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Lautaro, Messi, Xavi: Barça-Präsident Josep Bartomeu gewährt Einblicke

Barça-Präsident äußert sich zu Personalien und Situation

Lautaro, Messi, Neymar, Xavi: Bartomeu gewährt Einblicke

Barcelonas Präsident Josep Maria Bartomeu

Er hat weiter klare Vorstellungen davon, wie der FC Barcelona der Zukunft aussieht: Präsident Josep Maria Bartomeu. imago images

In der TV-Sendung "Onze" ließ Bartomeu kaum eine Frage offen. Eine der brennendsten beantwortete der in Barcelona geborene Geschäftsmann unmissverständlich. Kapitän Lionel Messi soll langfristig Teil des Weltklubs bleiben. "Mit Messi haben wir in der Vergangenheit gesprochen, jetzt gesprochen und werden wir in Zukunft sprechen", so Bartomeu: "Er ist der beste Spieler in der Geschichte des Fußballs. Er hat noch viele Jahre als Fußballer vor sich und ist in toller Verfassung. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er bei Barça bleibt. Seine Zukunft liegt hier - als Fußballer und auch danach." Messi hat in Barcelona noch Vertrag bis 2021, ein klares Bekenntnis des Argentiniers fehlt allerdings, weswegen immer wieder über einen möglichen Abschied spekuliert wird.

Kurzfristig hat in Barcelona aber der Meisterschaftskampf Priorität, den der Präsident trotz Rückstand auf Erzrivale Real noch nicht verloren gibt. "Es gibt immer Chancen, die Meisterschaft zu gewinnen", sagt Bartomeu: "Bis zum letzten Moment gilt es zu kämpfen, das werden unsere Spieler tun. Das Wichtigste ist der Kampfgeist." Die teils schlechten Leistungen seit dem Re-Start (sechs Siege, drei Remis) erklärte Bartomeu mit der ungewohnten Belastung. "Alle drei Tage spielen zu müssen, bedeutet eine große Anstrengung für die Spieler."

Stärkerer Fokus auf Talenten - mit Setien

Umstritten ist wegen der teils enttäuschenden Leistungen und des Rückstands auf Real auch Coach Quique Setien. Bartomeu blockte die Kritik allerdings ab und versicherte, dass der 61-Jährige die Katalanen in der Champions League im August betreuen werde - und dass der Verein auch beabsichtige, Setien mindestens bis zu dessen Vertragsende im Sommer 2022 zu behalten. Der aktuelle Barça-Trainer sei nicht umsonst auch voll in die Planungen für die kommende Saison involviert. In Zukunft wolle der Verein noch stärker auf junge Spieler setzen - Riqui Puig und Sommer-Neuzugang Trincao wurden da als Beispiele genannt.

Doch wie wäre es mit einem weiteren, bereits bestens bekannten Superstar? Zum Thema Neymar (von 2013 bis 2017 in Barcelona) sagte Bartomeu: "Ich glaube nicht, dass PSG einen Spieler auf dem Transfermarkt anbieten wird - und Neymar ist einer ihrer Spieler." Barcelonas Präsident erinnerte viel mehr daran, dass ein "sehr schwieriger und spezieller" Transfer-Sommer vor allen Klubs liege.

Gespräche mit Lautaro, aber längst keine Einigung

Gespräche mit Wunschstürmer Lautaro Martinez von Inter Mailand bestätigte Bartomeu zwar, doch von einer Einigung könne keine Rede sein. "ESPN" hatte zuletzt berichtet, dass der Transfer schon in trockenen Tüchern sei. Dem widersprach Bartomeu deutlich. "Dieses Thema ruht."

Er wird früher oder später Trainer von Barça sein. Alles zu seiner Zeit.

Bartomeu über Xavi

Auf die immer wiederkehrende Frage nach Xavi als möglichem Cheftrainer bei den Katalanen erwiderte Bartomeu: "Er wird früher oder später Trainer von Barça sein. Alles zu seiner Zeit. Aber ich wiederhole: Wir sehen uns gerade nicht nach einem Trainer um." Im März 2021 stehen in Barcelona die nächsten Präsidentschaftswahlen an, dann darf Bartomeu nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. "Dem Klub geht es viel besser als noch im Jahr 2010 (Bartomeu begann damals als Vize-Präsident unter Sandro Rosell, d.Red.). Wir sind eine der ganz großen Adressen in der Sport-Welt und haben im Schnitt pro Saison 2,2 Titel gewonnen."

msc

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