Basketball

NBA: So sieht der Modus nach dem Re-Start aus

22 Teams sind in Florida am Start

NBA: So sieht der Modus nach dem Re-Start aus

LeBron James (li.) und Anthony Davis sind mit ihren LA Lakers heiße Anwärter auf den Titel.

LeBron James (li.) und Anthony Davis sind mit ihren LA Lakers heiße Anwärter auf den Titel. imago images

Welche Teams sind dabei?

Insgesamt sind 22 Mannschaften in Florida vor Ort. Das Feld der Teilnehmer setzt sich wie folgt zusammen: Zum einen sind die 16 Mannschaften dabei, die zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung auf den Play-off-Plätzen standen, zum anderen sind jene sechs Teams dabei, die maximal sechs Siege Rückstand auf den achten Platz in ihrer Conference hatten. Somit sind insgesamt 13 Teams aus dem Westen und neun aus dem Osten dabei.

Wie geht es mit der Saison jetzt weiter?

Für jede Mannschaft stehen in Orlando acht Begegnungen auf dem Programm. Diese starten am 30. Juli und gehen bis zum 14. August. Im Disney-World-Komplex wird in insgesamt drei unterschiedlichen Hallen gespielt. Die ersten sieben Teams jeder Conference ziehen sicher in die Play-offs ein. Eine Besonderheit gibt es bei Platz acht und neun und zwar dann, wenn der Neunte maximal vier Siege hinter dem Achten liegt. Dann würden beide Teams gegeneinander spielen, gewinnt der Achte, ist dieser in den Play-offs, gewinnt der Neunte, gibt es ein weiteres Duell. Das zweite Spiel würde dann über den Einzug in die Play-offs entscheiden, es gibt also maximal zwei weitere Partien. Durch diese Regelung sollte es den Teams die Reise nach Florida schmackhafter machen, die vielleicht nicht so gute Aussichten auf ein Weiterkommen gehabt hätten.

Wie geht es in den Play-offs weiter?

Hier kehrt Normalität ein. Die Play-offs laufen so ab, wie wir sie auch normal kennen. Es spielt der Erste gegen den Achten, der Zweite gegen den Siebten und so weiter. In einer Best-of-Seven-Serie wird das Team ermittelt, das eine Runde weiterzieht. Das einzige, was anders ist als bei den normalen Play-offs, ist logischerweise der fehlende Heimvorteil, den sich das jeweils bessere Team über die Saison erspielt hat.

Wer sind die Favoriten?

Nach so einer langen Pause ist das natürlich schwer zu sagen, allerdings dürfte sich an den Verhältnissen von vor Corona nicht viel verändert haben. Neben den Milwaukee Bucks, die mit 53 Siegen und nur zwölf Niederlagen die beste Bilanz der NBA aufweisen, muss man die beiden Teams aus Los Angeles auf dem Zettel haben. Diese drei Spitzenteams haben ihre Kader aus der normalen Saison zur Verfügung. Einzig der Verlust von Avery Bradley schmerzt bei den Lakers, dafür wurde J.R. Smith dazu geholt. Die Clippers haben sich indes mit Joakim Noah verstärkt.

Große "Quarantäne-Blase" für sportliche Fortsetzung

Mit hohem Aufwand hat die NBA in den vergangenen Wochen und Monaten gemeinsam mit den örtlichen Behörden daran gearbeitet, eine sportliche Beendigung der Saison zu realisieren. Die Teams leben in einer "Quarantäne-Blase", abgeschottet von der Außenwelt und ihrem gewohnten Umfeld, inklusive zahlreichen Corona-Tests und höchsten Sicherheitsmaßnahmen. Die Abstände der Team-Betreuer zum Parkett wurden eigens für das Turnier erhöht, Medienvertreter sitzen hinter hohen Scheiben. So sollen die Profis bestmöglich vor einer Corona-Infektion geschützt werden. Schließlich zählt der Bundesstaat Florida zu den Corona-Hotspots in den USA. Die gesamte Basketball-Welt richtet ihren Blick gen Disney World, wo eine abrupt unterbrochene NBA-Saison doch noch ein kleines Happy End und einen neuen Champion finden soll.

mst/jhm

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