Bundesliga 2008/09, 5. Spieltag
17:09 - 8. Spielminute

Tor 0:1
Freis
Kopfball
Vorbereitung Iashvili
Karlsruhe

17:23 - 22. Spielminute

Tor 1:1
Khedira
Kopfball
Vorbereitung Gomez
Stuttgart

17:25 - 26. Spielminute

Gelbe Karte
Tasci
Stuttgart

17:29 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Iashvili
Karlsruhe

18:03 - 46. Spielminute

Gelbe Karte
Gomez
Stuttgart

18:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Hilbert
für Simak
Stuttgart

18:14 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Franz
Karlsruhe

18:26 - 68. Spielminute

Tor 2:1
Gomez
Linksschuss
Vorbereitung Hitzlsperger
Stuttgart

18:28 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Marica
für Cacau
Stuttgart

18:34 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Timm
für Porcello
Karlsruhe

18:34 - 78. Spielminute

Spielerwechsel
Stindl
für Iashvili
Karlsruhe

18:39 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Buck
für Celozzi
Karlsruhe

18:43 - 87. Spielminute

Tor 3:1
Marica
Rechtsschuss
Vorbereitung Hitzlsperger
Stuttgart

18:45 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Buck
Karlsruhe

18:45 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Mandjeck
für Gomez
Stuttgart

VFB

KSC

Karlsruhe verliert zum neunten Mal hintereinander in Stuttgart

Hitzlsperger hat die Ideen

Khedira trifft zum 1:1

Volltreffer: Khedira dreht nach seinem 1:1 zum Jubeln ab, Sebastian und Cacau nehmen dies unterschiedlich zur Kenntnis. dpa

VfB-Trainer Armin Veh änderte sein Team im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg gegen Cherno More Varna im UEFA-Cup auf zwei Positionen. Delpierre musste wegen Patellasehnenproblemen kurzfristig passen, für ihn rückte Boka in die Startelf. Zudem bekam Gomez mit Cacau einen weiteren Stürmer zur Seite gestellt, Magnin musste dafür weichen. Das letzte KSC-Auswärtsspiel in Frankfurt wurde abgesagt. Im Vergleich zum 0:2 gegen Köln rückte Franz nach Muskelbeschwerden zurück in die Startelf, Porcello und Iashvili durften ebenfalls von Beginn an ran. Stoll, Aduobe und Carnell (Knieprobleme) mussten weichen.

Zwischen den beiden Fangruppen ging es schon vor dem Spiel heiß her - und auch auf dem Platz wurde bald klar: Es ist Derbyzeit. Der VFB suchte sein Heil sogleich in der Offensive, und hätte Simak den Pass von Hitzlsperger nicht vom Fuß springen lassen, hätten die Schwaben schon nach sechs Minuten in Führung gehen können. Zwei Minuten später machte es dann der KSC vor, wie man die erste Chance in Zählbares ummünzt: Iashvili kam von der rechten Torauslinie zum Flanken, vollkommen ungedeckt durfte Freis am langen Eck einköpfen. Lehmann war machtlos (8.).

Der 5. Spieltag

Das badisch-schwäbische Derby blieb munter und abwechslungsreich. Der VfB reagierte auf den Rückstand und versuchte, den frech auftretenden Karlsruhern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Cacau scheiterte mit einem Fernschuss noch an Miller (20.) - Khedira machte es zwei Minuten später besser. Gomez wich auf den linken Flügel aus und flankte aus dem Halbfeld auf den Mittelfeldspieler, der sich nach oben schraubte und sehenswert zum Ausgleich einköpfte.

Das Tempo blieb hoch, beide Mannschaften überbrückten schnell das Mittelfeld. Die nächste gefährliche Aktion für das VfB-Tor ging erneut von Freis aus, sein 18-Meter-Freistoß verfehlte jedoch knapp das Ziel (27.). Auch wenn das Kombinationsspiel der Karlsruher ein wenig flüssiger wirkte - die besseren Möglichkeiten hatten die Schwaben. Erneut war es der glücklose Simak, der eine "Hundertprozentige" nicht zu nutzen wusste. Von Cacau glänzend in Szene gesetzt, scheiterte der Spielmacher allein vor dem Tor mit einem Lupferversuch an Miller (38.).

Die Quittung folgte in der Pause. Armin Veh ließ Simak in der Kabine und brachte mit Hilbert eine frische Kraft. Viel brachte diese Maßnahme nicht. Das Niveau der Partie nahm ab, zu hoch war die Fehlpassquote auf beiden Seiten. Und auch die Gelegenheiten wurden seltener. Bei der nächsten Chance für Karlsruhe half Lehmann kräftig mit. Nach einem langen Ball eilte er überstürzt aus seinem Tor. Kennedy war jedoch schneller, legte per Kopf ab auf Mutzel, der das Geschenk aber nicht zu nutzen wusste. Aus 17 Metern schoss er über das verwaiste Tor hinweg (52.).

Das war's dann aber auch fürs Erste. Stimmung kam erst wieder bei einem Foul von Franz an Gomez auf, der die beiden Streithähne kurz in den Mittelpunkt rückte. Der Karlsruher Kapitän kassierte dafür Gelb. Doch dann machte Gomez sportlich auf sich aufmerksam. Wie so oft hatte Hitzlsperger mit seinem Chip-Pass die zündende Idee, Gomez behielt allein vor Miller die Nerven. Der Treffer hätte eigentlich nicht zählen dürfen. Der VfB-Stürmer stand knapp im Abseits (68.).

Lanig und Freis

Schlagseite: Am Ende fanden Martin Lanig und der VfB wieder in die Spur, der Treffer von Sebastian Freis reichte nicht für den KSC. dpa

Auch wenn dem KSC kämpferisch nichts vorzuwerfen war - viel Durchdachtes kam nicht mehr von den Badenern. Vielmehr hatten sich die Schwaben nun warmgespielt, doch bei der Veh-Elf fehlte neben der Genauigkeit die Konsequenz im Abschluss. So verlief die Schlussphase ohne große Höhepunkte - bis zur 87. Minute. Nach einem Konter machte der VfB den Deckel drauf. Wieder ging die Situation vom umsichtigen Hitzlsperger aus. Er passte im richtigen Moment auf den gestarteten Marica, der im Eins gegen eins Keeper Miller überwand und den Schwaben endgültig die drei Punkte sicherte.

Stuttgart muss am Mittwoch im Pokal gegen Bielefeld antreten, danach reist die Veh-Elf nach Dortmund. Karlsruhe spielt am Mittwoch im Pokal in Offenbach, danach am Sonntag gegen Wolfsburg.