowitz, der wegen einer Rot-Sperre nicht mitwirken durfte, verzichten. Dafür hütete Jensen den 96er Kasten. Zudem spielten Cherundolo, Bastian Schulz und Bruggink für Yankov, Forssell und den suspendierten Balitsch, der sich das Duell von der Tribüne ansehen durfte. Bielefelds Trainer Michael Frontzeck hingegen musste nach dem 0:0 gegen Dortmund auf einer Position wechseln. Herzig fiel wegen muskulären Problemen aus, für ihn rutschte Bollmann in die Startelf.

Die Niedersachsen fanden besser ins Spiel. Sie waren aktiver, zeigten die bessere Spielanlage und entwickelten mehr Zug zum Tor, konnten sich aber zunächst gegen kämpferisch gut eingestellte Arminen kaum durchsetzen. Nur Bastian Schulz sorgte nach fünf Minuten mit einer Direktabnahme aus 13 Metern für Aufregung. Ansonsten boten beide Mannschaften über weite Strecken vor allem in der Offensive zu wenig. Den 96ern fehlte es an Spritzigkeit und Ideen. Auf der anderen Seite stand Bielefeld gut gestaffelt und setzte über Konter immer wieder Nadelstiche. Diese wurden aber nicht konsequent genug ausgespielt, so dass die 96-Defensive vor nicht allzu große Probleme gestellt wurde. Folglich blieben klare Einschussgelegenheiten aus.

Der 17. Spieltag

Erst in der 31. Minute hatte Stajner nach schönem Direktspiel die bis dato größte Chance, doch der 32-Jährige scheiterte an Arminen-Keeper Eilhoff. Nur eine Zeigerumdrehung danach zirkelte Bruggink einen 16-Meter-Freistoß von der linken Seite aus spitzem Winkel direkt aufs Tor. Eilhoff fischte das Leder gerade noch von der Linie. Die Platzherren forderten vehement ein Tor, doch Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer entschied dagegen.

Der Unmut der Hecking-Elf über diese Entscheidung hatte aber nicht lange Bestand, denn kurz danach brachte Bruggink eine Ecke von links an den ersten Pfosten. Dort stand Stajner sträflich frei und köpfte das Leder aus drei Metern in die Maschen zur inzwischen verdienten Führung ein(32.). Fast im Gegenzug hatte Halfar die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, aber er zog gegen 96-Schlussmann Jensen den Kürzeren (34.).

Hannovers Stajner (3.v.li.) nickt zum 1:0 ein.

Entwischt: Hannovers Stajner (3.v.li.) nickt zum 1:0 ein. picture-alliance

Im zweiten Durchgang änderte sich zunächst wenig am Geschehen auf dem Feld. Bielefeld agierte ohne Ideen und Kreativität, so dass Hannover leichtes Spiel hatte. Die Hecking-Schützlinge spielten aber nun mit halber Kraft und taten nach vorne zu wenig. In der 59. Minute folgte die Strafe dafür: Halfar passte wunderbar in die Spitze auf Kauf, der mit viel Übersicht auf den mitgelaufenen Wichniarek weiterleitete. Der Pole bedankte sich und schob den Ball vom linken Fünfer-Eck ein. Kurz darauf hätte Marx die Wende herbeiführen können, doch der Ex-Berliner wurde in letzter Minute von Christian Schulz gestoppt (64.). Für den Innenverteidiger war das Spiel etwas später vorzeitig beendet, denn er verletzte sich am Auge und musste durch Eggimann ausgewechselt werden.

Das Spiel an sich verflachte zunehmend. Die Ostwestfalen zeigten sich mit dem Auswärtspunkt zufrieden, zogen sich zurück und ließen die Hausherren kommen. Hannover hingegen fand in dieser Phase kaum ein geeignetes Mittel, um die Arminen-Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Am Ende wraen die Niedersachsen mit einem Pünktchen noch gut bedient, denn fast wären sie ganz und gar mit leeren Händen dagestanden. Nach einer Freistoßflanke hatte Wichniarek eingenetzt, doch der Pole stand zuvor im Abseits (82.), und drei Minuten vor dem Ende rettete Fahrenhorst gegen den einschussbereiten 31-jährigen Angreifer aus Polen.

Für beide Mannschaften geht nun erst einmal in die Winterpause. Zum Bundesliga-Rückrundenstart darf 96 zu Hause ran. Am Samstag, den 31. Januar, kommen die Knappen aus Schalke in die AWD-Arena. Bielefeld hingegen reist einen Tag später nach Bremen.