DFB-Pokal, Achtelfinale: VfB Stuttgart - 1. FC Köln 4:0 (1:0)

Die Analyse: Verdienter Erfolg des Bundesligisten

Stuttgart: Wohlfahrt (3) - Thiam (3), Berthold (3), Keller (3), Schneider (3) - Pinto (3), Soldo (2,5), Lisztes (3), Gerber (2,5) - Ganea (1,5), Dundee (3) Köln: Pröll (5) - Cichon (4,5) - Dziwior (3,5), Sichone (4,5) - Scherz (4), Ojigwe (3), Lottner (4,5), Voigt (4), Springer (4,5) - Timm (5,5), Hasenhüttl (4) Eingewechselt: 65. Catizone (-) für Pinto und Carnell (-) für Gerber, 72. Hosny (-) für Ganea - 65. Kurth (-) für Hasenhüttl, 74. Wollitz (-) für Lottner, 77. Hauptmann (-) für Dziwior Reservebank: Hildebrand (Tor), Endress, Ristic, Kauf - Selke (Tor), Donkov, Cullmann, Rösele Tore: 1:0 Ganea (37., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit), 2:0 Pinto (52., Rechtsschuss, -), 3:0 Ganea (63., Rechtsschuss, Gerber), 4:0 Hosny (90., Rechtsschuss, Dundee) SR: Dr. Wack (Biberbach - Assistenten: Sippel, Greipl), Note 3, zeigte zurecht fünf Mal Gelb wegen Foulspiels, ließ jedoch die Trikotgrapscher (Pinto, Lisztes) ungestraft Zuschauer: 15 000 Gelbe Karten: Keller, Gerber, Lisztes - Scherz, Cichon Spieler des Spiels: Ioan Viorel Ganea. Spielnote: 3


Personal: Stuttgart begann mit der Sieger-Elf von Freiburg; lediglich Wohlfahrt stand nach auskurierter Grippe wieder im Tor. Bei Köln kehrte Cichon auf die Liberoposition zurück, für Kurth stürmte Hasenhüttl.

Taktik: Der VfB in gewohnter For- mation. In der Vierer-Abwehrkette tauchte Rechtsfuß Schneider erneut auf der linken Seite auf, im Mittelfeld wurde der nach wie vor verletzte Balakov durch Lisztes ersetzt. Köln mit einer Dreierkette, zwei defensiven Mittelfeldspielern und dem offensiven Lottner hinter den Spitzen.

Spielverlauf: Beide Mannschaften legten die gleiche Fußball-Philosophie an den Tag: Frühes, aggressives Stören des Gegners schon in dessen Hälfte, große Laufbereitschaft und gesunde Aggressivität im Zweikampf. Im Spiel "gegen den Ball", bei Ballbesitz des Gegners, wurden die Räume überaus eng gemacht. Das Offensivspiel hingegen krankte auf beiden Seiten. Beim VfB gelang es den Außenspielern kein einziges Mal, bis zur Grundlinie vorzustoßen, Köln zeigte ein gepflegtes Kurzpass- Spiel bis 30 Meter vor dem Stuttgarter Tor, dann jedoch nichts mehr. Der zuletzt in den Punktspielen herausragende Lottner tauchte völlig unter. Chancenverhältnis nach 37 Minuten: 1:0.

Das erste Tor, das Torhüter Pröll mit einem groben Fehler einleitete, entschied die Partie. Der VfB konnte nun "sein" Offensivspiel machen: Den Gegner kommen lassen und aus einer kompakten Abwehr heraus gefährlich kontern.

Fazit: Nach dem 1:0 steuerte der VfB einem ungefährdeten Sieg zu, weil der Zweitliga-Spitzenreiter im Offensivspiel jegliche Gefährlichkeit vermissen ließ.

Von Harald Kaiser

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