Bundesliga 2007/08, 24. Spieltag
17:06 - 6. Spielminute

Tor 1:0
Haggui
Rechtsschuss
Vorbereitung Rolfes
Leverkusen

17:13 - 12. Spielminute

Tor 1:1
Misimovic
Rechtsschuss
Vorbereitung Koller
Nürnberg

17:29 - 29. Spielminute

Gelbe Karte
Gresko
Leverkusen

18:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Vidal
für B. Schneider
Leverkusen

18:07 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Castro
Leverkusen

18:13 - 57. Spielminute

Tor 2:1
Glauber
Eigentor, Rechtsschuss
Vorbereitung Gresko
Leverkusen

18:15 - 59. Spielminute

Tor 3:1
Gekas
Rechtsschuss
Vorbereitung Barnetta
Leverkusen

18:21 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Charisteas
für Vittek
Nürnberg

18:34 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
H. Sarpei
für Gekas
Leverkusen

18:39 - 82. Spielminute

Tor 4:1
Kießling
Rechtsschuss
Vorbereitung H. Sarpei
Leverkusen

18:41 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Freier
für Barbarez
Leverkusen

18:43 - 87. Spielminute

Gelbe Karte
Mnari
Nürnberg

LEV

FCN

Bayer auf Tuchfühlung zu den Champions-League Plätzen

Gekas macht alles klar

Haggui (Leverkusen) trifft zum 1:0

Die Führung für Bayer: Innenverteidiger Haggui staubt ab. Mnari, Klewer und Kluge sind machtlos. dpa

Leverkusens Trainer Michael Skibbe brachte nach der 2:3-Niederlage beim HSV im UEFA-Cup, die nach dem 1:0 im Hinspiel dennoch den Einzug ins Viertelfinale bedeutete, Gresko und Schneider für Sarpei und Vidal.

Bei Nürnberg musste Coach Thomas von Heesen im Vergleich zum 0:0 gegen den HSV auf Gelbsünder Pinola verzichten, für den Kristiansen spielte. Koller stand nach seiner abgelaufenen Sperre wegen Sportgerichtsurteil wieder in der Startelf, für Engelhardt blieb nur die Bank.

Leverkusen begann druckvoll und drängte Nürnberg von Anpfiff an in die eigene Hälfte. Der Club versuchte zunächst hinten sicher zu stehen, wirkte aber bei ersten Angriffsbemühungen der Werkself unsortiert, ohne dass Leverkusen hieraus zunächst Profit ziehen konnte.

In der 3. Spielminute entschärfte Klewer einen Kopfball-Aufsetzer von Gekas auf dem regennassen Rasen mit toller Parade. Nürnberg agierte zunächst offensiv zu zurückhaltend, so dass die Westdeutschen fast zwangsläufig früh in Führung gingen. Rolfes stieg nach Schneider-Eckball höher als der sich verschätzende Koller. Den Ball des Nationalspielers ließ Klewer abklatschen und der aufgerückte tunesische Innenverteidiger Haggui staubte aus kurzer Distanz in die Maschen des FCN-Tores ab (6.). Unmittelbar nach dem Führungstreffer nahm die Skibbe-Elf aber das Tempo aus dem eigenen Spiel und agierte zu passiv. Die Franken hingegen zeigten sich von dem frühen Rückstand unbeeindruckt, spielten mutig nach vorne und wurden durch Misimovic mit dem Ausgleich belohnt. Der bosnische Nationalspieler zog nach Koller-Vorarbeit entschlossen ab, sein Rechtsschuss wurde durch Friedrich abgefälscht und schlug hinter Bayer-Keeper Adler, der in die andere Ecke unterwegs war, ein. (12.).

