20:55 - 9. Spielminute

Tor 1:0
Podolski
Linksschuss
Vorbereitung Klose
Deutschland

21:01 - 15. Spielminute

Gelbe Karte (Russland)
Zyryanov
Russland

21:14 - 28. Spielminute

Tor 2:0
Ballack
Rechtsschuss
Vorbereitung Schweinsteiger
Deutschland

21:47 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Russland)
Dzagoev
für Yanbaev
Russland

21:53 - 51. Spielminute

Tor 2:1
Arshavin
Rechtsschuss
Vorbereitung Anyukov
Russland

22:10 - 69. Spielminute

Gelbe Karte (Russland)
V. Berezutskiy
Russland

22:13 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Gomez
für Klose
Deutschland

22:25 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Frings
für Trochowski
Deutschland

22:26 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Russland)
Sychev
für Semak
Russland

22:34 - 90. + 3 Spielminute

Spielerwechsel (Deutschland)
Rolfes
für Hitzlsperger
Deutschland

GER

RUS

WM-Qualifikation Europa

Erst gezaubert, dann gezittert

Keeper Adler gelingt ein gutes Debüt

Erst gezaubert, dann gezittert

Kapitän Ballack (li.) mit Schweinsteiger

Torschütze und Vorbereiter: Kapitän Ballack (li.) mit Schweinsteiger. dpa

Bundestrainer Joachim Löw tauschte nach dem 3:3 in Finnland gleich viermal Personal aus: Nach dem Ausfall von Enke (Handbruch) debütierte Leverkusens Adler im Tor, in der Abwehr kamen Arne Friedrich und Mertesacker für Fritz und Tasci zum Einsatz, und im Mittelfeld machte der ambitionierte Rolfes Platz für Kapitän Ballack.

Bei der Sbornaja musste Coach Guus Hiddink die Ausfälle von Abwehrchef Kolodin sowie Angreifer Pavlyuchenko kompensieren und brachte dafür Vasiliy Berezutskiy. Vorne übernahm Progrebnyak die Rolle der einzigen Spitze und sollte von Arshavin und Denisov unterstützt werden.

Spieler des Spiels
Deutschland

René Adler Tor

1,5
Spielnote

Ein Topspiel mit Tempo, Technik, Tricks und tollen Toren.

1,5
Tore und Karten

1:0 Podolski (9', Linksschuss, Klose)

2:0 Ballack (28', Rechtsschuss, Schweinsteiger)

2:1 Arshavin (51', Rechtsschuss, Anyukov)

Deutschland
Deutschland

Adler 1,5 - Friedrich 3,5, Mertesacker 3, Westermann 2,5, Lahm 3,5 - Ballack 2,5 , Hitzlsperger 3 , Schweinsteiger 3, Trochowski 2,5 - Klose 3 , Podolski 2,5

Russland
Russland

Akinfeev 3 - Anyukov 2,5, V. Berezutskiy 4 , Ignashevich 3,5, Yanbaev 3 - Semak 3 , Denisov 4, Zyryanov 3 , Zhirkov 2,5, Arshavin 2 - Pogrebnyak 4

Schiedsrichter-Team
Peter Fröjdfeldt

Peter Fröjdfeldt Schweden

2
Spielinfo

Stadion

Signal-Iduna-Park

Zuschauer

65.607 (ausverkauft)

Russland zeigte schon nach vier Minuten, warum die Löw-Elf auf der Hut sein musste: Zhirkov, links steil von Arshavin geschickt, überlief Friedrich und flankte scharf in die Mitte, wo Progrebnyaks Volleyschuss aus vier Metern knapp über den Balken sauste.

Lahm leitete mit einem Solo erste vielversprechende deutsche Angriffsbemühungen ein (7.), Ballack feuerte nach Kloses Vorlage einen Volleyschuss ab, den Akinfeev mit Mühe über den Balken lenkte (8.) - und wieder eine Minute später ging das DFB-Team in Führung: Hitzlsperger spielte steil nach vorne, Schweinsteiger legte mit der Hacke auf Klose ab. Der Münchner fintierte erfolgreich gegen Ignashevich und schickte Podolski in den Strafraum. Der Linksfuß ließ sich von Berezutskiy nicht aufhalten und jagte das Leder aus zehn Metern fulminant ins rechte Eck.

