3. Liga

Dresden verzichtet auf Rechtsmittel

Zweitligaabsteiger will nach vorne schauen

Dresden verzichtet auf Rechtsmittel

Dresdens Aufsichtsrats-Vorsitzender Jens Heinig

Dresdens Aufsichtsrats-Vorsitzender Jens Heinig und die Gremien des Klubs werden keine Rechtsmittel gegen die Wertung der 2. Liga einlegen. imago images

Das ist das Ergebnis einer von Präsident Holger Scholze einberufenen Zusammenkunft der Gremienvertreter und Geschäftsführer des Klubs. "Wir haben uns nach intensiver juristischer Beratung und in Abstimmung mit der Geschäftsführung in einer Gremienversammlung mit den Mitgliedern des Präsidiums, Aufsichtsrates, Ehrenrates und Jugendrates einstimmig darauf verständigt, keine Rechtsmittel gegen die sportliche Wertung der 2. Bundesliga einzulegen", teilte Aufsichtsratsvorsitzender Jens Heinig mit.

"Im Prozess der Risikoabwägung mussten wir feststellen, dass etwaige Konsequenzen nicht bis ins Detail vorhersehbar sind. Wir hätten uns mit allen Folgen darauf einstellen müssen, dass wir auf eine jahrelange juristische Auseinandersetzung mit sehr geringen Aussichten auf Erfolg zusteuern. Eine solch kostenintensive Ablenkung von unserem Kerngeschäft, bei der sehr viele Ressourcen gebunden werden würden, kann nicht im Interesse unseres Vereins sein", so Heinig weiter.

"Es ist kein Geheimnis, dass wir uns bei diesem Thema sowohl von der Deutschen Fußball Liga als auch von den anderen Vereinen mehr Solidarität gewünscht hätten. Wir sind nach intensiven Gesprächen aber jetzt an einem Punkt angekommen, wo wir die Dinge so akzeptieren müssen, wie sie sind. Ab sofort gilt unser voller Fokus und ganze Kraft unserer Aufgabe in der 3. Liga", ergänzt Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker.

Dynamo hatte sich kurz vor dem Re-Start der 3. Liga nach vier Corona-Fällen im Team geschlossen in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben müssen. Anschließend musste das Team von Trainer Markus Kauczinski neun Spiele in 29 Tagen absolvieren. Die Saison schloss das Team mit 32 Punkten als Schlusslicht ab, mit fünf Punkten Rückstand zum Relegationsplatz. Da kein anderer Verein eine solche Belastung hatte, sah sich Dresden benachteiligt. Allerdings gebe es laut dem kaufmännischen Leiter Michael Born einen Unterschied zwischen "Recht haben und Recht bekommen". Seine Schlussfolgerung: "Dynamo Dresden hat immer ausgezeichnet, dass der Verein zusammen mit seinen Mitgliedern und Fans, Partnern und Sponsoren das Schicksal selbst in die Hand genommen hat, um gemeinsam eine erfolgreiche Dynamo-Zukunft zu gestalten. Also packen wir es einmal mehr gemeinsam an."

sam