Bundesliga 2008/09, 12. Spieltag
15:32 - 1. Spielminute

Tor 0:1
Helmes
Linksschuss
Vorbereitung Vidal
Leverkusen

15:47 - 17. Spielminute

Tor 0:2
Kießling
Kopfball
Vorbereitung Renato Augusto
Leverkusen

15:55 - 24. Spielminute

Tor 0:3
Kadlec
Linksschuss
Leverkusen

15:57 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Helmes
Leverkusen

15:58 - 27. Spielminute

Gelbe Karte
Celozzi
Karlsruhe

16:08 - 37. Spielminute

Tor 1:3
A. da Silva
Linksschuss
Karlsruhe

16:47 - 60. Spielminute

Tor 2:3
Sebastian
Kopfball
Vorbereitung A. da Silva
Karlsruhe

16:48 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Iashvili
für Carnell
Karlsruhe

16:53 - 67. Spielminute

Spielerwechsel
Schwegler
für Renato Augusto
Leverkusen

16:58 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Henrique
Leverkusen

17:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Timm
für Aduobe
Karlsruhe

17:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Kapllani
für Kennedy
Karlsruhe

17:04 - 76. Spielminute

Tor 3:3
Iashvili
Kopfball
Vorbereitung Celozzi
Karlsruhe

17:05 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Gekas
für Helmes
Leverkusen

17:10 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Vidal
Leverkusen

KSC

LEV

Becker-Elf dreht 0:3-Rückstand

KSC feiert Auferstehung

Patrick Helmes auf dem Weg zum 0:1.

Den Ball im Blick, das Tor vor Augen: Patrick Helmes brachte Bayer mit dem ersten Angriff in Front. picture-alliance

Karlsruhes Trainer Edmund Becker stellte nach der jüngsten 1:4-Pleite in Hoffenheim, die die fünfte Niederlage in Folge bedeutete, zweimal um. Stefano Celozzi verteidigte an Stelle von Andreas Görlitz hinten rechts, Antonio da Silva ersetzte Alexander Iashvili. Trotz abgesessener Gelb-Rot-Sperre fiel Maik Franz erneut aus. Der Kapitän litt unter einer Fersenblessur.

Leverkusens Coach Bruno Labbadia sah nach dem 2:0-Sieg gegen Wolfsburg, dem vierten 2:0 in Serie, keinerlei Veranlassung, personelle Wechselspiele vorzunehmen.

Referee Perl hatte die Partie kaum freigegeben, da führte der Favorit aus Leverkusen schon. Vidal hebelte per Traumpass von der Mittellinie die KSC-Viererkette aus und fand Helmes, der alleine auf Miller zulief und den Keeper tunnelte (1.). Mit der Führung im Rücken ließ es Bayer dann erst einmal ruhig angehen. Karlsruhe hatte zunächst mehr Ballbesitz, konnte die Gäste in der Anfangsphase aber zu keiner Zeit unter Druck setzen.

Anders Bayer: Wenn die Labbadia-Elf ernst machte, wurde es prompt gefährlich. Nach Zuspiel von Barnetta netzte Helmes ein zweites Mal ein, Perl verweigerte dem Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aber die Anerkennung - wohl eine falsche Entscheidung (13.). Der Werkself war's egal, denn sie kontrollierte die Begegnung problemlos und legte nur vier Minuten später nach. Kadlec' Pass erreichte Renato Augusto knapp vor der Grundlinie. Der Brasilianer flankte perfekt nach innen, wo sich der mitgelaufene Kießling hochschraubte und über Miller hinweg zum 0:2 einköpfte (17.).

Der 12. Spieltag

Die Badener waren nun natürlich völlig verunsichert, brachten offensiv kein Bein auf den Boden und kassierten wenig später den nächsten Nackenschlag. 23 Meter vor dem Tor bot sich Kadlec per Freistoß die Gelegenheit, und der 23-Jährige nutzte sie. Aus halbrechter Position schlenzte der Tscheche das Spielgerät in den rechten Winkel - 0:3 (24.)! Bayer brannte im Wildpark zwar kein Feuerwerk ab, agierte aber hochkonzentriert und kontrollierte die Partie nach Belieben. So war es kein Wunder, dass eine gehörige Portion Glück für den KSC dabei war, als da Silva auf 1:3 verkürzte. Der Freistoß des Ex-Stuttgarters wäre wohl eine sichere Beute für Adler geworden, hätte nicht Kießling das Leder per Kopf unhaltbar für den Nationalkeeper ins andere Eck abgefälscht (37.).

Das Tor gab der Becker-Elf Mut. Der KSC gestaltete die Schlussphase des ersten Durchgangs offen und hatte durch da Silva eine gute Gelegenheit zum 2:3, Adler parierte den 15-Meter-Schuss aber glänzend (43.).

Die Badener bewiesen nach Wiederbeginn große Moral und glaubten weiterhin an die Wende. In der nun ausgeglichenen Partie schoss Freis knapp vorbei (53.), während Helmes (49.) und Kadlec (57.) an Miller scheiterten. Nach einer Stunde wurde die Becker-Elf dann für ihr Engagement belohnt. Nach einer Freistoßflanke von da Silva missglückte Bayers Abseitsfalle, und Sebastian gelang per Kopf ins lange Eck der Anschlusstreffer (60.).

Das nach einer halben Stunde vermeintlich bereits entschiedene Match hatte einen unerwarteten Verlauf genommen. Und die Gastgeber setzten nach: Der eingewechselte Iashvili verpasste frei vor Adler den Ausgleich, nachdem Kennedy schön für ihn durchgelassen hatte (62.). Gegenüber musste Miller gegen Renato Augusto mit einer tollen Parade die Vorentscheidung verhindern (66.).

Während der KSC nun volles Risiko ging und mit Timm und Kapllani zwei weitere Offensivkräfte brachte, ging bei Bayer die Sicherheit völlig verloren. Kapllani schickte rechts Celozzi auf die Reise, der mustergültig an den langen Pfosten flankte, wo Iashvili gegen Adlers Laufrichtung zum frenetisch bejubelten 3:3 einköpfte (76.).

Auch in der Schlussphase kannte die Becker-Elf nur eine Richtung. Besonders Celozzi sorgte mit seinen Hereingaben immer wieder für Unruhe im Bayer-Strafraum. Letztlich blieb es aber nach fantastischen 90 Minuten beim 3:3.

Der Karlsruher SC tritt am kommenden Samstag in Cottbus an, während Bayer Leverkusen zeitgleich im Kracher Schalke 04 empfängt.