Int. Fußball

Ralf Rangnick und AC Mailand: Finale Entscheidung steht aus

Neue Rolle winkt

Rangnick lernt Italienisch - Milan-Entscheidung noch nicht final

Ralf Rangnick

Noch bei Red Bull tätig: Ralf Rangnick. imago images

Bis 2021 läuft der Vertrag von Ralf Rangnick noch als Fußball-Chef bei Red Bull, aufgelöst wurde er bisher nicht. Dass der 60-Jährige demnächst wahrscheinlich in allumfassender Kompetenz den AC Mailand übernehmen soll, ist beileibe kein Geheimnis mehr. Nach kicker-Informationen ist aber weder von Milans noch von Rangnicks Seite eine finale Entscheidung gefallen oder ein Vertrag unterzeichnet.

Mit einer Entscheidung ist erst zu rechnen, wenn die Serie A Anfang August ihre Saison abschließt. Momentan ist Milan, besonders nach dem fulminanten 4:2 gegen Juventus, auf bestem Wege Richtung Europa League.

Die Gespräche zwischen Rangnick und dem siebenmaligen Champions-League-Sieger wurden Ende vergangenen Jahres aufgenommen und seither insbesondere von Manager Ivan Gazidis intensiviert. Der Deutsche lernt seit Monaten fleißig Italienisch und soll bei Milan als Trainer und Sportdirektor zum starken Mann aufrücken - wie in Leipzig in der Aufstiegssaison 2015/16 und nach Hasenhüttls Abschied in der Saison 2018/19. Rangnick will im Fall der Anstellung wohl einige Vertraute mitbringen.

Unter einem guten Stern startet das im Grunde sinnvolle Rangnick-Projekt jedoch nicht. Nach dem Abschied von Zvonimir Boban wird Sportdirektor Paolo Maldini Milan (Vertrag bis 2022) aller Voraussicht nach ebenfalls verlassen. "Unwahrscheinlich, dass es im künftigen Milan Platz für mich geben wird", kommentierte der 52-Jährige.

Die offerierte Rolle des Vizepräsidenten als repräsentativer Botschafter ohne Entscheidungskompetenzen lehnte Maldini ab. Tief enttäuscht war die Milan-Legende vor allem darüber, dass er über die Verhandlungen mit Rangnick lange Zeit nicht informiert worden war.

Oliver Birkner/mkr