Bundesliga

Götze: "Ich bin fast von mir selbst überrascht"

Augsburger hofft nach langer Leidenszeit auf eine Leihe

Götze: "Ich bin fast von mir selbst überrascht"

Freut sich auf "jeden Tag Training": Felix Götze.

Freut sich auf "jeden Tag Training": Felix Götze. imago images

Im Sommer 2018 wechselte Götze von der Reserve des FC Bayern in die Bundesliga, ein paar Wochen später erzielte der jüngere Bruder von Weltmeister Mario sein erstes Tor. Ausgerechnet gegen die Profis des FC Bayern traf er als Joker zum 1:1. Doch schon zu diesem Zeitpunkt plagten ihn Schmerzen an der Hüfte, die immer schlimmer wurden. "Irgendwann konnte ich nicht mal mehr auf dem Sofa sitzen", erinnert er sich.

Weil konservative Therapien nicht halfen, ließ sich Götze vor gut einem Jahr operieren. Dabei wurde ein Stück Knochen im linken Hüftgelenk entfernt, das die Schmerzen verursacht hatte. Dem Eingriff folgte ein monatelanges Aufbauprogramm, inzwischen sind aber alle Probleme behoben.

Götze: "Ich fühle mich fitter als jemals zuvor"

Seit dem Frühjahr kann Götze wieder voll und beschwerdefrei trainieren, nach eineinhalb komplizierten Jahren ist er bereit für einen Neustart. "Ich fühle mich fitter als jemals zuvor und bin fast von mir selbst überrascht", sagt Götze. "Ich bin einfach glücklich, dass ich keine Schmerzen mehr habe und freue mich auf jedes Training."

Am Montag startet er beim FCA in die Vorbereitung. Das Problem: Die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld ist mit Rani Khedira, Carlos Gruezo und Neuzugang Tobias Strobl erdrückend, die Aussichten auf Spielpraxis erscheinen gering. Götze hofft deshalb auf eine Leihe.

Interesse aus Regensburg und den Niederlanden - FCA gesprächsbereit

"Ich will wieder spielen und sicher sein, dass ich gute Chancen dazu habe", sagt er. Nach kicker-Informationen zeigen Zweitligist Jahn Regensburg sowie die niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard und PEC Zwolle Interesse. Der FCA sieht in Götze nach wie vor Potenzial, hat aber Bereitschaft für eine Ausleihe signalisiert. Götzes Vertrag in Augsburg läuft noch bis 2022.

David Bernreuther

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