18:34 - 34. Spielminute

Gelbe Karte (Jena)
Maul
Jena

18:35 - 35. Spielminute

Spielerwechsel (Osnabrück)
T. Reichenberger
für Aziz
Osnabrück

18:42 - 42. Spielminute

Gelbe Karte (Jena)
R. Müller
Jena

19:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Osnabrück)
De Wit
für Heidrich
Osnabrück

19:18 - 61. Spielminute

Gelbe Karte (Osnabrück)
T. Reichenberger
Osnabrück

19:20 - 62. Spielminute

Tor 1:0
Allagui
Kopfball
Vorbereitung Werner
Jena

19:23 - 65. Spielminute

Tor 1:1
T. Reichenberger
Kopfball
Vorbereitung Thomik
Osnabrück

19:29 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (Jena)
Oniani
für S. Günther
Jena

19:31 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Jena)
Torghelle
für von Walsleben-Schied
Jena

19:34 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Osnabrück)
A. Schäfer
für Grieneisen
Osnabrück

19:40 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Jena)
Petersen
für Hansen
Jena

19:44 - 86. Spielminute

Gelbe Karte (Jena)
Torghelle
Jena

19:50 - 90. + 3 Spielminute

Rote Karte (Jena)
Ziegner
Jena

JEN

OSN

2. Bundesliga

Joker Reichenberger schlägt zurück

Beide Teams lassen vor der Pause zahlreiche Großchancen liegen

Joker Reichenberger schlägt zurück

Sami Allagui (Mitte) gegen Paul Thomik (r.) und Matthias Heidrich

Ließ einige Chancen liegen, traf dann aber zur Führung: Sami Allagui (M., gegen Paul Thomik (r.) und Matthias Heidrich). dpa

Während bei Jena im Vergleich zum bitteren 0:5 in Hoffenheim nur Günther für Kikuchi neu in die Startelf rückte, wechselte VfL-Coach Claus-Dieter Wollitz munter durch nach dem 1:2 gegen Mainz: Schanda (nach Gelbsperre) begann für Ndjeng, Surmann für Schäfer und Aziz für de Wit. Die größte Überraschung aber: Erstmals in dieser Saison saß Reichenberger nur auf der Bank! Hennings verdrängte den zuletzt wenig treffsicheren Torjäger.

In den ersten 15 Minuten bekamen die Zuschauer auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld abgesehen vom strömenden Regen nicht viel zu sehen. Zwar war Jena die deutlich aktivere Mannschaft und wesentlich präsenter im Mittelfeld, in der Offensive klappte aber auf beiden Seiten zunächst kaum etwas. Auch das Tempo war nicht besonders hoch. Doch plötzlich ging es Schlag auf Schlag, eine Riesenchance folgte der nächsten! Als erstes verzog Allagui nach schöner Vorarbeit von Schied allein vor Berbig (17.). Eine Minute später rutschte Cichon wenige Meter vor dem Tor unbedrängt in eine Aziz-Flanke - drüber.

Die dicksten Möglichkeiten in dieser Phase hatten und vergaben die Gäste: Grieneisens Flanke bekam Khomutovski nicht zu fassen, so dass Surmann - natürlich etwas überrascht - am zweiten Pfosten nur das leere Tor treffen musste, diese Aufgabe aber tatsächlich nicht löste (21.)! Immer wenn man dachte, größer kann die Chance nicht mehr werden, legten die Akteure noch eins drauf: Nach Frommers Kopfballverlängerung ließen die Jenaer Hennings aus acht Metern vollkommen frei aus dem Stand köpfen - Latte (26.)! Steigerung dazu? Hansen! Der 24-Jähriger hämmerte nur zwei Minuten später einen Querpass von Schied an die Unterkante der Latte. Da ging Allaguis Pfostentreffer nach einer halben Stunde beinahe schon unter. Zwischendurch hatte Referee Knut Kircher Jena auch noch einen Elfmeter verweigert, als er beim Zweikampf Schanda gegen Schied auf Weiterspielen entschied (25.).

