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Duell der Top-Torjäger: Vardy kontert Aubameyang spät

Premier League, 34. Spieltag

Duell der Top-Torjäger: Vardy kontert Aubameyang spät

Jamie Vardy

Sicherte Leicester einen Punkt: Jamie Vardy. imago images

Arsenal-Coach Mikel Arteta ging im Vergleich zum 2:0-Erfolg bei den Wolverhampton Wanderers mit Lacazette und Bellerin anstatt Nketiah (Bank) und Cedric (nicht im Kader) an den Start.

Aubameyang bringt Arsenal auf Kurs

Die Gunners erwischten den besseren Start in die Partie, setzten die Gäste aus Leicester bereits früh unter Druck und verhinderten dadurch einen geordneten Spielaufbau. Doch die Foxes liefen nach kurzer Eingewöhnungsphase auf Betriebstemperatur, drehten kurzzeitig den Spieß um und verbuchten durch einen Iheanacho-Abschluss aus dem Rückraum die erste vielversprechende Möglichkeit der Partie (12.). Wenig später riss Arsenal das Spiel aber Stück für Stück wieder an sich und belohnte sich schließlich in der 21. Minute mit dem herrlich herausgespielten Führungstreffer: Dani Ceballos schickte Saka mit einem genialen Zuspiel auf die Reise. Der erst 18-jährige Flügelflitzer servierte daraufhin passgenau für Aubameyang, der den starken Angriff aus kurzer Distanz zum 1:0 vollendete und dadurch sein 20. Saisontor verbuchte.

Schmeichelhafter 0:1-Rückstand

Die Foxes waren nach dem Rückstand schlichtweg nicht mehr präsent, es war fast ausschließlich Arsenal am Drücker. Die Londoner verbuchten auch einige Hochkaräter, doch Leicester-Keeper Schmeichel verhinderte mit starken Paraden gegen Saka (30.), Lacazette (32.) und Bellerin (32.) den Zwei-Tore-Rückstand. Kurz darauf zappelte der Ball plötzlich im Netz von Leno-Vertreter Martinez, doch Iheanacho hatte sich widerrechtlich - mit einem Foul an Kolasinac - Platz verschafft, um eine Vardy-Flanke zu verwandeln (35.). Arsenal spielte zwar groß auf, ging aber aufgrund fehlender Kaltschnäuzigkeit - und eines starken Schmeichels - nur mit einem kleinen Vorsprung in die Kabine.

Vardy hält Aubameyang auf Abstand

Leicester war nach dem Seitenwechsel die aktivere Mannschaft, verzeichnete durch Iheanachos Direktabnahme den ersten vielversprechenden Annäherungsversuch (55.) und drängte Arsenal phasenweise weit in die eigene Hälfte zurück. Die Gunners konnten selten für Entlastung sorgen - und dann kam es noch schlimmer: Der gerade erst eingewechselte Nketiah (71.) wurde nur vier Minuten nach Betreten des Platzes aufgrund eines brutalen Fouls an Justin des Rasens verwiesen. Die Londoner verteidigten aufgrund der Unterzahl sehr tief, teilweise mit acht Mann am eigenen Strafraum, konnten in der 84. Minute dennoch nicht den Ausgleich verhindern. Vardy, seines Zeichens Top-Torjäger der Premier League, drückte eine starke Flanke von Gray hinter die Abwehrkette über die Linie und markierte seinen 22. Saisontreffer.

Aufgrund einiger Verletzungspausen gab es acht Minuten Nachspielzeit. Eigentlich genug Zeit, um den Spieß endgültig umzudrehen, doch die Foxes kamen in der Schlussphase nicht mehr gefährlich vor das Tor der Gunners und mussten sich demnach mit dem Remis in London zufriedengeben. Durch das Unentschieden rückte der Traum von der Champions League für Arsenal etwas weiter in die Ferne, auch Leicester City verlor Boden und musste Rang drei an den FC Chelsea abgeben, der sich zuvor mit 3:2 bei Crystal Palace durchgesetzt hatte. Außerdem schaffte es der Meister von 2016 erneut nicht, einen Sieg in der Ferne einzufahren. Seit dem 1. Januar warten die Foxes nun.

phb

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