Tennis

"Für euch alle": Kyrgios verzichtet auf US Open

Zverev kritisiert die Pläne zur Austragung des Turniers

"Für euch alle": Kyrgios verzichtet auf US Open

Nick Kyrgios

Hat seine Teilnahme an den US Open abgesagt: Nick Kyrgios. imago images

Der australische Tennisprofi Nick Kyrgios hat seine Teilnahme an den US Open in New York abgesagt. Er verzichte für die Menschen, für seine Aussies, "für die Hunderttausenden Amerikaner, die ihr Leben verloren haben, für euch alle", teilte der 25-Jährige am Sonntag in einem Video in den sozialen Netzwerken mit.

Zuletzt hatte der amerikanische Tennisverband USTA seine Pläne bekräftigt, die US Open ohne Zuschauer auszutragen. Zuvor soll in Flushing Meadows das von Cincinnati nach New York verlegte Frauen- und Männerturnier ausgetragen werden. Wegen der nach wie vor hohen Covid-19-Zahlen in den USA haben allerdings viele Profis Vorbehalte.

Vor Kyrgios hatte auch schon die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty aus Australien ihren Verzicht auf die US Open bekanntgegeben.

Zverev: "Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden"

Alexander Zverev kritisierte zwar das Festhalten an den Plänen zur Austragung, schloss eine eigene Absage (vorerst) aber aus. "Es ist ein bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen", sagte der Weltranglisten-Siebte aus Hamburg bei einem Show-Turnier in Südfrankreich. "Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden und wir in Europa anfangen."

Es sei angesichts der Corona-Pandemie "nicht die richtige Zeit, jetzt nach Amerika zu fliegen", sagte der 23-Jährige. Er fügte aber auch hinzu: "Wenn die US Open stattfinden, was sollen wir Spieler machen? Gerade wenn alle spielen, es geht ja auch um Ranglistenpunkte." Über eine Absage für das Grand-Slam-Turnier, das am 31. August in New York beginnen soll, habe er "momentan noch nicht nachgedacht", sagte er.

dpa/cfl