Bundesliga

Bielefeld: AG soll Fan-Rückkehr prüfen

Vario-Sitze als Lösung?

Bielefeld: AG soll Fan-Rückkehr prüfen

Die Schüco-Arena

In die Schüco-Arena sollen möglichst wieder Zuschauer zurückkehren. imago images

Auch wenn die vergangene Saison dort überaus erfolgreich endete: An Heimspiele ohne Zuschauer will sich auch in Bielefeld niemand gewöhnen. Nicht zu ersetzen sei das emotionale Erlebnis in einem vollen Stadion, betont Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek, der aber auch die wirtschaftlichen Verluste nicht unerwähnt lässt. Fünf Geisterspiele in der Schüco-Arena in der Saison 2019/20 bedeuteten für den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Aufsteiger einen Einnahmeverlust von rund 2,5 Millionen Euro.

Entsprechend groß sind alle Anstrengungen, möglichst bald wieder zu einer Teilzulassung von Zuschauern zu den Heimspielen zu gelangen. Auch in Bielefeld wurde dazu eine Arbeitsgruppe gegründet, die intern und extern die Möglichkeiten und Bedingungen prüft. Dazu gehört im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und des Hygienekonzepts der DFL laut Rejek das Erstellen eines eigenen Konzepts mit den Behörden vor Ort, vor allem aber auch im Dialog mit den Fanvertretern.

Flexibilität bleibt die wichtigste Prämisse

So soll beispielsweise ermittelt werden, ob auf den ansonsten zu sperrenden Stehtraversen der Südtribüne, dem traditionellen Areal der DSC-Fans, die Installation von Vario-Sitzen für eine Fan-Rückkehr sinnvoll und gewünscht ist. Konstruktionen dieser Art werden beispielsweise in Stadien eingesetzt, in denen Vereine wegen internationaler Spiele Teile der Arena vorübergehend von Steh- zu Sitzbereichen umrüsten müssen. Paradelösungen und Gleichbehandlungen seien bei allen Bemühungen allgemein kaum möglich, so Rejek. Flexibilität bleibe nicht zuletzt auch in Hinblick auf die Weiterentwicklung des Pandemiegeschehens die wichtigste Prämisse.

Die Lage der normalerweise 26.515 Zuschauer (8005 Stehplätze) fassenden Schüco-Arena mitten im Bielefelder Westen bringt Vor- und Nachteile mit sich. Einerseits ist eine Erreichbarkeit der Spielstätte für viele Fans zu Fuß oder mit dem Fahrrad möglich, was die Probleme einer An- und Abreise größerer Personengruppen verringert. Andererseits verfügt die ehemalige "Alm" nicht über die weitläufigen Einlässe jener größtenteils neuzeitlichen Stadien, wie sie an der Peripherie der Städte in den vergangenen Jahren entstanden sind. In den umliegenden Straßen, spätestens an den Stadiontoren selbst kann es vor Spielen eng werden, was möglicherweise durch einen zeitlich getakteten Block-Einlass entschärfbar wäre.

Wir wollen es wissen: Welche Maßnahmen zur Zuschauerrückkehr befürworten Sie?

Michael Richter

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