Handball

Regeländerung in der HBL - Noch kein Pokal-Modus gefunden

Direkter Vergleich statt Tordifferenz

Regeländerung in der Handball-Bundesliga - Noch kein Pokal-Modus gefunden

Rune Dahmke und Domagoj Duvnjak

Die neue Regel soll die Topklubs wie den THW Kiel (hier Rune Dahmke und Domagoj Duvnjak, r.) entlasten. imago images

In der Spielzeit 2020/21 entscheidet bei Punktgleichheit von zwei oder mehr Teams nicht wie bisher die Tordifferenz über die Platzierung, sondern der direkte Vergleich. "Das wurde auf ausdrücklichen Wunsch von Bundestrainer Alfred Gislason beschlossen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag nach der Mitgliederversammlung in Köln. "Er verspricht sich davon mehr Ruhepausen für die Nationalspieler."

Die neue Regel soll vor allem den aufgrund der erwarteten Terminhatz stark belasteten Topklubs den Druck nehmen, in jedem Spiel mit dem stärksten Aufgebot bis zum Schluss auf Torejagd gehen zu müssen. Nach dem Saisonabbruch wegen der Corona-Krise spielt die Bundesliga in der kommenden Saison mit 20 statt 18 Mannschaften. Zudem werden diverse ausgefallene Wettbewerbe wie die Endrunden in der Champions League und im DHB-Pokal sowie die Olympischen Spiele mit vorheriger Qualifikation nachgeholt.

Fest steht auch, dass im nächsten Jahr erstmals in der Geschichte zwei Pokalsieger gekürt werden. Am 27./28. Februar steigt zunächst das Final-Four-Turnier von 2020 mit dem THW Kiel, TBV Lemgo Lippe, der TSV Hannover-Burgdorf und der MT Melsungen. Am 5./6. Juni wird dann der Pokalgewinner 2021 ermittelt.

Kontroverse Diskussion: Noch kein Pokalmodus gefunden

Nach einer kontroversen Diskussion konnten sich die Vereine jedoch noch nicht einigen, nach welchem Modus die vier Endrundenteilnehmer ermittelt werden sollen. "Damit werden wir uns bis zum Saisonbeginn Zeit lassen", kündigte Bohmann an. Der Bundesliga-Auftakt soll am 1. Oktober steigen - am besten mit Zuschauern.

dpa

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