Es entwickelte sich nun ein flottes, abwechslungsreiches Spiel. Nürnberg hatte unmittelbar nach dem Ausgleich weitere Chancen durch Koller (14.) und den agilen Saenko (21.), der über den linken Flügel für Betrieb sorgte. Die Werkself präsentierte sich im Aufbau spielsicher und kombinierte zügig, konnte aber die Räume, die ihnen mitunter defensiv leichtfertig agierende Club-Spieler ließen, aufgrund fehlender Genauigkeit im Passspiel nicht nutzen. Um die 25. Spielminute verflachte die Partie etwas, da Nürnberg seine Spielzüge nicht konsequent zu Ende spielte und auf der anderen Seite das defensive Mittelfeld der Franken einen besseren Zugriff auf das Spiel bekam.

Der Russe Saenko beendete diese höhepunktarme Spielphase und zwang Adler zu einer Glanzparade (32.). Leverkusen kombinierte sicher durch das Mittelfeld, doch am Nürnberger Strafraum agierte Bayer oft einfallslos und zu wenig zielstrebig, so dass die Skibbe-Schützlinge eher zufällig nach Klewer-Fehler durch Gekas zu einer weiteren Chance kamen (38.). Unmittelbar vor der Halbzeit beruhigte sich das Spiel wieder. Bayer wirkte nach dem Uefa-Cup Einsatz müde, Nürnberg spielte bei sich bietenden Gegenstößen nicht präzise genug nach vorne.

Der 24. Spieltag

Zur zweiten Halbzeit brachte Bayer-Coach Skibbe den Chilenen Vidal, der im Mittelfeld stärker ankurbeln sollte für Schneider. Die Gastgeber kamen wie im ersten Durchgang besser aus der Kabine und hatten durch den Ex-Nürnberger Kießling, der im Tausch mit Barnetta auf den rechten Flügel wechselte, eine erste Möglichkeit (50.). Danach verflachte die Partie zusehends.

Doch durch einen Doppelschlag wurde nun das inkonsequentere Zweikampfverhalten des Teams aus der Noris binnen drei Minuten gnadenlos bestraft. Nach einem Tempolauf von Gresko flankte der Slowake von Reinhardt nur begleitet nach innen, wo der Ball von Club-Innenverteidiger Glauber unglücklich ins eigene Tor abgefälscht wurde (57.). Nürnberg präsentierte sich nun im Deckungsverband desolat, so dass Gekas keine Probleme hatte, vor den Augen seines Nationaltrainers Rehagel aus elf Metern zum 3:1 einzuschieben (59.). Die Franken waren nun völlig von der Rolle und Kießling hatte bei einem Konter die Möglichkeit, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Der Blondschopf im Bayer-Trikot traf jedoch frei vor dem leeren Tor nur den rechten Pfosten (61.).

FCN-Trainer Thomas von Heesen wechselte nun Charisteas für Vittek ein. Doch auch wenn der Grieche zunächst keine Bindung zum Spiel fand, versuchten die Nürnberger im Leverkusener Dauerregen nun den Anschluss zu erzielen und hatten Möglichkeiten durch Kluge (69.) und Saenko (70). Da der FCN aber hinten nun öffnete, bot sich im direkten Gegenzug für Bayer durch Kießling eine weitere hochkarätige Chance.

Nürnberg zeigte in der Schlussphase keine kreativen Impulse mehr und zu wenig Durchsetzungsvermögen, um die Bayer-Abwehr auszuhebeln und zu verkürzen. Bayer hingegen zeigte bei seinen zielstrebigen Gegenstössenen nun Effizienz. Nachdem Klewer noch gut gegen Barbarez parieren konnte (82.), war der FCN-Torwart machtlos, als Kießling nach Vorarbeit des eingewechselten Sarpei aus kurzer Distanz den Ball vor Reinhardt über die Linie drückte (82.). Nürnberg war nun restlos bedient und musste im Abstiegskampf eine weitere Niederlage einstecken.

Leverkusen tritt am Samstag bei Tabellenführer FC Bayern in der Allianz Arena an. Nürnberg spielt am Samstag zuhause gegen den VFL Bochum und muss im Abstiegskampf möglichst dreifach punkten.