Ballack beglückwünscht Podolski zum Führungstor

"Gut gemacht, Poldi!" Ballack beglückwünscht Podolski zum Führungstor. dpa

Es war eine begeisternde und abwechslungsreiche Partie mit hohem Tempo. Die Gäste versteckten sich keineswegs, brachten die nicht immer sattelfeste Abwehr um Mertesacker des Öfteren ins Schwitzen - vor allem über die linke Angriffsseite (Zhirkov, 12., Arshavin, 17.) -, doch Debütant Adler bekam im ersten Durchgang nicht wirklich etwas zu tun, weil die letzte Konsequenz bei den Gästen im Abschluss fehlte.

Deutschland hielt das Heft nach 20 Minuten immer fester in der Hand. Abgesehen von einem Ignashevich-Fernschuss knapp über die Latte (27.) war von der Hiddink-Elf im ersten Abschnitt offensiv nicht mehr viel zu sehen. Von den Gastgebern schon mehr, und wie: Trochowski spielte aus dem Halbfeld zu Schweinsteiger links in den Strafraum. Der Blondschopf orientierte sich kurz und flankte dann butterweich nach rechts in den Fünfer, wo Ballack heranrauschte und aus drei Metern ins rechte Eck vollendete (28.).

Wie entfesselt spielte der WM-Dritte nun auf. Flüssige Kombinationen garniert mit kernigen Schüssen, die Akinfeev teilweise exzellent entschärfte (Trochowski, 34., Podolski, 34., 42.), versetzten das Dortmunder Publikum bis zur Pause teilweise in Verzücken.

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Nach der Pause begann die Sbornaja mit Jungstar Dzagoev für Yanbaev. Im ersten Durchgang hatten sich die Gastgeber auch taktisch äußerst dizipliniert verhalten und die Gäste nur sporadisch ins Spiel kommen lassen. Dies sollte sich schnell ändern, denn ein Fehler von Lahm brachte den Kontrahenten zurück in die Partie: Dem Münchner sprang der Ball auf der linken Abwehrseite vom Fuß. Anyukov schnappte sich das Leder, ging bis zur Grundlinie durch und tunnelte Adler. Der Ball lief parallel zur Torlinie entlang zum linken Pfosten, wo Arshavin nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte (51.).

Russland roch Lunte, und die Löw-Schützlinge offenbarten gegen die unheimlich schnell von Abwehr auf Angriff umschaltenden Gäste nun Defensiv-Schwächen. Adler verhinderte gegen Semak nach Schnitzer von Schweinsteiger den Ausgleich (55.), ehe die Hausherren langsam aber sicher wieder besser dagegenhielten, ohne freilich die Sicherheit aus dem ersten Durchgang wiederzufinden - auch weil sie dem Tempo aus dem ersten 45 Minuten nun Tribut zollen mussten.

Nur noch vereinzelt gelangen Offensivaktionen: Trochowski traf nach schöner Einzelleistung nur die Latte (62.). Ansonsten fehlte es oft an der Entlastung, so dass es hinten oft brenzlig wurde, denn das deutsche Mittelfeld konnte die von der Sbornaja blitzartigen aus der Zentrale heraus eingeleiteten Angriffe nicht immer rechtzeitig unterbinden.

Die Abwehr blieb der am meisten geforderte Mannschaftsteil, vor allem Irrwisch Arshavin setzte den Deutschen mehr als einmal zu, hatte aber erst in der 80. Minute eine gute Ausgleichschance, zielte aber Zentimeter daneben. In der 87. Minute bewahrte der Pfosten nach einem Ausrutscher Mertesackers und einem Schuss von Dzagoev die deutsche Elf vor dem 2:2, die nach einigen bangen Nachspielminuten den wichtigen Sieg über die Zeit spielen konnte.

Am Mittwoch tritt das DFB-Team erneut zu Hause an: In Mönchengladbach wartet auf die Löw-Elf um 20.45 Uhr gegen Wales das nächste Gruppenspiel der WM-Qualifikation.