Bundesliga 2007/08, 18. Spieltag
17:28 - 28. Spielminute

Gelbe Karte
Hilbert
Stuttgart

17:32 - 32. Spielminute

Tor 1:0
Kuranyi
Kopfball
Vorbereitung Rakitic
Schalke

18:02 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
A. da Silva
für Hilbert
Stuttgart

18:09 - 52. Spielminute

Tor 2:0
Kuranyi
Rechtsschuss
Schalke

18:10 - 53. Spielminute

Gelbe Karte
Kuranyi
Schalke

18:16 - 59. Spielminute

Spielerwechsel
Magnin
für Träsch
Stuttgart

18:18 - 61. Spielminute

Tor 2:1
A. da Silva
Linksschuss
Stuttgart

18:25 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Beck
Stuttgart

18:33 - 76. Spielminute

Tor 3:1
Westermann
Kopfball
Vorbereitung Rakitic
Schalke

18:34 - 77. Spielminute

Spielerwechsel
Larsen
für Kuranyi
Schalke

18:42 - 86. Spielminute

Spielerwechsel
Sanchez
für Asamoah
Schalke

18:49 - 90. + 1 Spielminute

Tor 4:1
Zé Roberto
Linksschuss
Vorbereitung F. Ernst
Schalke

18:46 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
Zé Roberto
für Rakitic
Schalke

S04

VFB

Träsch gibt sein Debüt beim VfB Stuttgart

Kuranyi: Held und Narr zugleich

Stuttgarts Ciprian Marica (re.) im Duell mit Schalkes Nationalspieler Jermaine Jones.

Stuttgarts Ciprian Marica (re.) im Duell mit Schalkes Nationalspieler Jermaine Jones. dpa

Beim FC Schalke 04 gab es im Vergleich zum jüngsten 3:5 i.E. in Wolfsburg im DFB-Pokal folgende personelle Änderungen: Kobiashvili und Kuranyi (nach überstandener Lungenentzündung) begannen an Stelle von Lövenkrands und Halil Altintop.

Stuttgarts Trainer Armin Veh brachte nach dem 3:2 bei Werder II im DFB-Pokal den 20-jährigen Regionalligaspieler Träsch auf der linken Abwehrseite für den gesperrten Pardo. Hilbert rückte ins Mittelfeld.

Schalkes Neuzugänge Vicente Sanchez und Ze Roberto saßen zunächst ebenso auf der Bank wie Stuttgarts Radu.

Das Spiel kam nur schleppend in die Gänge. Die Intensität war hoch, der Respekt aber auch. Pro Minute gab es zudem ein bis zwei Spielunterbrechungen, meist durch Fouls. Schiedsrichter Brych griff gleich hart durch, ermahnte die Protagonisten eindringlich.

Schalke erspielte sich ein Übergewicht, hatte mehr Ballbesitz, bewies mehr Zug nach vorne, fand gegen die aufmerksame Defensive des VfB aber keinen Weg in den Strafraum. Einzige Ausnahme war ein Standard: Nach einer Rakitic-Ecke von links verpasste Kuranyi am zweiten Pfosten knapp.

Die erste echte Chance gehörte den Schwaben! Gomez legte am Strafraum in die Mitte zu Marica, der sich um seinen Gegenspieler drehte und aus 15 Metern hoch an den rechten Pfosten knallte (20.).

Es herrschte eine hoch explosive Stimmung auf dem Feld in der ausverkauften Veltins-Artena! Harte Zweikämpfe, verbale Scharmützel, ein viel beschäftigter Referee Dr. Brych. Torraumszenen aber blieben Mangelware.

So musste abermals eine Standardsituation den Schalkern den Weg in den Strafraum ebnen, diesmal aber von Erfolg gekrönt: Rakitic brachte einen Freistoß mit Effet von der rechten Seite nach innen, Kuranyi hatte das bessere Timing als Fernando Meira und köpfte aus sechs Metern in den linken Winkel (32.).

Der 18. Spieltag

Der VfB ging nun ein bisschen mehr Risiko, spielte etwas mutiger nach vorne, mehr als Versuche aus der zweiten Reihe (Marica, Gomez) sprang aber nicht heraus. Einen Aufreger gab's noch in der 43. Minute: Hilbert drückte Rafinha im Laufduell den Ellbogen ins Gesicht. Schiedsrichter Dr. Brych pfiff zwar Freistoß, gab Hilbert aber kein Gelb! Es wäre Hilberts zweite gewesen.

Fast mit dem Pausenpfiff hätten die Schwaben beinahe ausgeglichen: Gomez köpfte nach Hitzlsperger-Ecke aus fünf Metern freistehend links am Tor vorbei (45.).

Schalke erhöhte nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff erneut durch Kuranyi auf 2:0: Rakitic-Ecke von links, Schäfer bekam den Ball nicht unter Kontrolle, das Leder kam von Bordons Rücken zu Kuranyi, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Der Nationalstürmer zog beim Torjubel das Trikot aus, sah Gelb und ist ausgerechnet im Revierschlager in Dortmund gesperrt. Große Dummheit des Nationalstürmers!

Wer nun dachte, das wäre Stuttgarts Genickbruch gewesen, kennt VfB-Schlitzohr da Silva nicht, der nach der Pause für den Gelb-Rot-gefährdeten Hilbert kam: Der Brasilianer führte einen direkten Freistoß schnell aus und lupfte den Ball mit links aus 30 Metern über Torhüter Neuer hinweg erst an die Latte, von dort ging der Ball zusammen mit dem Torhüter ins Tor (61.)!

Schalke hatte leichte Vorteile, das Spiel war aber ziemlich zerfahren, vieles entsprang dem Zufall. Es gab kaum eine klare Linie, weder hüben noch drüben. Die Partie als temperamentvoll zu bezeichnen, wäre krass untertrieben. Mit allen erlaubten und vielen unerlaubten Mitteln wurde Fußball gearbeitet und gekämpft, um jeden Zentimeter Rasen gefightet.

Wie beim 1:0 profitierte Schalke aber erneut von einer Standardsituation: Rakitic brachte einen Freistoß von der linken Seite hart nach innen, Westermann stieg hoch und verlängerte unhaltbar zum 3:1 (76.).

Stuttgart mobilisierte zwar nochmal alle Kräfte, gab sich nicht auf, fand aber kein probates Mittel gegen die zweikampfstarke Defensive der Schalker. So brachten die "Königsblauen" den Vorsprung einigermaßen ungefährdet über die Zeit.

Die S04-Fans durften sich in den Schlussminuten noch über den Einstand der beiden Neuzugänge Vicente Sanchez und Ze Roberto freuen. Und die Neuen fügten sich hervorragend ein: Sanchez spielte nach links zu Ernst, der in die Mitte zu Ze Roberto passte. Der Brasilianer schoss den Ball mit Übersicht hoch ins linke Eck (90.+1)!

Der FC Schalke 04 bestreitet am Sonntag in Dortmund den ewig jungen Revierschlager, Stuttgart ist am Samstag gegen die Hertha aus Berlin gefordert.