Formel 1

Hülkenberg-Comeback ist nach Perez' Corona-Ausfall perfekt

Der 32-Jährige fährt für Racing Point

Hülkenberg-Comeback ist nach Perez' Corona-Ausfall perfekt

Nico Hülkenberg gibt in Silverstone sein Formel-1-Comeback.

Nico Hülkenberg gibt in Silverstone sein Formel-1-Comeback. imago images

Der mexikanische Fahrer Sergio Perez ist vor dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone positiv getestet worden und darf nun nicht starten.

Hülkenberg ist bereits seit Donnerstag in Silverstone und wird an diesem und am nächsten Wochenende neben Teameigner-Sohn Lance Stroll (Kanada) für Racing Point fahren.

Hülkenberg fuhr bereits 2012 und dann erneut von 2014 bis 2016 für den Racing-Point-Vorgänger Force India. Zuletzt war Hülkenberg von 2017 bis 2019 für Renault aktiv und hatte im Vorjahr keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Er bringt die Erfahrung von 177 Formel-1-Rennen mit, auf einen Podestplatz wartet Hülkenberg allerdings nach wie vor.

Perez sei körperlich gesund und bei guter Stimmung, hatte sein Rennstall mitgeteilt. "Er wird sich weiterhin nach den Richtlinien der zuständigen Gesundheitsbehörden selbst isolieren, wobei die Sicherheit für das Team und den Sport oberste Priorität hat", hieß es in einer Mitteilung. Erst der zweite Test von Perez fiel positiv aus. Zuvor hatte es ein nicht eindeutiges Test-Ergebnis gegeben und der Pilot musste fernab der Strecke vorsorglich isoliert werden. Der WM-Sechste hatte aufgrund der Komplikationen kurzfristig auf die obligatorische Pressekonferenz an der Rennstrecke verzichten müssen und fehlte bei dem Termin neben seinem Teamkollegen Stroll.

Zunächst galten die Mercedes-Ersatzfahrer Stoffel Vandoorne aus Belgien und Esteban Gutierrez aus Mexiko als heißeste Kandidaten auf den freien Platz hinter dem Steuer. Doch die Entscheidung fiel für den deutschen Routinier Hülkenberg, der sein bislang letztes Formel-1-Rennen beim Saisonfinale im November 2019 in Abu Dhabi bestritten hatte.

Hülkenberg gab sei Debüt 2010 in Bahrain für Williams und holte einmal die Pole Position. Er hält den unrühmlichen Rekord für die meisten Rennstarts ohne Podestplatzierung und holte in seiner Laufbahn 511 WM-Punkte. Sein größter Erfolg ist der Triumph beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2015 mit Porsche. Der nächste Einsatz in einem Rennauto sollte eigentlich erst Mitte August beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring erfolgen. Dort will Hülkenberg als Gaststarter einen Lamborghini Huracan GT3 Evo steuern.

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