Bundesliga

Leverkusen: Rolfes hofft bei Havertz und appelliert an die Bayer-Profis

Leverkusens Sportdirektor richtet den Blick auf die Europa League

Rolfes hofft bei Havertz und appelliert an die Bayer-Profis

Simon Rolfes

Simon Rolfes bekräftigt, dass Leverkusen die Europa League "mit dem aktuellen Kader zu Ende spielen" wird. imago images

Die Hoffnung, dass Havertz vielleicht doch noch ein Jahr für Bayer Leverkusen spielt und erst 2021 (also ein Jahr vor Auslaufen seines aktuellen Vertrages) zu einem der interessierten Großklubs wechselt, lebt weiterhin bei den Verantwortlichen des Pokalfinalisten. "Es wird ein langer Sommer", prophezeit Sportdirektor Rolfes in Sachen Transfers, "die Pandemie hat nicht nur für Veränderungen gesorgt, sondern auch für Verschiebungen. Wir hoffen, dass Kai noch ein Jahr für uns spielen wird, aber es gibt nichts Neues."

Damit nimmt Rolfes zunächst Dampf aus der Personalie. Ein vernünftiger Weg, denn so gut wie jeder Entscheidungsträger befindet sich im Urlaub und Bayer ist es wichtig, dass Havertz sich auf das konzentriert, was noch kommt - die Spiele der Europa League, in der sich die Leverkusener nur zu gerne schadlos halten wollen.

Es wird keine Vorbereitung geben, wie wir sie kennen und keine Winterpause.

Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes

"Wir werden den Wettbewerb mit dem aktuellen Kader zu Ende spielen", bekräftigt Rolfes. Dieser Kader erholt sich gerade und wird am 23. Juli wieder mit dem Training beginnen. "Danach", so hofft Rolfes, "geht es ohne lange Anlaufphase direkt in den Wettkampfmodus."

Wer das Fußballjahr erfolgreich gestalten will, wird diesen am besten nicht mehr verlassen. "Es wird keine Vorbereitung geben, wie wir sie kennen und keine Winterpause", sagt Rolfes, "dafür so viele Englische Wochen wie noch nie." Länderspiele kommen dazu und stressen die Akteure zusätzlich, eine intelligente Belastungssteuerung wird wichtiger sein denn je.

Eigenmotivation und Euphorie: Bayer und die besondere Europa League

Dennoch: "Diese Europa League, das ist etwas Besonderes", sagt Rolfes. Auch, weil es kein Marathon ist wie sonst, wenn der Wettbewerb über viele Monate geht. "Jetzt sind es zwei Wochen, vielleicht vier Spiele. Wir müssen alle drei Tage da sein." Dabei sei es gerade in diesen Zeiten wichtig, die Besonderheit zu erkennen und die Eigenmotivation hoch zu halten. Rolfes: "Die Fans fehlen uns. Wir müssen die Euphorie selbst entfachen."

Frank Lußem

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