Bundesliga 2008/09, 3. Spieltag
21:00 - 30. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
McKenna
für Ümit Özat
Köln

21:51 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Porcello
für Mutzel
Karlsruhe

21:54 - 66. Spielminute

Gelbe Karte
Aduobe
Karlsruhe

22:01 - 72. Spielminute

Tor 0:1
Novakovic
Kopfball
Vorbereitung Geromel
Köln

22:03 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Iashvili
für Carnell
Karlsruhe

22:07 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Karlsruhe)
Kapllani
für Aduobe
Karlsruhe

22:13 - 84. Spielminute

Tor 0:2
Se. Radu
Rechtsschuss
Vorbereitung Novakovic
Köln

22:15 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Broich
für Chihi
Köln

22:17 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Scherz
für Novakovic
Köln

KSC

KOE

Ümit Özat kollabiert und verliert das Bewusstsein

Radu kontert KSC aus

Kölns Geromel (li.) bedrängt Karlsruhes Adoube.

Ohne Angst in den Zweikampf: Kölns Geromel (li.) bedrängt Karlsruhes Adoube. dpa

Beim KSC musste Trainer Edmund Becker nach dem 1:2 in Hamburg auf Kapitän Franz (Muskelfaserriss) verzichten. Zudem rutschte Staffeldt aus der Mannschaft. Stoll und Mutzel standen neu in der Startelf. Kölns Coach Christoph Daum sah nach dem 1:1 gegen Frankfurt nur auf einer Position Handlungsbedarf und brachte Chihi für Sanou.

Beide Teams starteten mit derselben taktischen Ausrichtung. Die Defensive hatte Vorrang, Torsicherung stand im Vordergrund. So ergaben sich auch kaum nennenswerte Offensivaktionen. Köln igelte sich in der eigenen Hälfte ein und suchte immer wieder mit weiten und steilen Pässen die Spitzen einzusetzen. Gegen eine aufmerksame KSC-Abwehr, der man das Fehlen von Franz zunächst nicht anmerkte, gelang das aber lange Zeit nicht.

Doch auch für die Badener war der Weg hin zu des Gegners Tor verbaut. Die Hintermannschaft des FC ließ da überhaupt nichts anbrennen. Erst in der fünfzehnten Minute sorgte Freis mit einem Solo für etwas Gefahr. Doch Kennedy war nach einem ungenauen Abspiel in der Mitte mit der Ballannahme überfordert.

Überschattet wurde das Spiel dann vom Kollaps des FC-Kapitäns Ümit Özat (27.). Ohne Fremdeinwirkung knickte der Türke in der eigenen Hälfte ein und blieb auf dem Rasen bewusstlos liegen. Sofort riefen seine Mitspieler die Sanitäter auf den Platz und verlangten medizinische Hilfe. Auf dem Platz begannen die Erste-Hilfe-Maßnahmen, Mondragon und Christoph Daum hatten Tränen in den Augen. Köln stand unter Schock, im Stadion war es totenstill. Nach einigen Minuten dann gab der Stadionsprecher Entwarnung und verkündete, Ümit Özat sei wieder ansprechbar. Das Spiel wurde fortgesetzt.

Der 3. Spieltag

Der verbliebene Rest der ersten Hälfte stand dann deutlich im Schatten der Geschehnisse um Ümit Özat. Kaum eine Aktion gelang den beiden Teams noch, die erst in der Nachspielzeit wieder etwas zulegten. Aber Eichner und Novakovic (45. +3) vergaben gute Schusschancen.

Der zweite Durchgang geriet über weite Strecken ähnlich uninspiriert wie die ersten 45 Minuten. Schwungvolles Angriffsspiel? Tolle Torszenen? Mangelware! Zumindest der Einsatz beider Teams war nun höher, es kam nun vereinzelt zu Torchancen. Matip ließ mit einem Fernschuss aufhorchen (53.), und Freis scheiterte mit einem Schuss auf das kurze Eck an Mondragon (56.).

So plätscherte das Spiel dahin, ehe Köln mit dem ersten strukturierten und schön vorgetragenen Konter der Partie in Führung ging. Über Petit und Geromel landete das Spielgerät beim lauernden Torjäger Novakovic, der ohne Mühe per Kopf aus kurzer Distanz seinen dritten Saisontreffer verbuchte (72.).

Entsetzen beim FC: Ümit Özat wird behandelt.

Entsetzen beim FC: Ümit Özat wird behandelt. dpa

Der KSC reagierte. Trainer Edmund Becker schickte mit Iashvili (74.) und Kapllani (78.) zwei frische Stürmer auf den Platz, die in der Schlussphase noch die Wende schaffen sollten. Und die Badener drückten nun, spielten endlich zwingend und kamen zu großen Chancen. Kapllani setzte den Ball gar an die Latte (81.).

Dann aber sorgte Radu für die Entscheidung. Der Rumäne angelte sich eine Kopfballverlängerung von Novakovic, nahm den Ball dabei aber mit seinem angelegten Arm mit und schob unhaltbar für Miller ins rechte untere Eck ein. Millers Proteste fruchteten nicht, Schiedsrichter Florian Meyer erkannte den Treffer an. Köln konterte Karlsruhe eiskalt aus und sicherte sich Saisonsieg Nummer eins und wichtige drei Punkte.

Spieler des Spiels

Milivoje Novakovic Sturm

2,5
Spielnote

Eine zerfahrene Partie mit wenig Fußball auf beiden Seiten.

5
Tore und Karten

0:1 Novakovic (72', Kopfball, Geromel)

0:2 Se. Radu (84', Rechtsschuss, Novakovic)

Karlsruhe

Miller 3 - Celozzi 3,5, Sebastian 5, Stoll 5, Eichner 4,5 - Mutzel 4 , Aduobe 4 , Freis 4, A. da Silva 4, Carnell 5 - Kennedy 5

Köln

Mondragon 2,5 - Ümit Özat , Geromel 2,5, Mohamad 3, Brecko 4 - Petit 3,5, Matip 4, Se. Radu 3,5 , Antar 5, Chihi 5 - Novakovic 2,5

Schiedsrichter-Team

Florian Meyer Burgdorf

3,5
Spielinfo

Stadion

Wildparkstadion

Zuschauer

29.308

Nach der Länderspielpause ist Karlsruhe wiederum an einem Freitag gefordert. Es geht nach Hessen zu Eintracht Frankfurt. Köln erwartet am Samstag hohen Besuch. Bayern München reist in die Domstadt.