Bundesliga 2008/09, 7. Spieltag
17:10 - 8. Spielminute

Spielerwechsel
Jansen
für Atouba
HSV

17:22 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Jarolim
HSV

17:35 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Olic
HSV

18:09 - 50. Spielminute

Spielerwechsel
J. Boateng
für Jansen
HSV

18:13 - 54. Spielminute

Tor 0:1
Olic
Rechtsschuss
Vorbereitung Guerrero
HSV

18:21 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Mitreski
für Vasiljevic
Cottbus

18:27 - 68. Spielminute

Spielerwechsel
Jula
für Sörensen
Cottbus

18:33 - 74. Spielminute

Tor 1:1
Jelic
Rechtsschuss
Vorbereitung Mitreski
Cottbus

18:38 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Rost
Cottbus

18:43 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Demel
HSV

18:44 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Radeljic
für Pavicevic
Cottbus

18:45 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Pitroipa
für Guerrero
HSV

18:48 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Cagdas Atan
Cottbus

18:49 - 90. Spielminute

Tor 1:2
Petric
Kopfball
Vorbereitung Trochowski
HSV

FCE

HSV

Jansen und Atouba scheiden mit Verletzungen aus

Petric beendet schwarze HSV-Serie

HSV-Stürmer Guerrero wird von Kukielka bedrängt, Angelov ist auch zur Stelle.

Hart bewacht: HSV-Stürmer Guerrero wird von Kukielka bedrängt, Angelov ist auch zur Stelle. dpa

Energie Cottbus trat nach dem 1:0-Sieg in Berlin auf einer Position neu aufgestellt an. Coach Bojan Prasnikar musste auf Skela (Grippe) verzichten, dafür lief Vasiljevic auf. Auch beim HSV gab es nach dem 2:0 bei Unirea Urziceni im UEFA-Cup eine Änderung. Trainer Martin Jol verzichtete zunächst auf die Dienste von Jansen und brachte Olic von Beginn an.

Das Spiel begann mit einer Hiobsbotschaft für die Hanseaten. Atouba verletzte sich ohne Fremdeinwirkung nach wenigen Minuten (Verdacht auf Muskelfaserriss), so kam Jansen schnell in die Partie und verteidigte nun fortan für den Kameruner links hinten in der Viererkette (8.).

Cottbus stand meist dichtgestaffelt in der eigenen Hälfte und wartete die Angriffe der Jol-Elf ab, nur Stürmer Jelic lauerte in der Spitze auf den langen Ball. Die Lausitzer machten konsequent die Räume eng, agierten auch mit der nötigen Härte und hinterließen mit dieser Spielweise weithin ratlose Hamburger. Deren erste nennenswerte Offensivszene datierte aus der 22. Minute. Guerrero und Trochowski verschafften sich da einmal den nötigen Raum und wirbelten den Lausitzer Abwehrverband ordentlich durcheinander, doch ohne das nötige Glück im Abschluss.

Die Angriffsbemühungen der Hausherren waren im ganzen Verlauf der ersten Hälfte mehr als überschaubar. Nur einmal blitzte so etwas wie Spielkultur auf Seiten der Ostdeutschen auf, ein direkt gespielter Angriff landete schließlich bei Rost, der aber mit einem unplatzierten Fernschuss abschloss (28.).

Der 7. Spieltag

Hamburg schaffte es einfach nicht, mit schnellem und direktem Spiel das Energie-Bollwerk zu knacken. Zu selten wurden die Flügelstürmer eingesetzt, meist ging es durch die Mitte, und da war Cottbus einfach nicht auszuhebeln. Guerreros Volleyschuss, der knapp über die Querlatte strich, sollte bis zur Pause die gefährlichste HSV-Aktion bleiben (38.) – denn auch die Standardsituationen der Gäste, meist trat Trochowski die ruhenden Bälle, verpufften wirkungslos.

Nach dem Seitenwechsel boten die Hamburger, bei denen jetzt Jansen ebenfalls mit Verdacht auf Muskelfaserriss für Boateng Platz machen musste (48.), ein gänzlich anderes Bild. Mit dem ersten Versuch gelang ihnen das, was zuvor 45 Minuten lang verwehrt blieb: Der Torerfolg. Olic brach mit einem Abstauber das Eis, Guerrero hatte sich zuvor erstmals von Pavicevic gelöst und Tremmel geprüft, der das Spielgerät nur zur Seite ablenken konnte. Dort stand der Kroate frei und bedankte sich (54.).

Jetzt spielte nur noch der HSV. Von der Führung beflügelt, setzte die Jol-Elf nach und verpasste mehrmals nur knapp. Boateng vergab freistehend fahrlässig (58.), Olic köpfte knapp vorbei (62.), und Landsmann Petric donnerte den Ball nur an den Innenpfosten (63.).

Matchwinner Petric jubelt erleichtert nach dem Schlusspfiff.

Matchwinner Petric jubelt erleichtert nach dem Schlusspfiff. De Jong (li.) und Jarolim (re.) sind mit dabei. dpa

Mit der Einwechslung von Angreifer Jula (68.) sendete Bojan Prasnikar an sein Team das deutliche Zeichen, die Defensivtaktik aufzugeben. Tatsächlich wachten die Hausherren aus ihrer Tiefschlafphase etwas auf und wagten sich über Angelov (71.) und Jula (72.) nach sehr langer Zeit wieder mit Schüssen vor das Tor von Rost. Gleich der dritte Streich brachte dann den überraschenden Ausgleich. Mitreski, aus der Innenverteidigung mit aufgerückt, flankte gefühlvoll in den Rücken der HSV-Abwehr. Jelic stahl sich allen davon und brachte die Kugel aus wenigen Metern im Tor unter (74.).

In einer hitzigen Schlussphase, in der beide Teams alle taktischen Fesseln über Bord warfen, hatte dann Energie sogar noch die Siegchance durch Jula und Kukielka (83.), den Matchball verwandelte dann aber Torgarant Petric für die Norddeutschen in der letzten Minute. Nach einer Ecke von Trochowski köpfte der Kroate in das lange Eck und sicherte seinem Team den ersten Erfolg überhaupt im Stadion der Freundschaft.

Nach der Länderspielpause tritt Cottbus am Samstag in Köln an. Der HSV ist im einzigen Sonntagsspiel gegen Schalke gefordert.