Bundesliga 2007/08, 1. Spieltag
15:44 - 14. Spielminute

Tor 1:0
Toni
Linksschuss
Vorbereitung Klose
Bayern

15:48 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
Beinlich
Rostock

16:04 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Orestes
Rostock

16:39 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Stein
Rostock

16:47 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Bülow
für Beinlich
Rostock

16:47 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Langen
für Rahn
Rostock

16:52 - 66. Spielminute

Tor 2:0
Klose
Rechtsschuss
Vorbereitung Lahm
Bayern

17:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Hamit Altintop
für Schweinsteiger
Bayern

17:05 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Sosa
für Ribéry
Bayern

17:10 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Menga
für Yelen
Rostock

17:12 - 85. Spielminute

Tor 3:0
Klose
Kopfball
Vorbereitung Lahm
Bayern

17:13 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Wagner
für Klose
Bayern

FCB

ROS

Harmlose Pagelsdorf-Elf ohne Torschuss

Klose legt vor und trifft

Bayerns Lahm köpft vor Rostocks Kern

Lahm köpft, Kern steht "stramm": Die "Hansa-Kogge" aber schlingerte gegen den Rekordmeister so manchesmal gewaltig. dpa

Beim FC Bayern vertraute Coach Ottmar Hitzfeld bis auf eine Personalie der Startformation, die die erste Runde im DFB-Pokal beim 4:3 i.E. in Burghausen mit Mühe überstand: Neuzugang Toni wurde rechtzeitig fit und kam für die andere Neuverpflichtung Hamit Altintop ins Team. Rostock hatte beim 8:0-Erfolg in Hasborn im selben Wettbewerb keine Probleme. Trainer Frank Pagelsdorf änderte seine Anfangself ebenfalls einmal und brachte Sebastian für Rydlewicz. Stein rückte aus der Innenverteidigung auf die Position des Routiniers.

Der Titelfavorit begann schwungvoll, Wächter, der in der Folge oft im Blickpunkt stehen sollte, wurde von van Bommel (2.) und Ribéry (4.) gleich warm geschossen. Die "Hansa-Kogge" schwamm bei nahezu jedem Bayern-Angriff, überstand aber die erste Angriffswelle und konnte sich im weiteren Verlauf in der Defensive etwas besser organisieren. Dies änderte freilich nichts am fortwährenden Druck der Hitzfeld-Elf - Lucios Distanzschuss segelte knapp drüber (11.).

Hansa hatte Probleme mit dem Tempo und damit, den Ball in den eigenen Reihen zu behaupten. Entlastung blieb so meist Fehlanzeige. Lediglich ein Konter über Kern war in dieser Phase ansatzweise gefährlich, wurde aber schlampig abgeschlossen (12.). Die Führung der Münchner war die logische Folge ihres konsequenten und zielstrebigen Offensivspiels: Der einsatzfreudige Klose entwischte nach Kopfballvorlage von Schweinsteiger in der Mitte seinen Bewachern, legte allein vor Wächter uneigennützig quer zu Toni, der aus sieben Metern nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte - das erste Bundesligator des italienischen Goalgetters war perfekt (14.)!

Nachdem der überraschte Kern eine Schusschance in günstiger Position kläglich abschloss (22.), ging es zunächst weiter mit dem Einbahnstraßenfußball Richtung Tor des Aufsteigers. Wächter parierte binnen Sekunden gegen Schweinsteiger und Jansen (24.) und lenkte den Ball per Fußabwehr gegen den halblinks durchgebrochenen Klose zur Ecke (28.).

Oft im Blickpunkt: Hansa-Keeper Wächter

Oft im Blickpunkt: Hansa-Keeper Wächter. dpa

Danach ebbte die Offensiv-Herrlichkeit des Rekordmeisters ab. Die Pagelsdorf-Schützlinge erzwangen ein gleichverteiltes Spiel, ohne freilich gegen eine so manchesmal etwas leichtfertige Bayern-Deckung zu Möglichkeiten zu kommen.

Der 1. Spieltag

Nach der Pause war die Heimelf, die anfangs nicht so zielstrebig agierte wie noch im ersten Durchgang, vor allem nach Freistößen gefährlich: Toni schoss (46.) und köpfte (56.) jeweils Zentimeter vorbei. Rostock, den Bayern vor allem in punkto Tempo und Technik haushoch unterlegen, kam offensiv nach wie vor nicht zum Zug.

Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld war mit den Darbietungen seiner Schützlinge dennoch nicht mehr zufrieden und schimpfte an der Seitenlinie. Wohl auch über die Entscheidung des Referees, der bei einer strittigen Szene nach einem Zweikampf zwischen Toni und Stein nicht auf den Punkt zeigte (62.). Die Miene des Trainers hellte sich erst wieder auf, als auch der zweite neuverpflichtete Angreifer sein erstes Tor für seinen neuen Verein erzielt hatte: Lahm tanzte am rechten Strafraumeck Stein aus und schoss mit links aufs rechte Eck. Wächter konnte den Ball nicht festhalten, Klose staubte aus drei Meter ab (66.).

Danach lief der Ball flüssig durch die Reihen des Rekordmeisters, der zwar nicht mehr tat als notwendig war, dennoch aber leicht und locker nachlegen konnte. Der eingewechselte Altintop, der vor Ehrgeiz brannte, spielte steil zu Lahm. Der Nationalverteidiger flankte aus vollem Lauf, und in der Mitte setzte sich Klose gegen Lense und Sebastian durch und nickte hoch ins linke Eck ein - der 99. Ligatreffer des Torjägers war gleichzeitig das Endergebnis (85.).

Sein Jubiläumstor kann der Nationalstürmer am kommenden Samstag erzielen, wenn die Bayern zu seinem Ex-Klub nach Bremen reisen. Rostock feiert dann seine Heimspielpremiere gegen Nürnberg.