Bundesliga

Startet Köln zu spät? Heldt beruhigt - und checkt Instagram

"Wir haben uns ja etwas dabei gedacht"

Startet Köln zu spät? Heldt beruhigt - und checkt Instagram

Instagram-Kontrolle: Horst Heldt hat die Spieler-Profile im Blick.

Instagram-Kontrolle: Horst Heldt hat die Spieler-Profile im Blick. imago images

Als hätte man in den verschiedenen Fachabteilungen des Bundesligisten jegliche Analyse in Sachen Fitness, Belastung und Steuerung versäumt, wurde der mahnende Zeigefinger ob des späten Beginns in die Luft gestreckt, immerhin handelte es sich beim FC ja um das Team, das in der vergangenen Saison von allen Bundesligisten mit am wenigsten Kilometer abgespult hatte.

Zwar ist es schwer bis unmöglich, von Laufdaten auf Ergebnisse zu schließen. Andererseits ist Fußball ein Laufspiel. Wobei viele Trainer und deren wissenschaftlichen Assistenten weniger die Menge an Kilometern für wichtig befinden, sondern eher die Wege, die man wählt und die Momente, in denen man die Räume wechselt, freigibt oder besetzt.

Horst Heldt, Geschäftsführer des 1. FC Köln, beruhigte im Gespräch mit dem "Kölner Stadtanzeiger" die Fans ob des späten Trainingseinstiegs am 5. August: "Wir haben uns ja etwas dabei gedacht. Wir haben das Saisonfinale eingehend analysiert und diesmal einen anderen Ansatz gewählt, von dem wir überzeugt sind." Dieser Ansatz basierte in erster Linie auf der Beobachtung von Trainer Markus Gisdol, der eine "mentale Erschöpfung" bei den Profis ausgemacht haben wollte. Zudem habe man die Phase vor dem Re-Start möglicherweise intensiver genutzt als die Konkurrenz. Dem werde man nun in der Trainingssteuerung Rechnung tragen. Immerhin bleiben auch mit dem späten Start fünf Wochen bis zum Pokalspiel, um die nötigen Grundlagen zu schaffen. Heldt beruhigt: "Wir haben den Jungs für die Zeit des Urlaubs ja auch Trainingspläne an die Hand gegeben. Und wenn ich mir das bei Instagram so anschaue, dann scheinen sie ja bereits sehr fleißig zu sein."

Vom 20. bis zum 29. August geht es nach Donaueschingen ins Trainingslager, dort warten zwei Testspielgegner. Rund um diese Dienstreise wird im Franz-Kremer-Stadion gearbeitet, fünf Testspiele sind terminiert.

Frank Lußem

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