Tennis

ATP weicht Weltranglisten-Regel auf

Berechnungszeitraum wird ausgedehnt

ATP weicht Weltranglisten-Regel auf

Novak Djokovic

Sein Wimbledonsieg aus dem Vorjahr bleibt länger für die Weltrangliste relevant: Novak Djokovic. imago images

Bei der Berechnung der Weltrangliste werden normalerweise die 18 besten Turnierresultate binnen 52 Wochen berücksichtigt. Dieser Zeitraum wird nun aufgrund der Spielpause vorübergehend ausgedehnt - und zwar auf 18 Monate (März 2019 bis Dezember 2020). Das ATP-Ranking ist seit dem 16. März eingefroren.

Was bedeutet das? Spieler, die ihre Vorjahrespunkte in diesem Frühling/Sommer nicht verteidigen konnten, weil die entsprechenden Turniere ausgefallen sind, verlieren ihre Punkte vorerst nicht.

Von der neuen Regelung profitiert zum Beispiel der Weltranglistenerste Novak Djokovic, der 2019 Wimbledon gewonnen hatte und seine Punkte nun bis Jahresende behält, obwohl Wimbledon 2020 ersatzlos gestrichen wurde.

Fairness und Einschränkungen

Mit diesem Schritt möchte die ATP für größere Fairness sorgen, auch mit Blick auf jene Spieler, die "im Hinblick auf Gesundheit und Sicherheit in 2020 nicht mehr antreten wollen."

Es gibt aber auch Einschränkungen. So kann ein Turnier nicht doppelt gewertet werden. So wird zum Beispiel in Bezug auf die US Open oder Roland Garros nur das Turnier in die Wertung einfließen, in dem der betroffene Spieler besser abgeschnitten hat - also entweder 2019 oder 2020.

drm