Bundesliga 2008/09, 9. Spieltag
17:21 - 20. Spielminute

Spielerwechsel
A. Frei
für Blaszczykowski
Dortmund

17:31 - 30. Spielminute

Gelbe Karte
Weidenfeller
Dortmund

17:32 - 31. Spielminute

Tor 0:1
Cicero
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung Raffael
Hertha

18:18 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
Owomoyela
für Schmelzer
Dortmund

18:20 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Dárdai
für Lustenberger
Hertha

18:24 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Drobný
Hertha

18:30 - 71. Spielminute

Tor 1:1
Kehl
Kopfball
Vorbereitung A. Frei
Dortmund

18:31 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Zidan
für Tinga
Dortmund

18:35 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Domovchiyski
für Pantelic
Hertha

18:38 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Chahed
Hertha

18:49 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Valdez
Dortmund

18:49 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Stein
Hertha

BVB

BSC

Blaszczykowski muss früh raus

Kehl belohnt den Energieaufwand

Cicero

Sicherer Schütze: Herthas Cicero verwandelte einen Strafstoß gegen Weidenfeller (hinten) zum 1:0. dpa

Bei Borussia Dortmund gab es gegenüber dem jüngsten 3:3 in Bremen folgende personelle Änderungen: Hummels verteidigte an Stelle von Kovac (Magen-Darm-Virus), Hajnal ersetzte Frei.

Herthas Trainer Lucien Favre brachte nach dem 1:1 im UEFA-Cup gegen Benfica Lissabon Pantelic, Kaka und Kacar für Voronin, Simunic und Dardai.

Es entwickelte sich von Beginn an ein schnelles und intensives Spiel, das beide Teams mit offenem Visier führten. Bei strömendem Regen hatten die quirlig agierenden und schnell passenden Dortmunder zunächst leichte Vorteile, der BSC suchte sein Heil aber ebenfalls in der Offensive und überbrückte das Mittelfeld mit wenigen Stationen.

Die Berliner, mit Pantelic im Sturmzentrum und dem um den Serben flexibel herum kreisenden Raffael als zweiten Angreifer, hatten nach einer Viertelstunde ein Chancenplus zu verzeichnen. So rettete Schmelzer gegen Ciceros Schuss auf der Linie, nachdem kurz zuvor Subotic einen Ball von Raffael noch vor Weidenfeller klärte.

BVB-Coach Jürgen Klopp musste früh wechseln. Stein hatte Blaszczykowski im Zweikampf so hart an der Nase getroffen, dass der Pole mit Nasenbeinbruch vom Feld musste. Es kam Frei (20.). Und der Eidgenosse führte sich gut ein: Hajnal passte hoch ans rechte Strafraumeck zu Frei, der Schweizer zog volley ab auf den rechten Torwinkel, doch Drobny riss die Hände hoch und klärte (22.).

Die unwirtlichen Bedingungen konnten die Akteure nicht bremsen, sie boten gute Unterhaltung. Bei Dortmund sorgte Hajnal zentral hinter den Spitzen immer wieder für Überraschungsmomente, der BVB pflegte das Direktpassspiel, lediglich das letzte und eventuell entscheidende Zuspiel wollte nicht gelingen. Besser war dagegen der Pass von Pantelic auf Raffael. Der Brasilianer umspielte Weidenfeller, der Keeper konnte nicht klären, sondern traf Raffael am Fuß. Cicero verwandelte den Strafstoß sicher (31.).

Der 9. Spieltag

Hertha verstärkte nun die Defensive, die Räume wurden für den anstürmenden BVB nun noch enger. Das Berliner Abwehrverhalten war ebenso geschickt wie effektiv. Kampfgeist und Leidenschaft waren auch gegen Ende der ersten Hälfte hoch auf beiden Seiten, Tempo und Attraktivität hatten aber abgenommen.

Kurz vor dem Pausenpfiff gab's Tumulte im Hertha-Strafraum: Drobny parierte zweimal glänzend gegen Schüsse von Hajnal. Zuvor rettete Chahed bereits auf der Linie nach Eckstoß von Frei und abgefälschtem Ball von Cicero!

Der BVB entwickelte zu Beginn der zweiten Hälfte enorm viel Druck, Hertha sah sich weit zurückgedrängt, lauerte aber auf Konter. Dortmund agierte nun mehr über die Außenpositionen mit Lee (rechts) und Schmelzer. Die Westfalen taten sich gegen die beiden Viererketten der Hertha aber enorm schwer.

Trotz klarer optischer Überlegenheit kam Dortmund zu keinen Erfolg versprechenden Torchancen. Hertha-Torhüter Drobny war lediglich durch Freistöße oder nach Ecken geprüft, denen aber zunächst die Präzision fehlte.

Roman Weidenfeller

Machtlos: BVB-Torhüter Weidefeller entschied sich beim Elfmeter für die falsche Ecke. dpa

Der Druck des BVB wurde dennoch belohnt. Symptomatisch aber, dass der Ausgleich für Dortmund nach einer Standardsituation fiel: Frei brachte eine Ecke von links herein, Kehl war vor Drobny am Ball und köpfte aus fünf Metern ein (71.). Herthas Keeper machte keine glückliche Figur.

Dortmund blieb der Marschrichtung treu und suchte nun den direkten Weg zum vermeintlichen Siegtreffer. Hertha konnte nur noch reagieren statt selbst auch einmal zu agieren. Erst in den Schlussminuten gab's nochmal Konterchancen, vor allem für den eingewechselten Domovchiyski, der aber an Weidenfeller scheiterte bzw. das Tor nicht traf.

Dortmund ist am Mittwoch in Köln gefordert, Hertha BSC empfängt am selben Abend Hannover 96.