Bundesliga 2007/08, 2. Spieltag
15:32 - 3. Spielminute

Gelbe Karte
Naldo
Bremen

16:01 - 31. Spielminute

Tor 0:1
Ribéry
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Toni
Bayern

16:07 - 38. Spielminute

Gelbe Karte
Demichelis
Bayern

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Hamit Altintop
für Klose
Bayern

16:39 - 51. Spielminute

Tor 0:2
Toni
Linksschuss
Vorbereitung Hamit Altintop
Bayern

16:48 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Carlos Alberto
für Vranjes
Bremen

16:48 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Ke. Schindler
für Hugo Almeida
Bremen

17:06 - 79. Spielminute

Tor 0:3
Hamit Altintop
Rechtsschuss
Vorbereitung Toni
Bayern

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Ottl
für van Bommel
Bayern

17:15 - 87. Spielminute

Tor 0:4
Ottl
Linksschuss
Vorbereitung Lell
Bayern

17:16 - 89. Spielminute

Spielerwechsel
Wagner
für Toni
Bayern

BRE

FCB

Bayern spielen schön und effektiv

Ribery zaubert und trifft

Bremens Naldo gegen den Ex-Bremer Klose

Zweikampf mit bitterem Ende: Bremens Naldo gegen den Ex-Bremer Klose. dpa

Bei Werder Bremen gab es im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Dinamo Zagreb im Hinspiel der dritten CL-Qualifikationsrunde folgende personelle Änderungen: Die gegen Zagreb treffsicheren "Joker" Jensen und Hugo Almeida standen für Andreasen und Schindler in der Startelf. Vranjes durfte für Carlos Alberto ran.

Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld brachte nach dem 3:0-Sieg gegen Rostock nur einen Neuen: Lell ersetzte den am Wadenbeinkopf verletzten Jansen und spielte rechts in der Viererkette, Lahm rückte nach links.

Miroslav Klose wurde zunächst von den Bremer Fans bei seiner Rückkehr ins Weserstadion mit Pfiffen empfangen, dann von Werder-Manager Klaus Allofs kurz vor der Partie für seine Verdienste um den den hanseatischen Klub in den vergangenen Jahren geehrt. Doch schon kurz nach dem Anpfiff war dies alles vergessen: Erster Zweikampf von Klose gegen Naldo, der Stürmer setzte sich herrlich durch, doch Naldo senste Klose rüde um. Der Bremer erhielt nur Gelb (3.). Klose schien fortan nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte.

Die Partie wurde von Beginn an verbissen geführt, die Emotionen kochten hoch. Die Fans standen im gesamten Stadion. Die Bremer gingen beherzt bis hart in die Zweikämpfe. Die erste gute Gelegenheit gehörte ebenfalls den Norddeutschen: Vranjes spitzelte den Ball an Lucio vorbei in die Gasse zu Sanogo, der freistehend aus 13 Metern halblinker Position sofort abzog, anstatt noch zwei bis drei Schritte zu machen. Kahn stand genau richtig und fing sicher (11.).

Die Spielanteile waren gleichverteilt. Werder spielte gepflegt mit, vieles lief wie gewohnt über Diego. Die Münchner versuchten, schnell in die Spitze zu spielen. Dies gelang zunächst aber nicht, die Anspiele waren nicht präzise genug.

Mit der Zeit beruhigten sich die Gemüter - bei den Fans und auf dem Platz. Die Partie blieb über weite Strecken höhepunktarm. Einer der auffälligsten Akteure war Vranjes, der defensiv im eigenen Strafraum kopfballstark klärte und vorne immer wieder klug die Bälle verteilte.

Nach einer halben Stunde gingen die Bayern etwas überraschend in Führung: Nach einem tollen Pass von Ribery war Toni links im Strafraum zunächst frei. Pasanen kam hinzu und brachte den Italiener zu Fall. Ribery lupfte den Ball frech vom Elfmeterpunkt ins Netz (31.).

Der 2. Spieltag

Naldo war spätestens ab der 35. Minute ganz stark Gelb-Rot-gefährdet! Der Innenverteidiger kam an der Mittellinie gegen Klose zu spät, Dr. Merk ließ aber Vorteil gelten, weil der Ball zu Ribery gelangte. Danach gab's eine letzte Ermahnung für Naldo.

Die Münchner stürmten mit der Führung im Rücken keineswegs im Hurrastil nach vorne, sondern achteten auf eine sichere Defensive. Bremen hatte ein wenig mehr Ballkontakte, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen.

Klose musste nach der Pause verletzungsbedingt in der Kabine bleiben, für ihn kam Hamit Altintop. Ribery agierte nun weiter nach vorne gezogen, Schweinsteiger kam über links, Altintop über rechts.

Und der türkische Nationalspieler führte sich schon bald sehr gut ein: Schneller Konter der Bayern über rechts, Altintop spielte mit viel Übersicht zu Toni, der den Ball kurz annahm und dann klug an Wiese vorbei zum 2:0 einschob (51.).

Die Münchner spielten nun überlegen und ließen den Ball über viele Stationen durch die eigenen Reihen zirkulieren. Zudem stand die Defensive der Hitzfeld-Elf wohlsortiert, behielt immer den Überblick und ließ Diego & Co nicht zur Entfaltung kommen.

Bayern-Jubel: Schweinsteiger feiert mit Torschütze Ribery.

Bayern-Jubel: Schweinsteiger feiert mit Torschütze Ribery. dpa

Doppelwechsel bei Werder nach einer guten Stunde: Schindler sollte für mehr Effektivität im Angriff sorgen als Hugo Almeida, Carlos Alberto die Kreativität im Mittelfeld erhöhen, Vranjes musste weichen.

Aber es blieb erstmal alles beim alten: Die Münchner waren absolut spielbestimmend. Werder durfte das machen, was die Bayern zuließen. Und das war nicht viel! Werder fehlte jegliche Durchschlagskraft, Kahn war nahezu beschäftigungslos.

Ganz anders die Süddeutschen: Ribery mit Kabinettstückchen, Pass auf Toni, der sieht rechts den völlig freien Altintop, welcher Wiese mit einem satten Schuss ins linke Eck keine Chance lässt. 3:0, 79. Minute. Münchner Traumfußball!

Und die Münchner ließen nicht locker: Lell warf zu Ottl ein, der noch ein paar Schritte parallel zum Strafraum machte, um dann vehement mit links in den rechten Torwinkel zu feuern (87.).

Der SV Werder muss nun am 3. Spieltag zum 1. FC Nürnberg nach Franken reisen, während die Münchner Heimrecht gegen Hannover 96 genießen.