Der 31. Spieltag

Die Abwehrreihen auf beiden Seiten offenbarten insgesamt in dieser Phase riesengroße Löcher, die Offensivakteure ziemlich schwache Nerven. Gäste-Coach Claus-Dieter Wollitz wollte sich das nicht länger anschauen und brachte Reichenberger schon nach 35 Minuten, Aziz musste früh runter. Doch zu einer Gelegenheit kam der VfL-Torjäger nicht mehr, in den verbliebenen zehn Minuten ließen es die Akteure etwas ruhiger angehen. Trotzdem war das 0:0 zur Pause fast schon eine Sensation, ein 3:3 hätte dem Spielverlauf eher entsprochen.

Die Defensivschwächen auf beiden Seiten waren den Trainern offenbar nicht verborgen geblieben, nach der Pause traten die Teams zunächst viel disziplinierter auf, was aber auch zur Folge hatte, dass die erste gute Möglichkeit der zweiten Halbzeit eine knappe Viertelstunde auf sich warten ließ: Werner nahm Ziegners Flanke in der rechten Strafraumhälfte mit Risiko direkt und verfehlte den Kasten nur knapp (58.). Jena ließ nicht locker, und dann war die Kugel drin: Berbig kam nach einer Werner-Ecke raus, ging wieder zurück - und bekam dann auch noch Allaguis Kopfball durch die Beine, Jena führte (62.)! Doch das nicht lange: Nur drei Minuten später hielt Reichenberger zehn Meter vor dem Tor seinen Kopf in Thomiks Mischung aus Flanke und Schuss, Khomutovski hatte keine Chance, der etwas überraschende Ausgleich.

Mit dem 1:1 kamen die Hausherren gar nicht zurecht. Das Tempo ließ nach, nach vorne ging nicht mehr viel. Osnabrück war zwar nun überlegen, wusste die Jenaer Verunsicherung aber auch nicht so recht auszunutzen. Vor allem Hennings nicht, der nach 80 Minuten die große Gelegenheit zum 2:1 vergab, als er eine Hereingabe von links Khomutovski in die Arme schob. Am Ende warf Jena noch einmal alles nach vorne und bekam die Siegchance: Ein langer Ball rutschte durch auf Allagui, der Berbig per Kopf überlupfen wollte. Der VfL-Schlussmann kam noch dran, der Ball hoppelte Richtung Pfosten, Petersen eilte heran, brachte die Kugel aber nicht mehr ins Tor. Ziegners Rote Karte in der Nachspielzeit nach einer Notbremse war die letzte aufregende Szene in einem aufregenden Spiel.

Spieler des Spiels

Thomas Reichenberger Sturm

2,5
Tore und Karten

1:0 Allagui (62', Kopfball, Werner)

1:1 T. Reichenberger (65', Kopfball, Thomik)

Jena

Khomutowski 3 - Maul 3,5 , R. Müller 3,5 , Stegmayer 4 - S. Günther 3 , Ziegner 4,5 , Hansen 3 , Werner 5, Kandelaki 3,5 - von Walsleben-Schied 4,5 , Allagui 3

Osnabrück

Berbig 3,5 - Schuon 3, Cichon 2,5, Schanda 3, Thomik 2,5 - Aziz 5,5 , Surmann 3, Heidrich 4,5 , Grieneisen 3,5 - Hennings 5, Frommer 4

Schiedsrichter-Team

Knut Kircher Rottenburg

5
Spielinfo

Stadion

Ernst-Abbe-Sportfeld

Zuschauer

9.291

Für Jena rückt ein weiteres Jahr in der zweiten Liga nach diesem Remis in immer weitere Ferne. Trotz des hoffnungsvollen Restprogramms muss schon alles stimmen, wenn der Abstieg noch verhindert werden soll. Wenn die Thüringer am Dienstag in Aue nicht gewinnen, ist der Abschied perfekt. Osnabrück, das zeitgleich gegen Fürth antreten wird, bleibt weiterhin über dem Strich.