Bundesliga

Eintracht Frankfurt - AS Monaco 1:1: Fauxpas von Evan Ndicka

Gacinovic und Torro fehlen wegen Verhandlungen mit anderen Klubs

Remis gegen Monaco: Ndickas Fauxpas bringt Frankfurt um Sieg über Kovac

Das Testspiel zwischen Eintracht Frankfurt und AS Monaco fand keinen Sieger.

Handgemenge: Das Testspiel zwischen Eintracht Frankfurt und AS Monaco fand keinen Sieger. imago images

Für ein wenig Gesprächsstoff hatte die Eintracht bereits vor Abpfiff gesorgt. Gacinovic und Torro standen nicht im Aufgebot, weil sie, wie der Verein mitteilte, "in Verhandlungen mit anderen Klubs stehen".

Wenig Tempo im Spiel - Frankfurt agiert zielstrebiger

Von Anfang an mit dabei war als einziger "Neuzugang" Leih-Rückkehrer Barkok, ansonsten starteten fünf Tage vor dem Europa-League-Rückspiel beim FC Basel ausschließlich etablierte Kräfte. Bei Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke bewegten sich Tempo und Intensität der Partie auf einem eher überschaubaren Level. Nach einer sehr ruhigen Anfangsphase verzeichnete Dost zwei erste gefährliche Abschlüsse für Frankfurt (12., 16.).

Monaco zeigte im zweiten Testspiel unter Kovac zwar insbesondere über Ben Yedder einige feine Ansätze, spielte in vorderster Front aber viel zu ungenau und kam im ersten Durchgang zu keinem echten Abschluss. Dafür verzeichneten die zielstrebigeren Hessen in der Schlussphase des ersten Durchgangs in Person von Barkok (39.) und Ilsanker (45.) noch zwei vorzeigbare Distanzschüsse.

Paciencia trifft sehenswert - Kamada verpasst das zweite Tor

Zur Halbzeit tauschte Hütter auf allen zehn Feldspielerpositionen, einzig Trapp blieb auf dem Feld, weil, wie Hütter später sagte, die Belastung für ihn nicht so hoch war. Neu dabei waren unter anderem Neuzugang Ache (Debüt für die Eintracht) und Leih-Rückkehrer Tuta. Die beste Aktion der Partie zeigte allerdings Paciencia, der einen Querpass von Kamada im Strafraum mit dem ersten Kontakt an Verteidiger Marcelin vorbeilegte und mit dem zweiten dann staubtrocken ins linke Eck drosch - die verdiente Führung für die Eintracht (58.).

Unmittelbar im Anschluss wechselte auch Monaco durch, Kovac tauschte sogar alle elf Spieler aus. Nun standen bei den Monegassen auch einige Akteure aus der zweiten Mannschaft und den Juniorenteams auf dem Feld, was sich deutlich auf das Spielniveau niederschlug. Von Monaco kam kaum noch was, Frankfurt kontrollierte, ohne zwingend zu werden. Kamada bot sich freistehend die Großchance auf das 2:0, der Japaner traf aber nur den Innenpfosten (79.).

Musaba bestraft Ndickas Blackout

Ein Fehlschuss, der sich am Ende noch rächte. Ndicka lud Monaco, das ansonsten quasi keine echte Torchance verzeichnet hatte, mit einem zu kurz geratenen Rückpass noch zum Ausgleich ein. Geubbels scheiterte noch an Trapp, den Nachschuss setzte Musaba dann aber ins verwaiste SGE-Tor zum für Monaco am Ende schmeichelhaften 1:1-Endstand (85.).

Hütter zufrieden - Kovac fiebert mit der SGE mit

"Das Ergebnis passt von der Leistung her nicht", meinte auch Frankfurts Coach Adi Hütter nach Abpfiff. "Wir waren die bessere Mannschaft. Gerade die zweite Hälfte hat mir fußballerisch gut gefallen. Für eine Mannschaft, die erst zwei Tage im Training ist, hat das absolut gepasst." Auch die drei Neuankömmlinge Barkok, Ache und Tuta hätten "ihre Sache gut gemacht". Mit Blick auf das Spiel gegen Basel am Donnerstag lasse sich aber kaum etwas sagen. "Wir müssen bis dahin noch versuchen, die Dinge taktisch so zu trainieren, dass wir sie am Donnerstag besser machen", gab Hütter zu Protokoll.

Unterstützung gab es dabei von seinem Vorgänger. "Sie machen einen guten Eindruck im Hinblick auf das Spiel gegen Basel", bewertete Kovac die Leistung seines Ex-Teams. "Ich glaube, dass da noch so einiges möglich ist". Er jedenfalls, versprach der Monaco-Coach, werde mitfiebern.

mib