Bundesliga

Trapp betont: "Ich plane hier meine Zukunft"

Kampfansage an Basel: "Wenn das jemand kann, dann wir"

Trapp betont: "Ich plane hier meine Zukunft"

Kevin Trapp

Champions League - warum nicht? Frankfurts Torhüter Kevin Trapp. Getty Images

Entspannt und gut gelaunt präsentierte sich Trapp nach seinem Urlaub den Medienvertretern in den Katakomben der Arena. Seine ersten Eindrücke nach drei Tagen Mannschaftstraining fallen positiv aus. "Alle sind fit und ziehen gut mit. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir mit dem Ball per Sie sind, sondern per Du", sagte Trapp mit Blick auf eine Aussage seines Trainers Adi Hütter schmunzelnd.

Erst Monaco, dann Basel

Der Keeper freut sich auf das "gute Freundschaftsspiel" gegen die AS Monaco am Samstagabend (18 Uhr), blickt aber bereits auf das Europa-League-Duell in Basel am kommenden Donnerstag voraus: "Das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel, das wir sehr ernst nehmen. Natürlich wird es sehr schwierig, das 0:3 ist kein einfaches Ergebnis. Trotzdem: Wenn das jemand kann, dann wir. Wir haben schon ein paarmal bewiesen, dass wir solche Spiele drehen können."

So unwahrscheinlich es auch ist, natürlich weiß auch in Frankfurt jeder, dass sich der Klub mit dem Gewinn der Europa League für die Königsklasse qualifizieren würde. "Ich kenne niemanden, der sich beschweren würde, wenn wir in der Champions League enden würden. Wir haben alle sehr hohe Ziele", bekundete Trapp, der aber erst mal kurzfristig denkt: "Es wäre eine Sensation, das Ergebnis gegen Basel noch zu drehen, darauf könnten wir wirklich stolz sein."

Keiner habe von Verkauf gesprochen

Zur Sprache kam indes nicht nur das Sportliche, Trapp wurde auch zu seiner Zukunft befragt, nachdem Äußerungen einiger Verantwortlicher zuletzt für eine mediale und öffentliche Diskussion über einen möglichen Abschied des Torhüters gesorgt hatten. "Ich plane hier meine Zukunft und habe nicht die Absicht zu wechseln", betonte der Torhüter und erläuterte: "Sie (die Verantwortlichen, Anm. d. Red.) haben nie davon geredet, dass sie mich verkaufen wollen, sondern eher darüber, dass die Situation für alle sehr speziell ist und man es einfach nicht ausschließen kann. Letztes Jahr hatten wir keine Corona-Krise und haben unsere zwei besten Stürmer verkauft. Von daher war es nichts Ungewöhnliches, dass gesagt wurde: Niemand ist unverkäuflich."

Damit ist das Thema beendet, zumindest vorläufig, denn ausschließen lässt sich freilich nicht, dass bis zur Schließung des Transferfensters plötzlich ein potenter Klub um die Ecke kommt und mit Geldbündeln wedelt. "Wenn jemand die Zukunft voraussagen kann, dann gerne, ich kann es nicht", sagte Trapp und erinnerte an seinen ersten Abschied aus Frankfurt im Jahr 2015: "Als ich vor fünf Jahren nach Paris ging, hatte ich zuvor noch im Februar meinen Vertrag verlängert. Es weiß niemand, was passiert. Aber ich habe nicht die Absicht zu gehen."

Klar ist dagegen: In der neuen Saison will Trapp noch besser werden. Wohl niemand wird ernsthaft behaupten, dass der Keeper in der vergangenen Saison groß schwächelte, er ragte aber auch nicht so heraus wie schon in einigen anderen Spielzeiten. Hinzu kam Verletzungspech: Am 6. Spieltag zog er sich im Auswärtsspiel bei Union Berlin einen Anriss der Rotatorenmanschette in der linken Schulter zu und fiel bis zur Winterpause aus.

Trapps Genesung: Schneller als erwartet

"Man sprach von vier bis fünf Monaten Pause, aber ich kam nach drei Monaten zurück und habe schnell gut reingefunden", erinnert sich der Routinier. Gleichwohl sei es für alle bei der Eintracht eine "schwierige Saison" gewesen, auch für ihn persönlich: "Im Großen und Ganzen war es eine ordentliche Saison. Jeder weiß, dass ich extrem hohe Erwartungen an mich selbst habe. Von daher war die Saison okay, aber ich weiß, dass ich noch viel mehr kann."

Trapp klingt insgesamt zuversichtlich, wenn er über die bevorstehende Saison spricht. "Selbst wenn es keinen Transfer geben sollte, haben wir eine sehr, sehr gute Mannschaft. Wir hatten durch verschiedene Umstände ein paar Probleme in der Hinrunde, spielten aber eine sehr gute Rückrunde (Platz 6 in der Rückrundentabelle, Anm. d. Red.). Wenn die Mannschaft so bestehen bleibt, freue ich mich auf die Saison."

Julian Franzke