Bundesliga 2008/09, 6. Spieltag
15:41 - 10. Spielminute

Spielerwechsel
Coulibaly
für Matmour
Gladbach

15:43 - 11. Spielminute

Tor 1:0
Petric
Kopfball
Vorbereitung Thiago Neves
HSV

16:12 - 40. Spielminute

Gelbe Karte
Daems
Gladbach

16:47 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Pitroipa
für Thiago Neves
HSV

16:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel
Trochowski
für Jansen
HSV

16:58 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Marin
für Callsen-Bracker
Gladbach

17:04 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Paauwe
Gladbach

17:08 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Mathijsen
HSV

17:13 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Neuville
für M. Ndjeng
Gladbach

17:16 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Alex Silva
für Petric
HSV

HSV

BMG

Gladbach findet offensiv lange nicht statt - Matmour verletzt raus

Petric nutzt die einzige Chance

Jubel beim HSV

Wieder stand Petric im Mittelpunkt der Ovationen: Olic und Mathijsen bejubeln mit dem Torschützen das 1:0. dpa

HSV-Trainer Martin Jol nahm gegenüber dem 2:0-Pokalerfolg gegen Bochum zwei personelle Änderungen vor: Thiago Neves sollte an Stelle von Trochowski im Mittelfeld die Fäden ziehen. Davor kam Olic für Guerrero zum Einsatz.

Bei Gladbach war spätestens nach der 0:3-Schlappe in Cottbus "dicke Luft"! Jos Luhukay würfelte ordentlich durch und brachte gleich sechs (!) Neue. Gohouri und Brouwers sollten für mehr Stabilität in der Viererkette sorgen, Jaures rückte ins defensive Mittelfeld. Paauwe (nach Zerrung) kehrte ebenso zurück wie Matmour (nach Leistenproblemen). In vorderster Front agierte wieder Friend. Für Levels, Rösler und Baumjohan war überhaupt kein Platz im Kader. Marin, Neuville und Voigt nahmen auf der Bank Platz.

Der 6. Spieltag

Sehr defensiv ausgerichtet gingen die Gäste in die Partie. Vor der Viererkette bildeten Alberman, Paauwe und Daems eine defensive Dreierkette im Mittelfeld. Dadurch wurde der Raum für Hamburger Angriffe natürlich sehr eng, aber der Weg nach vorne auch sehr weit. Früh mussten die "Fohlen" zudem auch noch Matmour ersetzen, der nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Demel mit einer Nasenverletzung ausgewechselte werden musste. Coulibaly kam herein (10.).

Diesem ersten Schock folgte sofort der zweite: Einen Neves-Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte Paauwe unglücklich per Kopf. Im Rücken der Abwehr schlich sich Petric frei und köpfte sicher gegen die Laufrichtung von Heimeroth ein (11.).

Der HSV dominierte die Begegnung, ohne großen Aufwand zu betreiben. Torszenen gab es allerdings auch für die Hanseaten nicht. Annäherung brachten nur Standardsituationen, die meist durch Thiago Neves getreten wurden. Auf der Gegenseite verlebte Torwart Rost eine langweilige erste Hälfte: Die Luhukay-Elf gab nicht nur keinen gefährlichen Torschuss ab, sie zeigte auch keine ansprechende Angriffsaktion.

Alberman und Callsen-Bracker bedrängen Petric

"Fohlen" in Überzahl: Gladbach stand defensiv gut, entwickelte aber selten Torgefahr. dpa

Nach der Pause änderte sich an dieser tristen Darbietung beider Teams zunächst nichts. Tempo war ein Fremdwort auf dem Platz. In der 56. Minute gab Coulibaly den ersten Torschuss der Gäste überhaupt ab, zielte aber daneben. In Gefahr geriet die Hamburger Führung allerdings erstmals eine Viertelstunde später: Ein Heber, Geistesblitz des eingewechselten Marin, landete auf der Latte des HSV-Tores (71.). Quasi im Gegenzug hatte der für Thiago Neves ins Spiel gekommene Pitroipa das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Heimeroth (73.).

Danach verfiel das Spiel in die alte Lethargie, ehe Friend in der 90. Minute für einen finalen Aufreger sorgte: Marin, durch den mehr Schwung ins Offensivspiel der "Fohlen" kam, bediente den Torjäger mit einer exakten Flanke, doch der Kopfball des Kanadiers strich um wenige Zentimeter am Pfosten vorbei.

Für den Hamburger SV geht es am Donnerstag im UEFA-Pokal bei Unirea Urziceni weiter. Borussia Mönchengladbach hat eine Woche Zeit, sich auf das rheinische Derby am nächsten Samstag gegen den 1. FC Köln vorzubereiten.