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"Schändlich!" Premier League räumt drei VAR-Fehler ein

Mourinho tobt - Liga räumt Fehler ein

"Schändlich!" Premier League räumt drei VAR-Fehler ein

Klare Sache: Harry Kane wird von hinten umgerempelt.

Klare Sache: Harry Kane wird von hinten umgerempelt. picture alliance

Aston Villa - Manchester United 0:3

Nach dem Elfmeter von Bruno Fernandes, der Manchester United zum 3:0-Sieg bei Aston Villa verhalf, teilte die Premier League der BBC mit, es hätte als Foul zugunsten des Villa-Verteidigers Ezri Konsa gewertet werden müssen, nachdem Fernandes ihm gut sichtbar auf den Knöchel stieg. "Es war die falsche Entscheidung", hieß es aus dem Match Center der Premier League. "Sie hätte vom VAR korrigiert werden müssen." Dean Smith, Manager von Aston Villa, sagte nach dem Spiel, die Entscheidung sei "schändlich". Einzig Gunnar Solskjaer war anderer Meinung und wollte einen Elfmeter gesehen haben. Mit dieser Ansicht war er aber recht alleine.

AFC Bournemouth - Tottenham Hotspur 0:0

Tottenham Hotspur und Bournemouth trennten sich 0:0, aber das Match Center bestätigte auch hier, dass Spurs-Stürmer Harry Kane einen Elfmeter hätte erhalten müssen, nachdem er im Strafraum von Gegenspieler Joshua King regelrecht umgerannt wurde. Spurs-Trainer José Mourinho war über den nicht gegebenen Elfmeter verärgert. "Jeder auf der Welt wusste, dass dies ein Foul war", sagte der Portugiese. "Wenn ich jeder sage, dann meine ich jeder."

FC Everton - FC Southampton 1:1

Schließlich hätte der FC Southampton beim Spiel gegen den FC Everton (1:1) in der 28. Minute keinen Elfmeter bekommen dürfen, nachdem James Ward-Prowse bei der Ballannahme auf Evertons Verteidiger Andre Gomes gefallen war. Ward-Prowse schoss den Elfmeter immerhin an die Latte. Trainer Carlo Ancelotti schimpfte anschließend über den Referee. "Die Leistung des Schiedsrichters war wie die von meiner Mannschaft nicht so gut", sagte der frühere Bayern-Coach, der nun Everton trainiert.

Cahills Vorschlag: Spieler sollen VAR unterstützen

Der ehemalige australische Nationalspieler Tim Cahill schlug sogar vor, ehemalige Spieler einzusetzen, um den VAR zu unterstützen. "Wenn ein Spieler fällt, um einen Elfmeter zu schinden, dann spürt man das. Es muss ein Spieler dabei sein, der Ratschläge gibt, was der Spieler da tut", sagte Cahill, der letzten Sommer seine aktive Karriere beendet hat. Der VAR sei da, um die großen Entscheidungen zu treffen, schaffe es aber nicht. "Das ist wirklich enttäuschend", so Cahill.

tru